Bachelorarbeit, 2019
69 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Grundlegendes – Ein Überblick über den Bankensektor
2.1. Begriffsabgrenzungen und Definitionen
2.1.1. Charakteristika und Unterscheidungsmerkmale von Banken
2.1.2. Charakterisierung von Zusammenschlüssen im Bankwesen
2.2. Konsolidierung der Bankenbranche am Beispiel der EU
2.2.1. Strukturelle Ursachen
2.2.2. Shareholder Value als zentraler Treiber
3. Bankentransaktionen als Untersuchungsgegenstand
3.1. M&A- im Bankensektor – Eine Übersicht der empirischen Literatur
3.2. Von der Theorie zur Empirie – Motive für M&A im Bankensektor
3.2.1. Klassifizierung und Systematisierung der Motivhypothesen
3.2.2. Wertsteigernde Motive und ihre empirische Evidenz
3.2.2.1. Effizienz- und Synergie-Hypothese
3.2.2.2. Diversifikations-Hypothese
3.2.2.3. Marktmacht-Hypothese
3.2.2.4. Spekulationen als Motiv für M&A-Transaktionen
3.2.3. Nicht-wertsteigernde Motive und ihre empirische Evidenz
3.2.3.1. Hubris-Hypothese
3.2.3.2. Agency-Hypothesen
3.2.4. Nachahmer-Effekt – Herdentrieb als unbewusstes Motiv
3.2.5. Strategische Motive
3.3. Erfolgsforschung über M&A-Transaktionen in der Bankenindustrie
3.4. Verwendete methodische Ansätze
3.4.1. Kapitalmarktorientierte Ereignisstudien
3.4.2. Dynamische Effizienzstudien
3.4.3. Performancestudien
4. Ergebnisse der bankenbezogenen M&A-Erfolgsforschung
4.1. Ergebnisse der Ereignisstudien
4.2. Ergebnisse der dynamischen Effizienzstudien
4.3. Ergebnisse der Performancestudien
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine kritische Analyse der empirischen Literatur zu Mergers & Acquisitions (M&A) im Bankensektor zu erstellen und dabei vorliegende Erkenntnisse systematisch aufzuarbeiten, um einen detailreichen Überblick über dieses facettenreiche Themenfeld zu geben.
3.2.3.1. Hubris-Hypothese
Die Hubris-Hypothese (dt. Hybris) wurde von Roll (1986) formuliert und beruht auf der Annahme strenger Informationseffizienz des Kapitalmarktes. Sie besagt, dass – trotz der korrekten Marktbewertung von Targets – Manager akquirierender Unternehmen glauben, durch ihre eigenen Fähigkeiten zusätzlichen Wert aus einem Kaufobjekt generieren zu können. Die Selbstüberschätzung (engl. Hubris) wird wesentlich durch die bisherige Performance eines Bankmanagers, seine Wertschätzung der bzw. durch die Medien, seine Erfahrung und seine Selbsteinschätzung bestimmt. Die Konsequenzen der Hubris-Hypothese sind i.Allg. die Zahlung einer überhöhten Transaktionsprämie, die Steigerung des Marktwertes des Targets und ein deutlicher Marktverlust für den Käufer. Im Zusammenhang mit der Hubris-Hypothese wird auch die Winners’s-Curse Hypothese genannt. Dieser z.T. empirisch beobachtete Zusammenhang, dass Käufer, die einen kompetitiven Kaufwettbewerb gewinnen, den Wert eines Targets oftmals bei weitem überschätzen, kann eine mögliche Begründung für die Wertvernichtung infolge von Bankentransaktionen sein. Roll selbst sowie andere empirische Untersuchungen sehen diese Theorie kritisch.
1. Einleitung: Beschreibt den aktuellen Umbruch des Bankensektors, die Relevanz von M&A als Wachstumsstrategie trotz häufiger Misserfolge und definiert das Ziel der Arbeit, die empirische Literatur hierzu kritisch zu analysieren.
2. Grundlegendes – Ein Überblick über den Bankensektor: Erarbeitet ein grundlegendes Verständnis über Banken, definiert M&A-Transaktionen und beleuchtet die strukturellen Ursachen sowie Treiber der Branchenkonsolidierung in der EU.
3. Bankentransaktionen als Untersuchungsgegenstand: Systematisiert und klassifiziert verschiedene Motivhypothesen (wertsteigernd vs. nicht-wertsteigernd) für Bankentransaktionen und erläutert die methodischen Ansätze zur Erfolgsmessung.
4. Ergebnisse der bankenbezogenen M&A-Erfolgsforschung: Präsentiert die empirischen Befunde aus verschiedenen Studien, diskutiert diese im Hinblick auf die untersuchten Methoden und bewertet den Erfolg von M&A in der Bankenindustrie.
5. Fazit und Ausblick: Resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über die Motive und Erfolge von Bankentransaktionen und gibt einen Ausblick auf den Forschungsbedarf im Kontext des Markteintritts von Technologiefirmen.
Mergers & Acquisitions, Bankensektor, Bankenkonsolidierung, Shareholder Value, Motivhypothesen, Synergieeffekte, Effizienzsteigerung, Marktmacht, Ereignisstudien, Erfolgsforschung, Diversifikation, Hubris-Hypothese, Agency-Hypothesen, Bankenmanagement, Finanzkrise
Die Arbeit analysiert kritisch die existierende empirische Literatur zum Thema M&A im Bankensektor und arbeitet Erkenntnisse systematisch auf.
Die Arbeit behandelt die Motive für Bankenzusammenschlüsse, die strukturellen Determinanten der Branchenkonsolidierung und die empirische Erfolgsforschung bei Bankentransaktionen.
Das Ziel ist die systematische Erarbeitung eines Überblicks über bisherige Erkenntnisse zu M&A im Bankensektor, um Unterschiede, gegenläufige Aspekte und kritische Argumente herauszuarbeiten.
Die Arbeit nutzt einen literaturanalytischen Ansatz und betrachtet verschiedene empirische methodische Ansätze wie Ereignisstudien, dynamische Effizienzstudien und Performancestudien.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung und Klassifizierung von Motivhypothesen sowie die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse zur Erfolgsforschung im Bankensektor.
Wichtige Begriffe sind unter anderem M&A, Bankenkonsolidierung, Shareholder Value, Effizienzsteigerung, Marktmacht, Hubris-Hypothese und Agency-Hypothesen.
Das Empire-Building beschreibt das Streben von Managern nach Unternehmensgröße zur eigenen Nutzenmaximierung, oft auf Kosten der Aktionäre und entgegen ökonomischer Sinnhaftigkeit.
Die Digitalisierung gilt als fundamentaler Treiber, der Banken zu M&A motiviert, um durch Skaleneffekte Fixkosten zu verteilen und fehlendes technologisches Know-how durch Zukäufe zu gewinnen.
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