Examensarbeit, 2017
59 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Stellenanzeigen im Massenmedium Zeitung
2.1 Stellenanzeigen
2.2 Forschungsstand zu Stellenanzeigen des 19. Jahrhunderts
2.3 Zur Geschichte des Massenmediums Zeitung
3. Theoretische Grundlagen zur Textanalyse
3.1 Stellenanzeigen als Text
3.2 Sprachgeschichte als Textsortengeschichte
3.2.1 Mehrdimensionales Textsortenmodell nach BRINKER
3.2.2 Stellenanzeigen als Textsorte nach BRINKER
3.2.3 Textsorten im Wandel
3.3 Korrelationsmodell zur Textsortenbeschreibung
3.3.1 Dimensionen nach Meiburg
3.3.2 Textsortenbeschreibung unter dem Einfluss optischer Aspekte
4. Analysevorüberlegungen zur Textsortenbeschreibung der Stellenanzeigen
4.1 Problemstellung
4.2 Methodisches Vorgehen
4.3 Untersuchungskorpus
5. Analyse der Textsorte Stellenanzeigen
5.1 Situationsdimension
5.1.1 Kommunikationsbereich
5.1.2 Kommunikationssituation
5.2 Sozialdimension
5.3 Sachdimension
5.3.1 Thematik einer Stellenanzeige
5.3.2 Zeitgeschichtliche Einflüsse auf Stellenanzeigen
5.4 Funktionsdimension
5.5. Strukturdimension
5.6 Optische Dimension
5.6.2 Innere optische Beschaffenheit einer Stellenanzeige
5.6.3 Äußerliche optische Abgrenzungen einer Stellenanzeige
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die diachrone Entwicklung der Textsorte Stellenanzeige im 19. Jahrhundert anhand eines Vergleichs zwischen der Stralsundischen Zeitung und dem Halleschen Tagesblatt. Dabei wird analysiert, wie sich die Textsorte im Kontext des Aufstiegs der Zeitung zum Massenmedium sowie durch sozioökonomische und technische Veränderungen gewandelt hat.
3.1 Stellenanzeigen als Text
In den Phasen der Entwicklung der Textlinguistik fand eine rege Diskussion um Definitionen des Textbegriffs auf der Grundlage unterschiedlicher Aspekte statt: grammatisch, semantisch und pragmatisch. Ausgehend von einem integrativen Textmodell nach GANSEL/JÜRGENS (2009) sollen sowohl Textfunktion als auch Textstruktur von Stellenanzeigen untersucht werden.
Ein integratives Modell entspricht dem Vorschlag ADAMZIKs, die als Lösung der textlinguistischen Diskussion eine „unterschiedliche Kombination von Teilaspekte(n) fokussiert“ (Adamzik 2004, S. 39). Der Zusammenhang zwischen Grammatik und Pragmatik eines Textes soll als Grundlage dienen, um der Zielstellung dieser Arbeit gerecht werden zu können, Textsorten in ihrem historischen Gewordensein zu untersuchen. „Ein Text ist eine in sich kohärente Einheit der sprachlichen Kommunikation mit einer erkennbaren kommunikativen Funktion und einer in spezifischer Weise organisierten Struktur.“ (Gansel/Jürgens 2009, S. 51).
Eine Stellenanzeige kann nach außen hin sowohl optisch als auch thematisch als abgegrenzt bezeichnet werden. Sie bildet damit eine in sich geschlossene Einheit, die im Regelfall durch inhaltliche Zusammenhänge verdeutlicht wird.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Aufstieg der Zeitung zum Massenmedium im 19. Jahrhundert und begründet die Relevanz der Untersuchung von Stellenanzeigen als bisher wenig erforschte Textsorte.
2. Stellenanzeigen im Massenmedium Zeitung: Dieses Kapitel behandelt die Definition der Stellenanzeige, den Forschungsstand sowie die historische Entwicklung der Zeitung im 19. Jahrhundert.
3. Theoretische Grundlagen zur Textanalyse: Hier werden textlinguistische Modelle (Brinker, Meiburg) eingeführt, um Stellenanzeigen systematisch als Textsorte erfassen und analysieren zu können.
4. Analysevorüberlegungen zur Textsortenbeschreibung der Stellenanzeigen: Das Kapitel definiert das methodische Vorgehen und die Abgrenzung des Untersuchungskorpus für den Zeitungs-Vergleich.
5. Analyse der Textsorte Stellenanzeigen: Der Hauptteil analysiert die Textsorte anhand von Situations-, Sozial-, Sach-, Funktions-, Struktur- und Optischer Dimension, um diachrone Veränderungen aufzuzeigen.
6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Entwicklung der Stellenanzeige in Abhängigkeit von Medientechnik und gesellschaftlichem Wandel.
Stellenanzeige, Textlinguistik, 19. Jahrhundert, Zeitungsgeschichte, Massenmedium, Korrelationsmodell, Textsortenwandel, Anzeigenteil, Sprachgeschichte, Stralsundische Zeitung, Hallesches Tagesblatt, Textfunktion, Strukturdimension, Wirtschaftsgeschichte, Industrialisierung.
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Textsorte Stellenanzeige im 19. Jahrhundert anhand von zwei regionalen Zeitungen.
Der Fokus liegt auf der Entwicklung der Stellenanzeige im Kontext des Aufstiegs der Zeitung zum Massenmedium und den Auswirkungen gesellschaftlicher sowie technischer Einflüsse.
Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung der Textsorte über ein Jahrhundert hinweg durch einen systematischen Vergleich aufzuzeigen.
Die Autorin nutzt das Korrelationsmodell nach Meiburg, ergänzt um textlinguistische Ansätze nach Brinker, um die Texte mehrdimensional zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Analyse-Dimensionen wie Situations-, Sozial-, Sach-, Funktions-, Struktur- und die eigens ergänzte Optische Dimension.
Zu den Kernbegriffen zählen Textsorte, 19. Jahrhundert, Massenmedium, Stellenanzeige, Zeitungsgeschichte und Korrelationsmodell.
Sie wurde ergänzt, um Veränderungen in der äußeren Form, wie Schriftart, Rahmen und Layout, als Reaktion auf wachsende Anzeigenmengen zu erfassen.
Die industrielle Revolution wird als zentraler Faktor für die Diversifizierung der Berufe und den Anstieg des Anzeigenvolumens identifiziert.
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