Masterarbeit, 2019
126 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlage
2.1 E-Learning
2.2 Das Format MOOC
2.3 Mediendidaktisches Design der Lernumgebung
2.4 Konzeption des WebDaysMOOCs
2.5 Dimensionen von Medienkompetenz
2.6 Jugendliche und das Thema Datenschutz
2.7 Lerntheoretische Grundlagen
2.8 Subjektwissenschaftliche Betrachtung von Lernprozessen
2.9 Definition des Qualitätsverständnis
2.10 Forschungsstand
3 Empirische Untersuchung
3.1 Triangulation als Leitkonzept
3.2 Quantitative Erhebung
3.2.1 Der Online-Fragebogen
3.3 Ergebnisse
3.4 Qualitative Erhebung
3.4.1 Befragung von Jugendlichen
3.4.2 Konstruktion des problemzentrierten Interviews
3.4.3 Sampling
3.4.4 Auswertungsschritte
3.5 Ergebnisse
3.5.1 Mediennutzung
3.5.2 Lerngewohnheiten
3.5.3 Lernmotive und Erwartungen an den WebDaysMOOC
3.5.4 Vorwissen zum Kursthema
3.5.5 Einstellung zum Kursthema
3.5.6 Medienkritik
3.5.7 Qualitätsanforderungen an den MOOC
3.5.8 Lernkontext
3.5.9 Aufbau und Struktur
3.5.10 Praktische Elemente
3.5.11 Rezeptive Elemente
3.5.12 Interaktive Elemente
4 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick
4.1 Reflexion der Methodologie
4.2 Die Gewohnheiten als Lernvoraussetzung und Bewertungsgrundlage
4.3 Qualitätsanforderungen der Jugendlichen
Diese Arbeit untersucht, wie Jugendliche das MOOC-Format bewerten und welche spezifischen Qualitätskriterien für diese Zielgruppe in einem multimedialen Lernsetting entscheidend sind. Das Ziel besteht darin, Anforderungen der Jugendlichen an das Lernarrangement zu identifizieren und als Grundlage für die Konzeption künftiger, zielgruppengerechter Bildungsangebote zu nutzen.
2.2 Das Format MOOC
Das Format MOOC als solches ist noch ein recht junges Konzept, welches erstmals 2008 in der Essay-Reihe „Connectivism and connective Knowledge“ von Stephen Downes und George Siemens (ebd. 2012: 495 ff.) erwähnt und vorgestellt wurde und aus der Idee heraus entstand, auch „outsiders“ (ebd.: 503) Zugang zu Kursinhalten von Universitäten zu geben. Daraufhin entwickelte sich ein rascher Zuwachs einzelner MOOC-Plattformen in den USA. In Deutschland wurde diese Form von Online-Kurs erstmals Ende 2012 an einigen Universitäten angeboten (vgl. Schulmeister 2013: 7). Daher ist der MOOC hierzulande ein relativ neues Bildungsformat, welches bisher nahezu ausschließlich im Hochschulkontext vor allem vor dem Hintergrund der Chancen- und Bildungsgerechtigkeit Verwendung fand. Denn MOOCs sind in dreierlei Hinsicht ,offen‘: Sie sind auf eine hohe Anzahl an Teilnehmenden ausgelegt, sie sind bisher (meist) kostenlos und sie erfordern in der Regel keine speziellen Zugangsvoraussetzungen im Sinne von bestimmten Abschlüssen oder Vorwissen.
