Bachelorarbeit, 2016
86 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Währungen und Wechselkurse – Fachtermini und ökonomische Erklärungsansätze
2.1 Ökonomische Theorieansätze zur Determinierung von Wechselkursdifferenzen
2.1.1 Das Mundell-Fleming-Modell
2.1.2 Der Wechselkurs unter Beachtung der Zinsparitätsbedingung
2.1.3 Der Wechselkurs unter Beachtung der Kaufkraftparitätsbedingung
2.1.4 Der Wechselkurs und die lange Frist
2.2 Konkretisierung des Währungsrisikos
2.3 Zusammenfassung der Erkenntnisse der monetären Außenhandelstheorie zu Wechselkursänderungen
3. Der Devisenmarkt: Struktur und Teilnehmer
3.1 Finanzinstrumente der Währungssicherung
3.2 Risiken der Nutzung von Währungssicherungsinstrumenten
3.3 Zusammenfassung der Erkenntnisse des Dritten Kapitels
4. Darstellung der zu verknüpfenden Forschungsfelder
4.1 Internationale Portfoliodiversifikation im Kontext der Währungssicherung
4.2 Empirische Forschungsansätze zur Bestimmung der Transaktionskosten für Kapitalmarkttransaktionen
5. Transaktionskosten der Währungssicherung in UCITS-Fonds
5.1 Herleitung des Quantifizierungsmaßstabs
5.2 Daten und Konstruktion der Grundgesamtheit
5.3 Ergebnisvorstellung der empirischen Auswertung
5.4 Allgemeine Einflussfaktoren der Operationalisierung
5.5 Spezifische Einflussfaktoren der Operationalisierung
5.6 Schlussfolgerungen der empirischen Befunde
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen empirischen Quantifizierungsansatz zu entwickeln und zu überprüfen, der es Anlegern ermöglicht, die Kosten der Währungssicherung in UCITS-Fonds auf Basis von Tagesrenditen zu approximieren, um die Effizienz der Umsetzung durch Verwaltungsgesellschaften transparent zu machen.
2.2 Konkretisierung des Währungsrisikos
Durch die Darstellung der gängigen Theorieansätze zur Erklärung von Wechselkursfluktuationen und gemäß der vorgestellten empirischen Evidenz sollte verdeutlicht werden, dass das bereits in der Einführung erwähnte Währungsrisiko ein reales Problem für die Marktteilnehmer des internationalen Wirtschaftskreislaufs darstellt.
Es erscheint jedoch lohnenswert, das Risiko in seine Komponenten zu zerlegen, um ein besseres praktisches Verständnis des Risikos als Ganzes zu erhalten. Die Darstellung orientiert sich an der Konkretisierung des Wechselkursrisikos nach Stocker, der eine betriebswirtschaftliche Perspektive wählt.
Er differenziert dabei zwischen drei Teilrisiken, die unter dem Begriff Wechselkursrisiko subsumiert werden können:
1. Transaktionsrisiko: Dieses Risiko wird als das unmittelbare Risiko definiert, das aus einer bestehenden Forderung oder Verbindlichkeit, die in einer fremden Währung denominiert ist, resultiert.
2. Operationsrisiko: Dieses Risiko entsteht durch die bloße Aufnahme einer wie auch immer gerichteten Tätigkeit in einem fremden Währungsraum. Konkret wird dabei auf die zukünftige unsichere Entwicklung des Wechselkurses abgestellt.
3. Bilanzrisiko: Dieses Risiko wird als Ergebnis der Tatsache gesehen, dass Bilanzpositionen, die in einer fremden Währung denominiert sind, zu Bilanzstichtagen in die Heimatwährung konvertiert werden müssen, woraus vor allem durch hohe Fluktuationen des Wechselkurses oder gar durch eine Abwertung der Auslandswährung negative Vermögenseffekte resultieren können.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der Vermögensverwaltung bei historisch niedrigem Zinsniveau ein und motiviert die Untersuchung von Währungssicherungskosten in UCITS-Fonds.
2. Währungen und Wechselkurse – Fachtermini und ökonomische Erklärungsansätze: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe, stellt ökonomische Theorien wie das Mundell-Fleming-Modell sowie Zinsparitäts- und Kaufkraftparitätsbedingungen vor und analysiert Währungsrisiken.
3. Der Devisenmarkt: Struktur und Teilnehmer: Hier werden die Struktur und die Teilnehmer des Devisenmarktes beleuchtet, die relevanten Instrumente zur Absicherung erläutert und die damit verbundenen Risiken diskutiert.
4. Darstellung der zu verknüpfenden Forschungsfelder: Dieses Kapitel verknüpft die Portfoliodiversifikation mit den empirischen Ansätzen zur Bestimmung von Transaktionskosten, um den aktuellen Forschungsstand zu umreißen.
5. Transaktionskosten der Währungssicherung in UCITS-Fonds: Der Hauptteil stellt einen neuen Quantifizierungsansatz vor, wendet diesen auf eine empirische Grundgesamtheit von UCITS-Fonds an und analysiert Einflussfaktoren auf die Kosten.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Abschnitt fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet den Forschungsbeitrag und diskutiert zukünftige Forschungsfragen.
Währungssicherung, UCITS-Fonds, Transaktionskosten, Wechselkursrisiko, Performanceanalyse, Tracking Error, Anteilsklassen, Devisenmarkt, Portfoliodiversifikation, Finanzinstrumente, Währungsabsicherung, Renditedifferenz, Risikomanagement, Investmentfonds, Operationalisierung.
Die Arbeit analysiert die Effizienz und die Kosten von Währungssicherungsstrategien, die in UCITS-Fonds zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bei Anteilsklassen eingesetzt werden.
Die zentralen Themen umfassen Devisenmarkttheorie, Währungsrisikomanagement, internationale Portfoliodiversifikation und die empirische Messung von Transaktionskosten bei Investmentfonds.
Das primäre Ziel ist die Vorstellung und empirische Überprüfung eines neuen Quantifizierungsansatzes, der es ermöglicht, auf Basis von Tagesrenditen die Kosten der Währungssicherung in UCITS-Fonds zu approximieren.
Es wird ein Benchmarking-Ansatz angewendet, der die Renditedifferenzen zwischen einer ungesicherten und einer währungsgesicherten Anteilsklasse desselben Oberfonds nutzt. Zur Kostenquantifizierung wird der "Tracking Error" herangezogen.
Im Hauptteil (Kapitel 5) wird der Quantifizierungsansatz hergeleitet, die Grundgesamtheit aus 76 Oberfonds definiert, die empirischen Ergebnisse präsentiert und der Einfluss verschiedener Faktoren wie Pooling-Strategien und Laufzeiten auf die Kosten diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Währungssicherung, UCITS, Transaktionskosten, Tracking Error, Anteilsklassen und Renditedifferenz.
Der Ansatz verzichtet auf die Untersuchung konkreter Transaktionsanzahlen oder einzelner Gebühren. Stattdessen betrachtet er die Differenz in der Wertentwicklung (Rendite) von Anteilsklassen als kumuliertes Kostenmaß, was die Intransparenz der internen Fondskosten umgeht.
Diese Klassen sind das zentrale Analyseobjekt, da sie durch das Zusatzkürzel "H" explizit Währungsabsicherung versprechen. Ihr Vergleich mit ansonsten identischen ungesicherten Klassen ermöglicht die Isolation der Währungssicherungskosten.
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