Examensarbeit, 2004
78 Seiten, Note: 1
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Einleitung
1. Schwierigkeiten im SSE und Kritik an Konzepten zur Förderung phonologischer Bewusstheit
1.1 Verständnis von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten vor dem Hintergrund einer entwicklungsorientierten Sichtweise des Schriftspracherwerbs
1.1.1 Entwicklungsorientierte Sichtweise des SSE am Beispiel des Entwicklungsmodells von Klaus B. Günther
1.1.2 Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb
1.1.3 Zur Bedeutung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten für Schüler mit Förderbedarf im Bereich Lernen
1.2 Kritik an Konzepten zur Förderung phonologischer Bewusstheit
2. Positionen zur Bedeutung von phonologischer Bewusstheit für die Entstehung von LRS und deren Prävention
2.1 Definitionen phonologischer Bewusstheit und Unterscheidungen
2.2 Phonologische Bewusstheit und Schriftspracherwerb
2.2.1 Bedeutung phonologischer Bewusstheit für den SSE vor dem Hintergrund neuerer Entwicklungsmodelle
2.2.2 Aspekte der Entwicklung phonologischer Bewusstheit
2.3 Phonologische Bewusstheit und Schwierigkeiten im SSE
2.3.1 Untersuchungen zu phonologischer Bewusstheit
1. Studien zum Zusammenhang zwischen vorschulischen Kompetenzen im Bereich phonologischer Bewusstheit und späterem Erfolg im SSE
2. Studien zur Auswirkung (vor)schulischer Trainings
3. Zum Stellenwert phonologischer Bewusstheit in Förderung und Diagnostik
2.3.2 Kritik an einigen Prämissen der Frühdiagnostik und Frühprävention auf der Grundlage empirischer Studien
2.3.3 Entwicklungsrückstände im Bereich phonologischer Bewusstheit und ihre Verbindung mit anderen Bereichen des SSE
Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Bedingungen, unter denen eine Förderung der phonologischen Bewusstheit sinnvoll ist, um Lese-Rechtschreibschwierigkeiten (LRS) vorzubeugen oder diese zu beheben. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob eine isolierte Förderung von Teilfertigkeiten ohne Anbindung an einen schriftsprachlichen Kontext effektiv ist oder ob die Bedeutung der Unterrichtsgestaltung und individueller Voraussetzungen bisher unterschätzt wurde.
1.1.1 Entwicklungsorientierte Sichtweise des SSE am Beispiel des Entwicklungsmodells von Klaus B. Günther
Die Stufenmodelle zum SSE "unterscheiden sich im Prinzip nur durch ihre Feindifferenzierung und durch unterschiedliche Benennung der einzelnen Phasen". Eine wichtige Gemeinsamkeit aller Modelle besteht in der Vorstellung vom Lesen- und Schreiben lernen. Dieses besteht nicht im Nachvollziehen eines Lernangebotes. Kinder bilden sich auf der Grundlage ihrer bisher gemachten Erfahrungen mit Schrift aktiv Hypothesen über die Regelhaftigkeit der geschriebenen Sprache bzw. darüber, wie Lesen und Schreiben funktionieren.
Da alle Modellvorstellungen Denkentwicklung im oben skizzierten Sinne als zentral für Fortschritte im Schriftspracherwerb ansehen, versuchen sie nach Sassenroth zwei Fragen zu beantworten: "Mit welcher Strategie unternimmt das Kind seine ersten Lese- und Schreibversuche?"
"Welche Vorstellungen über Schrift hat es schon entwickelt und wie verändern sie sich im Laufe der Entwicklung?"
Einleitung: Einführung in die Problematik des Scheiterns beim Schriftspracherwerb und Darlegung der zentralen Forschungsfragen hinsichtlich der Sinnhaftigkeit präventiver Förderprogramme.
1. Schwierigkeiten im SSE und Kritik an Konzepten zur Förderung phonologischer Bewusstheit: Theoretische Einordnung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten und kritische Auseinandersetzung mit der Förderung phonologischer Teilfertigkeiten.
2. Positionen zur Bedeutung von phonologischer Bewusstheit für die Entstehung von LRS und deren Prävention: Detaillierte Darstellung verschiedener wissenschaftlicher Definitionen, Modelle und empirischer Studien zur phonologischen Bewusstheit.
Schluss: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfragen und Plädoyer für einen Unterricht, der individuelle Schrifterfahrungen und Lernvoraussetzungen stärker berücksichtigt.
Phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, LRS, Prävention, Frühdiagnostik, Trainingsprogramme, Schrifterfahrung, Sprachbewusstheit, Phonemanalyse, Synthese, Unterrichtsgestaltung, Lernvoraussetzungen.
Die Arbeit untersucht kritisch den Stellenwert und die Einsatzbedingungen von Förderprogrammen zur phonologischen Bewusstheit im Kontext der Prävention von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten.
Die zentralen Themen sind der Schriftspracherwerbsprozess, die Definition und Entwicklung phonologischer Bewusstheit sowie die Wirksamkeit und Kritik von präventiven Trainingsprogrammen.
Die Forschungsfrage lautet, unter welchen Bedingungen eine isolierte Förderung phonologischer Bewusstheit sinnvoll ist und ob eine stärkere Einbindung in den schriftsprachlichen Kontext sowie eine differenzierte Unterrichtsgestaltung notwendig sind.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die den aktuellen Forschungsstand auf Basis von Entwicklungsmodellen und empirischen Studien (u.a. Längsschnitt- und Trainingsstudien) kritisch reflektiert.
Der Hauptteil analysiert theoretische Positionen zum Schriftspracherwerb, diskutiert Definitionen der phonologischen Bewusstheit und überprüft kritisch empirische Belege für deren Rolle bei der LRS-Prävention.
Die wichtigsten Begriffe sind Phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, LRS-Prävention, Frühdiagnostik und didaktische Unterrichtsgestaltung.
Die Arbeit weist darauf hin, dass das BISC neben phonologischen Aspekten auch andere Faktoren erfasst und Ergebnisse der LOGIK-Studie nahelegen, dass die Prognosekraft teilweise durch Kontextbedingungen beeinflusst wird, statt nur die inhaltliche phonologische Kompetenz abzubilden.
Das freie Schreiben ermöglicht Schülern, in authentischen Situationen eigene Hypothesen über Schrift zu entwickeln, was die Motivation fördert und als Anker für das Verständnis von Phonem-Graphem-Beziehungen dient, auch wenn Teilfertigkeiten noch nicht isoliert trainiert wurden.
Der Autor erkennt den Wert von Trainings wie "Hören, lauschen, lernen" an, warnt jedoch davor, diese isoliert vom Schriftspracherwerb einzusetzen und betont, dass individuelle Lernvoraussetzungen stets den Vorrang vor schematischen Förderprogrammen haben sollten.
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