Bachelorarbeit, 2019
39 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Die SPD als Volkspartei
2.1 Kriterien einer Volkspartei
2.2 Kriterien angewandt auf die SPD
3. Allgemeine Ursachen der Wahlverluste
3.1 Gesellschaftlicher Wandel
3.2 Kritik am Parteiensystem
3.3 Globalisierungsängste
4. SPD-spezifische Ursachen
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob die SPD unter Berücksichtigung theoretischer Modelle noch den Status einer Volkspartei erfüllt, und analysiert die Ursachen für ihre signifikanten Wahlverluste seit 2005 durch eine Gegenüberstellung allgemeiner gesellschaftlicher Trends und spezifischer parteiinterner Entwicklungen.
1. Einleitung
Spätestens seit der Bundestagswahl 2005 stecken die deutschen Volksparteien in einer Krise. Kamen die großen Volksparteien CDU/CSU und SPD seit 1957 jeweils stets über 30 Prozent der Zweitstimmenanteile, so ist spätestens seit dem Wahljahr 2005 ein eklatanter Abwärtstrend der Wählerstimmen zu erkennen, den die SPD in besonders hohem Maße trifft. In den Siebziger Jahren konnten die Union und die SPD zusammengerechnet noch über 90 Prozent der Wählerschaft für sich gewinnen.
Es stellt sich die Frage, wieso die einstige Massenpartei SPD, die im Jahr 1972 ihren Höhepunkt der Stimmanteile mit 45,8 Prozent erreichte, im Wahljahr 2017 lediglich 20,5 Prozent der Wählerschaft davon überzeugen konnte, sie zu wählen und aktuelle Bundesumfragen die Partei sogar bei nur rund 15 Prozent sehen.
Im Folgenden wird untersucht, ob die SPD noch eine Volkspartei im theoretischen Kontext ist und welche Ursachen die neuerlichen Wahlverluste haben.
Fraglich ist, ob die Gründe der Verluste eher in einem generellen gesellschaftspolitischen Wandel zu finden sind, denn auch in anderen Ländern Europas verlieren die sozialdemokratischen und europafreundlichen Parteien immer mehr an Zuspruch oder ob die SPD eine wesentliche Mitverantwortung für den markanten Rückgang an Wählerstimmen für ihre Partei trägt.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den krisenhaften Abwärtstrend der großen Volksparteien in Deutschland seit 2005 und definiert die Forschungsfrage, ob die SPD noch den theoretischen Kriterien einer Volkspartei entspricht.
2. Die SPD als Volkspartei: In diesem Kapitel werden theoretische Kriterien für eine Volkspartei erarbeitet und auf die aktuelle SPD-Struktur hinsichtlich Mitgliedern, Wählern und Parlamentariern angewandt.
3. Allgemeine Ursachen der Wahlverluste: Das Kapitel beleuchtet externe Faktoren wie den gesellschaftlichen Wandel, die zunehmende Individualisierung und Kritik am Parteiensystem sowie die Rolle der Globalisierung.
4. SPD-spezifische Ursachen: Hier werden parteiinterne Gründe wie die Agenda 2010, die Auswirkungen der Großen Koalition und die Personalauswahl detailliert analysiert.
5. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die SPD die Kriterien einer Volkspartei nicht mehr vollumfänglich erfüllt und das deutsche Parteiensystem vor einem grundlegenden Umbruch steht.
SPD, Volkspartei, Wahlverluste, Agenda 2010, Große Koalition, Globalisierung, Parteiensystem, Individualisierung, Mitgliederstruktur, Politische Krise, Rechtspopulismus, Wählerstimmen, Sozialdemokratie, Parteienlandschaft, Politische Repräsentation
Die Arbeit analysiert den Bedeutungsverlust der SPD und untersucht, ob sie nach politikwissenschaftlichen Definitionen noch als Volkspartei bezeichnet werden kann.
Die zentralen Felder umfassen die soziologische Struktur von Parteien, die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels und die internen politischen Entscheidungen der SPD.
Die Kernfrage lautet, ob die SPD im theoretischen Kontext noch eine Volkspartei ist und welche Ursachen für ihren Stimmenrückgang – unterteilt in externe und interne Faktoren – ausschlaggebend sind.
Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse, wertet vorhandene Studien und Datensätze zur sozialen Struktur aus und zieht aktuelle Publikationen von Politikforschern heran.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zuerst werden theoretische Kriterien für Volksparteien definiert und auf die SPD geprüft; danach folgen Analysen allgemeiner gesellschaftlicher Ursachen sowie spezifischer parteiinterner Probleme.
Die Analyse wird vor allem durch Begriffe wie Volkspartei, Agenda 2010, Politische Krise und Parteiensystem geprägt.
Die Agenda 2010 wird als zentraler SPD-spezifischer Grund für den langanhaltenden Wählerschwund angeführt, da sie zum Vertrauensverlust beim traditionellen Kernklientel führte.
Die Autorin sieht in der "ewig" großen Koalition einen wesentlichen Faktor für die mangelnde programmatische Abgrenzung, was dazu führt, dass die Parteien für Wähler zunehmend weniger unterscheidbar werden.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die SPD die Kriterien einer Volkspartei (insbesondere das dauerhafte Wählerpotenzial von über 35 Prozent) nicht mehr erfüllt und somit aus theoretischer Sicht keine Volkspartei mehr ist.
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