Bachelorarbeit, 2019
89 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2. Allgemeine Grundlagen und Definitionen
2.1 Ursprung und historische Einordnung
2.2 Consumption
2.3 Collaborative Consumption
2.4 Modetrend
2.5 Paradigmen
2.6 Generationen Y und Z
3. Theoretische Auseinandersetzung mit den Zukunftsperspektiven der Collaborative Consumption
4. Gründe für die Entstehung einer Sharing Economy
4.1 Gesellschaftlicher Wandel unter dem Einfluss der Generationen Y und Z
4.2 Digitalisierung sowie technologischer Wandel
4.3 Nutzertypen
4.4 Nutzungsmotive
4.5 Geschäftsmodelle und Angebote
4.5.1 Gewinnerzielungsabsicht
4.5.2 Soziales Sharing
5. Fördernde und hemmende Faktoren
5.1 Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit
5.2 Wachstum sowie neue Eintrittschancen in den Arbeitsmarkt
5.3 Rechtliche Hintergründe
5.4 Verdrängungseffekte
5.5 Informationsasymmetrien
6. Empirischer Zugang
6.1 Methodenwahl, Auswahl der Befragten sowie Ablauf der Befragung
6.2 Deskriptive Erkenntnisse
7. Kritische Analyse der Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage
8. Fazit und Ausblick
Anhang
Anhang 1 - Fragebogen
Anhang 2 - Zuordnung der Nutzertypen zu den Antwortmöglichkeiten der Frage 27
Diese Arbeit untersucht, ob die "Collaborative Consumption" (Sharing Economy) einen temporären Modetrend darstellt oder einen nachhaltigen Paradigmenwechsel in der deutschen Wirtschaft einläutet. Im Fokus steht dabei die Analyse fördernder und hemmender Faktoren sowie eine empirische Befragung der Generationen Y und Z hinsichtlich ihrer Einstellung und künftigen Partizipation an Sharing-Angeboten.
2.1 Ursprung und historische Einordnung
Die Idee des Teilens ist keine innovative Erfindung, die die Neuzeit hervorgebracht hat. Unzählige Naturvölker leben bis heute unter der Prämisse: „Meins, deins, unser“ und sichern damit ihr tägliches Überleben und das Bestehen ganzer Stämme.
Die ersten wirtschaftlich signifikanten Auseinandersetzungen mit dem Nutzungskonzept „Teilen statt Besitzen“ erfolgten bereits in den 1980er und 90er Jahren und damit lange vor den ersten Unternehmensgründungen, die den Schwerpunkt auf Sharing-Angebote setzten. Einen Vorreiter stellt der Harvard-Ökonom Weitzman dar, der bereits 1984 sein Werk „The Share Economy“ veröffentlichte. Entgegen dem heutigen Begriffsverständnis betrachtete Weitzman die Beteiligung von Arbeitnehmern am Unternehmensgewinn als „Share Economy“. Dieser zusätzliche, aber nach Weitzmann notwendige Teil der Entlohnung soll dem Aufkommen von Arbeitslosigkeit und Stagflation entgegenwirken. Stahel dagegen näherte sich 1994 der heute verbreiteten Auffassung über die Sharing Economy an. Er beschrieb in seinem Werk eine „utilization-focused service economy“, die sogenannte nutzungsorientierte Ökonomie. Zwei Jahre später fand die Thematik bereits Widerhall in der Wirtschaft. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hinterfragte die Zukunftsaussichten des Sharings mittels der Studie „Nutzen statt Besitzen: Mieten, Teilen, Leihen von Gütern – ein Zukunftsmodell?“ Es folgten verschiedene Konzeptstudien, die primär Beiträge zur Ressourcenschonung darstellten, wie Behrendt mit seinen Ausführungen zu „nutzungsbezogenen Dienstleistungen“ oder Hirschl et al. mit Forschungsansätzen zu „neuen Nutzungskonzepten.“
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und des methodischen Vorgehens der Arbeit im Kontext der Sharing Economy.
