Magisterarbeit, 2002
143 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2 Theoretische Grundlage: Multikulturalismus
2.1 Begriffsbestimmung
2.1.1 Kultur
2.1.2 Multikulturalismus
2.2 Modelle des Multikulturalismus
2.2.1 Egalitätsmodelle
2.2.2 Dominanzmodelle
2.3 Multikulturalismus – Gegner und Befürworter
2.3.1 Gegner
2.3.2 Befürworter
3. Empirischer Forschungsansatz und Untersuchungsziel
3.1 Methodischer Ansatz: Das offene Experteninterview
3.2 Forschungsrelevante Fragestellungen und Untersuchungsziel
3.3 Durchführung und Analyse der Interviews
4. Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
4.1 Die türkische Partyszene in NRW
4.1.1 Die Anfänge und die Entwicklung der türkischen Partyszene
4.1.2 Aktuelle Bestandsaufnahme NRW
4.2 Zur Struktur und Organisation von türkischen Partys
4.2.1 Die wesentlichen Merkmale der türkischen Partyszene
4.3 Die Musik in der Partyszene
4.3.1 Das türkische Musikleben in Deutschland
4.3.2 Die türkische Popmusik
4.3.3 Der DJ
4.4 Die Gäste
4.4.1 Die wesentlichen Merkmale der Gäste
4.4.2 Die Sprache
4.5 Die Veranstalter
4.5.1 Das Wissen des türkischen Partyveranstalters
4.5.2 Die Zukunft der türkischen Partyszene
4.6 Soziodemographische Daten der Befragten
5. Perspektiven aus dem Zusammenleben
6. Schlussbetrachtung
7. Literaturverzeichnis
8. ANHANG
Die Magisterarbeit befasst sich mit der Struktur und Entwicklung der türkischen Partyszene in Nordrhein-Westfalen als qualitative exploratorische Studie. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die Entstehungsgründe, die allgemeinen Strukturen und die Bedeutung dieser Partyszene für die junge Generation türkischer Migranten in Deutschland zu ergründen und die daraus resultierenden Perspektiven für das deutsch-türkische Zusammenleben zu analysieren.
4.1.1 Die Anfänge und die Entwicklung der türkischen Partyszene
„Wir sind kann man sagen, als erste in Deutschland in dieser Richtung tätig gewesen damals. Gut, unmittelbar danach kamen auch andere Veranstalter und Diskotheken. Das hat sich zu einem richtigen Markt entwickelt. (…) Mich haben halt diese gewissen Events gereizt. Also eine Location anzumieten, dementsprechend zu bewerben und halt Spaß haben. (…) Musik ist sehr wichtig für den Menschen. Anfangs wollten wir halt groß zusammenkommen, die Atmosphäre in Bodrum immer im Hinterkopf. (…)
Wir haben lediglich eine Location gemietet, was unter dieser Partybevölkerung unheimlichen Bekanntheitsgrad hatte, weil da eben Ausländer nicht erwünscht waren. Es ist ja generell klar, ich bin ja selber nicht so alt, früher bin ich auch unheimlich igerne in Diskotheken gegangen und bin nicht reingekommen, und so ein Laden war das damals, der Xsaal. Da war der Reiz dann um so mehr da, den Laden auch mal von innen zu sehen. Zumal dann auch so Türken da reinkommen konnten. (…)
Unser Ziel war erst einmal Studenten anzusprechen, weil die unheimlich unproblematisch sind, weil wir auch gedacht haben, wir können eine große Zielgruppe erreichen. Wir haben an der Uni Wuppertal und in Köln an der Uni eine große Veranstaltungsreiche gestartet. Zu unseren Gästen gehörten in den ersten Jahren nur Studenten und da waren wir auch mit sehr glücklich und nach den Jahren hat das nachgelassen. Mittlerweile ist ja auch die dritte Generation herangezogen und dementsprechend wurde das Publikum kunterbunt.“ (M2)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der türkischen Partyszene in Deutschland ein und formuliert das Forschungsziel, die Strukturen und Entwicklungen dieser Szene in Nordrhein-Westfalen aufzudecken.
2 Theoretische Grundlage: Multikulturalismus: Das Kapitel bietet einen theoretischen Rahmen über das Zusammenleben verschiedener Kulturen und beleuchtet verschiedene Modelle und Diskursansätze des Multikulturalismus.
3. Empirischer Forschungsansatz und Untersuchungsziel: Es wird die methodische Herangehensweise der Arbeit dargelegt, insbesondere die Verwendung von qualitativen Experteninterviews mit Akteuren der Szene.
4. Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Das Hauptkapitel analysiert empirisch die türkische Partyszene in NRW hinsichtlich ihrer Anfänge, Organisation, Musik, der Gäste sowie der Akteure.
5. Perspektiven aus dem Zusammenleben: Dieser Abschnitt thematisiert Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung sowie die Auswirkungen der Szene auf das deutsch-türkische Zusammenleben.
6. Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und das Fazit gezogen, dass die Szene zur bikulturellen Identitätsbildung beiträgt, aber die Kernproblematik sozialer Ungleichheit im Multikulturalismusdebatte bestehen bleibt.
Türken in Deutschland, türkische Partyszene, Multikulturalismus, Migrationsgeschichte, türkische Popmusik, qualitative Sozialforschung, Experteninterview, Bikulturation, Identitätsbildung, Integration, Ausgrenzung, Diskriminierung, Nordrhein-Westfalen, zweite und dritte Generation, Eventmanagement.
Die Arbeit untersucht soziologisch die Entstehung, Organisation und Bedeutung der türkischen Partyszene in Nordrhein-Westfalen für die dort lebenden türkischstämmigen Jugendlichen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der türkischen Unterhaltungskultur, dem Einfluss von Musik auf die Identitätsbildung und der Rolle der Szene im Kontext von Integration und multikulturellem Zusammenleben.
Ziel ist es, Entstehungsgründe und Strukturen dieser spezifischen Subkultur aufzudecken und ihre Bedeutung für die junge türkische Generation in NRW kritisch zu explorieren.
Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz, primär durchführte, leitfadenorientierte Experteninterviews mit Szenenakteuren wie Veranstaltern und DJs sowie teilnehmende Beobachtungen.
Der Hauptteil präsentiert die Analyse von Experteninterviews zu Themen wie Szene-Anfänge, Musikgeschmack, Publikum, Rolle des DJs sowie praktische Aspekte der Eventplanung und Finanzierung.
Wichtige Begriffe sind Migration, türkische Popmusik, Bikulturation, Identität, Partyszene und Integration im deutsch-türkischen Kontext.
Die Szene dient als Beispiel dafür, wie kulturelle Praktiken mit jeder Generation transformiert werden und wie durch die Verbindung von türkischen Wurzeln und westlicher Popwelt ein attraktives, bikulturelles Identitätsmodell geschaffen wird.
Sie wird als Kulturgut verstanden, das Identität stiftet, Zugehörigkeit schafft und dabei hilft, das Türkischsein in der deutschen Gesellschaft selbstbewusst fortzuführen, ohne die Verbindung zur Herkunftssprache zu verlieren.
Die Autorin argumentiert, dass gängige Modelle des Multikulturalismus den Kern der Problematik verfehlen, da sie eher ethnische Grenzziehungen fördern, statt die strukturell verankerten sozialen Ungleichheiten anzugehen.
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