Massive Open Online Courses sind plattformenbasierte, digitale Lernumgebungen, die sich durch eine Reihe spezifischer Merkmale auszeichnen, die weit über die bloße multimediale Aufbereitung einer Vorlesung hinausgehen. Die zentralen Merkmale eines MOOCs, die im Fokus des Konzepts stehen, sind zum einen der hohe Strukturierungsgrad, der der Lernumgebung eine offene und übersichtliche Infrastruktur zur Orientierung geben und zum anderen zentrale und dezentrale Orte zum Austausch, durch die aktive Formen von Partizipation hervorgerufen werden sollen (vgl. Robes 2013: 3ff.). In seinem Aufbau ist ein MOOC demnach klassischerweise auf einer zentralen Plattform organisiert und durch eine feste Agenda mit Start- und Endpunkt strukturiert. Die Kursthemen wechseln im Wochenrhythmus, stellen die verschiedenen Lerneinheiten dar und werden u.a. in Form von interaktiven Videos im Tutorial-Charakter, organisierten Live-Konferenzen, Multiple-Choice-Übungen, Zusatzinformationen durch Texte oder weiterführenden Internetressourcen aufbereitet. Die starke Betonung liegt vor allem auf dem Grundprinzip der Partizipation und der „kollaborativen Wissenserzeugung“ (Bischof/von Stuckrad 2013: 20), die durch dezentrale Orte wie Foren oder soziale Medien angeregt werden soll.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung digitaler Lernangebote für Jugendliche ein und formuliert die Forschungsfrage zur Bewertung des MOOC-Formats sowie relevanter Qualitätskriterien.
2 Theoretische Grundlage: Dieses Kapitel definiert E-Learning und das MOOC-Format, diskutiert mediendidaktische Prinzipien, Medienkompetenz und Lerntheorien sowie den Forschungsstand.
3 Empirische Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen mittels Methoden-Triangulation (quantitativ und qualitativ) dargelegt und die Ergebnisse zur Mediennutzung, Lernmotivation und Qualitätsanforderungen der Jugendlichen präsentiert.
4 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick: Die Ergebnisse werden mit dem theoretischen Rahmen verknüpft, methodisch reflektiert und Anknüpfungspunkte für zukünftige Konzeptionen und Forschungsvorhaben aufgezeigt.
MOOC, E-Learning, Medienkompetenz, Jugendliche, Datenschutz, Didaktisches Design, Lernarrangement, Mediennutzung, Qualitative Erhebung, Quantitative Befragung, digitale Selbstbestimmung, Triangulation, Lernmotivation, Online-Kurs, Medienpädagogik
Die Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie Jugendliche das Format "Massive Open Online Course" (MOOC) bewerten und welche Faktoren für sie als Qualitätskriterien in einer digitalen Lernumgebung ausschlaggebend sind.
Im Zentrum stehen die Medienkompetenz von Jugendlichen, ihr Umgang mit Datenschutzthemen im Netz sowie die Gestaltung von E-Learning-Umgebungen, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie bewerten Jugendliche das Format MOOC und welche Faktoren sind dabei von Bedeutung bzw. welche Qualitätskriterien sind in der Auseinandersetzung mit der Bildungsressource ausschlaggebend?
Die Autorin nutzt eine Methoden-Triangulation. Zunächst wurde eine quantitative Online-Umfrage durchgeführt, die durch eine qualitative Teilstudie mit problemzentrierten Leitfadeninterviews ergänzt wurde, um tiefere Einblicke zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, in denen Begriffe wie E-Learning, MOOCs und Medienkompetenz erörtert werden, und eine ausführliche empirische Untersuchung, die das Mediennutzungsverhalten, die Lernmotive und konkrete Bewertungsergebnisse der Jugendlichen analysiert.
Wichtige Begriffe sind MOOC, Medienkompetenz, Jugendliche, Datenschutz, Didaktik, Online-Lernen und subjektive Qualitätskriterien.
Die Jugendlichen bevorzugen in den Lernvideos Akteure, die ihrem Alter nahestehen, da sie eine stärkere Verbindung zu Gleichaltrigen aufbauen können. Dies fördert die Glaubwürdigkeit der Inhalte und den Wissenstransfer.
Überraschenderweise bewerten die Jugendlichen rezeptive Elemente, wie Videos, insgesamt positiver als die oft als "störend" empfundenen, interaktiven Frageneinschübe, die den Spielfluss unterbrechen können.
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