2. Allgemeine Grundlagen und Definitionen: Historische Einordnung des Teilens sowie Definition der zentralen Begriffe wie Collaborative Consumption, Trend und Generationen.
3. Theoretische Auseinandersetzung mit den Zukunftsperspektiven der Collaborative Consumption: Gegenüberstellung positiver und kritischer Forschungssichten auf die Zukunftsfähigkeit der Sharing-Bewegung.
4. Gründe für die Entstehung einer Sharing Economy: Analyse soziokultureller und technologischer Treiber sowie Vorstellung verschiedener Nutzertypen und Geschäftsmodelle.
5. Fördernde und hemmende Faktoren: Detaillierte Untersuchung von Nachhaltigkeitsaspekten, Arbeitsmarktchancen, rechtlichen Hürden, Wettbewerb und Informationsasymmetrien.
6. Empirischer Zugang: Erläuterung der quantitativen Befragungsmethodik sowie Präsentation der deskriptiven Daten zur Zielgruppe.
7. Kritische Analyse der Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage: Auswertung der Umfrageergebnisse zur Beantwortung der Ausgangsfrage über den Charakter der Collaborative Consumption.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung des Paradigmenwechsels und Ausblick auf zukünftige regulatorische sowie gesellschaftliche Entwicklungen.
Collaborative Consumption, Sharing Economy, Nachhaltigkeit, Generation Y, Generation Z, Digitalisierung, Peer-to-Peer, Nutzertypen, Geschäftsmodelle, Plattformökonomie, Ressourcenschutz, Verdrängungseffekte, Informationsasymmetrien, Konsumverhalten, Zukunftsprognose
Die Arbeit untersucht, ob die Sharing Economy bzw. Collaborative Consumption lediglich einen temporären Modetrend darstellt oder einen dauerhaften Paradigmenwechsel im Konsumverhalten und in der Wirtschaft einleitet.
Die Thesis beleuchtet den Einfluss der Generationen Y und Z, die Rolle der Digitalisierung, verschiedene Geschäftsmodelle, ökologische Nachhaltigkeit sowie rechtliche und wettbewerbsorientierte Hürden.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage nach der Zukunft der Collaborative Consumption in Deutschland unter Berücksichtigung fördernder und hemmender Faktoren.
Die Autorin nutzt einen zweigeteilten Ansatz: eine theoretische Literaturanalyse kombiniert mit einer quantitativen Online-Primärerhebung unter Angehörigen der Generationen Y und Z.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Konzepte, die Analyse von Treibern der Sharing Economy (z.B. Digitalisierung) und die differenzierte Betrachtung von Faktoren, die den Markterfolg beeinflussen (z.B. rechtliche Rahmenbedingungen).
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Collaborative Consumption, Nachhaltigkeit, Generationen Y und Z, Plattformökonomie und Informationsasymmetrien.
Es erfolgt eine Differenzierung in kommerzielle Modelle mit Gewinnerzielungsabsicht (z.B. Airbnb) und soziale, nicht-kommerzielle Angebote (z.B. Foodsharing), basierend auf dem Kriterium der Entgeltlichkeit.
Die Generationen Y und Z werden aufgrund ihrer Technikaffinität und ihres Interesses an Nachhaltigkeit als besonders relevante Zielgruppen für die Akzeptanz und Zukunft der Sharing-Angebote analysiert.
Thematisiert werden unter anderem steuerliche Aspekte, fehlende arbeitsschutzrechtliche Absicherungen für Anbieter sowie Probleme durch Zweckentfremdung von Wohnraum in Großstädten.
Aufgrund der virtuellen Distanz zwischen Transaktionspartnern fungieren Bewertungssysteme und Verifizierungsmechanismen als zentrale Instrumente, um Informationsasymmetrien abzubauen und das notwendige Vertrauen zu schaffen.
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