Fachbuch, 2020
73 Seiten
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Gegenwärtiger Kenntnisstand
2.1 Krankheit und Gesundheit
2.2 Das salutogenetische Modell von Gesundheit
2.3 Gesundheits-Krankheits-Kontinuum
2.4 Risiko- und Schutzfaktoren
2.5 Der Kohärenzsinn
3 Arbeitsanforderungen im Setting Pflege
4 Methodik des Reviews
4.1 Definition eines systematischen Reviews
4.2 Datenbankrecherche
4.3 Selektionskriterien
5 Ergebnisse
5.1 Methodische Aspekte der Studien
5.2 Inhaltliche Aspekte der Studien
6 Diskussion
6.1 Methodik des Reviews
6.2 Ergebnisdiskussion
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den psychischen Arbeitsbedingungen von Pflegekräften und deren Kohärenzsinn, um Defizite aufzuzeigen, die negative gesundheitliche Auswirkungen nach sich ziehen. Ziel ist es, den Kohärenzsinn als Ansatzpunkt für die Stärkung von Schutzfaktoren am Arbeitsplatz zu identifizieren.
2.5.1.1 Gefühl von Verstehbarkeit:
Diese Komponente geht auf die Beschreibung ein, welche „die Erwartung beziehungsweise die Fähigkeit von Menschen, Stimuli als geordnete, konsistente, strukturierte Informationen verarbeiten zu können“ (Bengel, Strittmatter, Willmann, 2009, S.29) thematisiert. Sie schließt die Konfrontation mit Reizen, die chaotisch, willkürlich, zufällig und unerklärlich sind somit aus. Menschen mit einem hohen Maß an Verstehbarkeit sind sich der Vorhersagbarkeit von Stimuli bewusst. In diesem Sinne folgt dem zufälligen oder überraschenden Auftreten von Reizen die Fähigkeit, diese entsprechend einordnen zu können (Bengel, Strittmatter, Willmann, 2009, S.29). Das Eintreten eines Ereignisses wird folglich akzeptiert und ermöglicht eine Erklärung dessen. Dies zieht jedoch nicht die Schlussfolgerung nach sich, dass das Einstehen solcher Stimuli erwünscht ist (Antonovsky, 1997, S. 34). Verstehbarkeit ist demnach mit der Bezeichnung eines kognitiven Verarbeitungsmusters gleichzusetzten (Bengel, Strittmatter, Willmann, 2009, S.29).
Problemstellung und Zielsetzung: Dieses Kapitel erläutert die demografische Entwicklung und den wachsenden Druck auf die pflegerische Versorgung in Deutschland als Ausgangspunkt für die Forschungsfrage.
Gegenwärtiger Kenntnisstand: Es werden die theoretischen Grundlagen wie das salutogenetische Modell, das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum und das Konzept des Kohärenzsinns sowie verwandte psychologische Schutzfaktoren definiert.
Arbeitsanforderungen im Setting Pflege: Dieser Teil beschreibt die realen Belastungsfaktoren im Pflegealltag, darunter Schichtarbeit, Zeitdruck und körperliche Anforderungen sowie deren Einfluss auf die psychische Gesundheit.
Methodik des Reviews: Hier werden der systematische Suchprozess in Datenbanken sowie die definierten Ein- und Ausschlusskriterien für die Auswahl der fünf untersuchten Studien dargelegt.
Ergebnisse: Das Kapitel liefert eine detaillierte Zusammenfassung der methodischen Aspekte und der inhaltlichen Ergebnisse der eingeschlossenen Studien hinsichtlich Burnout, Zufriedenheit und Fluktuation.
Diskussion: Hier erfolgt die kritische Reflexion der Methodik sowie die Interpretation der Ergebnisse unter Einbeziehung des theoretischen Konzepts des Kohärenzsinns.
Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, den Kohärenzsinn als präventiven Ansatz in der Pflege zu stärken.
Kohärenzsinn, Salutogenese, Pflege, Arbeitsbedingungen, Burnout, Stressoren, Gesundheitsressourcen, Arbeitsbelastung, psychische Gesundheit, Arbeitsumgebung, Coping, Personalausstattung, Führung, Widerstandsfähigkeit, Arbeitssituation.
Die Arbeit befasst sich mit der Belastungssituation von Pflegekräften und der Frage, wie der salutogenetische Kohärenzsinn helfen kann, gesundheitliche Risiken durch bessere psychische Arbeitsbedingungen zu minimieren.
Die zentralen Themenfelder umfassen den demografischen Wandel, die Auswirkungen des Arbeitsumfelds auf die Mitarbeiter, Burnout-Prävention und die Förderung psychischer Ressourcen.
Das primäre Ziel ist es, durch eine systematische Übersichtsarbeit zu zeigen, wie Arbeitsbedingungen den Kohärenzsinn von Pflegekräften beeinflussen und welche Bedeutung die Stärkung von Schutzfaktoren für die Gesundheit hat.
Die Autorin hat ein systematisches Review (Sekundärforschung) durchgeführt, bei dem einschlägige wissenschaftliche Studien aus den letzten Jahren identifiziert, analysiert und kritisch bewertet wurden.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Salutogenese, die aktuelle Arbeitssituation in der Pflege sowie eine detaillierte Analyse und Diskussion von fünf ausgewählten internationalen Studien.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Kohärenzsinn, Salutogenese, psychische Arbeitsbedingungen in der Pflege und Burnout-Prävention beschreiben.
Ein ausgeprägter Kohärenzsinn ermöglicht es Pflegekräften, Belastungen als handhabbar und sinnvoll zu begreifen, wodurch die Resilienz gegenüber hohen Anforderungen und emotionaler Erschöpfung gestärkt wird.
Das Management spielt eine Schlüsselrolle, da durch eine angemessene Personalausstattung, gute Führung und eine positive Arbeitsatmosphäre signifikante Entlastungen erreicht werden können, die Burnout-Risiken senken.
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