Bachelorarbeit, 2016
64 Seiten, Note: 1.3
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem interpersonellen Prozess der Versöhnung und untersucht sowohl die Prädiktoren als auch Interventionsansätze, die zur Förderung dieser prosozialen Konfliktreaktion beitragen können. Die Arbeit beleuchtet die enge Verflechtung von Vergebung und Versöhnung und analysiert die komplexen Interaktionen von Prädiktoren auf verschiedenen Analyseebenen, von individuellen Kognitionen bis hin zu kulturellen Einflüssen. Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis der Faktoren zu entwickeln, die die Versöhnung beeinflussen, um schließlich gezielte Interventionen zur Förderung dieses Prozesses zu ermöglichen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Forschungsbereich der Versöhnung einführt und die Relevanz des Themas beleuchtet. Im zweiten Kapitel wird der theoretische Hintergrund der Versöhnung erörtert, einschließlich Definitionen, relevanter Theorien und Forschungsmethoden. Das dritte Kapitel beschreibt die Methodik der Arbeit, einschließlich der Kriterien für die Auswahl der Literatur und das Vorgehen bei der Recherche. Kapitel vier präsentiert die Ergebnisse der Literaturrecherche, die sowohl Prädiktoren für Versöhnung als auch Interventionsansätze zur Förderung von Versöhnung umfasst. Die Diskussion im fünften Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Limitationen der Arbeit und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungsrichtungen.
Versöhnung, Vergebung, interpersonelle Beziehungen, Konfliktlösung, Prädiktoren, Interventionsansätze, Needs-based model of reconciliation, FREE-Modell, REACH-Modell, Emotionsfokussierte Therapie (EFT), Sozialkognitive Faktoren, Persönlichkeitsmerkmale, Merkmale des Übergriffs, Merkmale der Beziehung, kulturelle Einflüsse, methodische Herausforderungen.
Vergebung ist ein intrapersonaler Prozess (im Individuum), bei dem negative Gefühle gegenüber dem Täter abgebaut werden. Versöhnung ist ein interpersonaler Prozess (zwischen Personen), bei dem die Beziehung aktiv wiederhergestellt wird.
Wichtige Prädiktoren sind Empathie, Entschuldigungen des Täters, das Ausmaß des Vertrauensbruchs, die Qualität der vorherigen Beziehung sowie soziale und kulturelle Normen.
Dieses Modell geht davon aus, dass Opfer ein Bedürfnis nach Machtwiederherstellung haben, während Täter ein Bedürfnis nach moralischer Akzeptanz verspüren. Versöhnung gelingt, wenn diese Bedürfnisse gegenseitig befriedigt werden.
Bekannte Ansätze sind das FREE-Modell (Empathie-fokussiert), das REACH-Modell zur Vergebung und die Emotionsfokussierte Therapie (EFT), die auf die Bearbeitung tiefer emotionaler Verletzungen abzielt.
Da Versöhnung ein dynamischer Prozess zwischen zwei oder mehr Menschen ist, lässt sie sich schwerer in isolierten Laborexperimenten untersuchen als rein individuelle psychologische Zustände.
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