Bachelorarbeit, 2019
60 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Literaturunterricht in der Grundschule
2.1 Literaturdidaktische Kompetenzen
2.2 Ziele und Aufgaben des Literaturunterrichts
2.3 Literarisches Lernen in der Grundschule
2.4 Phasenmodelle Literaturunterricht
3. Interkulturelles Lernen im Literaturunterricht der Grundschule
3.1 Interkulturelles Lernen in der Grundschule
3.1.2 Methoden des interkulturellen Lernens
3.1.3 Schwerpunktthemen interkulturellen Lernens in der Grundschule
3.2 Interkultureller Literaturunterricht
3.2.2 Phasenmodell
3.2.3 Möglichkeiten
3.2.4 Schwierigkeiten
3.2.5 Lösungsansätze und didaktische Konsequenzen
3.3 Interkulturelle Kinder- und Jugendliteratur
4. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht in der Grundschule
4.1 Definition, Einflüsse und Begriffsdeutung
4.2 Ziele des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
4.3 Vertreter
4.3.1 Günter Waldmann
4.3.1.1 Produktionsorientierung
4.3.1.2 Produktionsorientierte Verfahren und Phasenmodelle
4.3.2 Haas, Menzel, Spinner
4.3.2.1 Schwerpunkte
4.3.2.2 Verfahren und Methoden
4.4 Handlungs- und Produktionsorientierung im ästhetischen Bereich
4.5 Kritikpunkte und Anforderungen
4. 6 Überschneidungen mit interkulturellen Lernen
5. Interkulturelles Lernen in einem handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht der Grundschule am Beispiel eines Bilderbuches
5.1.1 Das Bilderbuch
5.1.2 Gründe für den Einsatz von Bilderbüchern in der Grundschule
5.1.3 Phasenfolge für den Einsatz von Bilderbüchern
5.1.4 Interkulturelles Lernen in einer handlungs- und produktionsorientierten Bilderbuchdidaktik
5.2 Exemplarisches Unterrichtsmodell zum Bilderbuch „Am Tag als Saida kam“
5.2.1 Sachanalyse
5.2.2 Sequenzübersicht
5.2.3 Verlaufsplan
5.2.4 Methodisch - didaktische Begründungen
6. Fazit
Diese Hausarbeit untersucht, wie interkulturelles Lernen durch handlungs- und produktionsorientierte Verfahren im Literaturunterricht der Grundschule gefördert werden kann, um der zunehmenden kulturellen Heterogenität in Deutschland zu begegnen.
3.1 Interkulturelles Lernen in der Grundschule
Die Grundschule stellt zudem diejenige Schulart heraus, die am meisten von der kulturellen und sprachlichen Heterogenität betroffen ist. Deshalb sollte die interkulturelle Komponente besonders im Primarbereich ausreichend vertieft werden.
3.1.1 Definition und Kompetenzen interkulturellen Lernens
Reviere definierte bereits 1998 den Begriff des interkulturellen Lernens.
„Interkulturelles Lernen [ist] als Prozess [zu bezeichnen], in dem sich das autonome Subjekt durch Reflexion, Interaktion und Dialog mit anderen der Grenzen seiner eigenen, sich in permanenter Veränderung befindenden Deutungsmuster bewusst wird, diese kritisch überprüft und modifiziert, was als Konsequenz zu einer Veränderung der Handlungsmuster im interkulturellen Kontext führen kann“ (Reviere 1998, S.33).
Dawidowski ergänzt, dass es hierbei um Einstellungen und Wertehaltungen dem gegenüber was als unbekannt und anders empfunden wird, gehe. Es soll eine elementare Toleranzfähigkeit vermittelt werden und es soll ein alternatives Kategoriesystem, in das wir die Welt einteilen, ausgebildet werden (vgl. Dawidowski 2016, S.114). Auch Jeuk betont, dass die Förderung der interkulturellen Kompetenz zum zentralen Anliegen geworden sei und somit einen grundlegenden Bestandteil des heutigen Unterrichts ausmache (vgl. Jeuk, 2010, S.195). Thomas beschreibt interkulturelle Kompetenz als Fähigkeit „kulturelle Bedingungen und Einflussfaktoren in Wahrnehmen, Urteilen, Empfinden und Handeln bei sich selbst und bei anderen Personen zu erfassen, zu respektieren, zu würdigen und produktiv zu nutzen im Sinne einer wechselseitigen Anpassung“ (Thomas 2003, S.43). Die Interkulturelle Kompetenz besteht aus drei Teilkompetenzen, die sich gegenseitig beeinflussen (vgl. Erl 2015, S.11). Die kognitive Teilkompetenz verknüpft das Wissen über andere Kulturen, kulturtheoretisches Wissen, wie das Wissen über die kulturellen Unterschiede und deren Implikationen und ebenso der Selbstreflexion (ebd., S.12). Um die Fähigkeiten geeignete kommunikative Muster einzusetzen und wirkungsvolle Konfliktlösungsstrategien anzuwenden, geht es in der pragmatisch-kommunikativen Teilkompetenz (vgl. ebd., S.14). Die affektive Teilkompetenz umfasst dagegen Bereiche wie Toleranz und Interesse gegenüber anderen Kulturen. Empathie und Fremdverstehen gehören zwangsläufig ebenfalls zu diesem Handlungsfeld (vgl. ebd., S. 13).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit interkultureller Bildung in einer kulturell heterogenen Gesellschaft und erläutert den Aufbau der Arbeit zur Verknüpfung von interkulturellem Lernen mit dem handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht.
2. Literaturunterricht in der Grundschule: In diesem Kapitel werden grundlegende Kompetenzen, Zielsetzungen und Phasenmodelle des Literaturunterrichts im Primarbereich vorgestellt.
3. Interkulturelles Lernen im Literaturunterricht der Grundschule: Das Kapitel definiert den Begriff des interkulturellen Lernens, erläutert Methoden und Zielsetzungen und überträgt das Konzept auf den Literaturunterricht.
4. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht in der Grundschule: Dieser Abschnitt analysiert das Konzept des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts, seine Vertreter, Methoden sowie Kritikpunkte und Anforderungen.
5. Interkulturelles Lernen in einem handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht der Grundschule am Beispiel eines Bilderbuches: Hier wird die praktische Umsetzung beider Konzepte anhand eines exemplarischen Unterrichtsmodells zum Bilderbuch „Am Tag als Saida kam“ dargelegt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Eignung der Kombination beider didaktischer Ansätze zur Förderung interkultureller Kompetenzen.
Interkulturelles Lernen, Handlungs- und Produktionsorientierung, Literaturunterricht, Grundschule, Bilderbuchdidaktik, Fremdverstehen, Empathie, Literaturdidaktik, kulturelle Heterogenität, Am Tag als Saida kam, interkulturelle Kompetenz, Sprachlosigkeit, Identitätsfindung, ästhetische Bildung, Literatur.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration des interkulturellen Lernens in den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht an Grundschulen.
Zentrale Themen sind die literaturdidaktischen Grundlagen, das interkulturelle Lernen, die Konzepte des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts sowie die praktische Anwendung dieser Theorien mittels Bilderbüchern.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine Kombination von handlungs- und produktionsorientierten Methoden interkulturelle Bildung effektiv in den Grundschulunterricht integriert werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie auf die Entwicklung und methodisch-didaktische Begründung einer exemplarischen Unterrichtssequenz.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des interkulturellen Lernens, die Analyse handlungs- und produktionsorientierter Ansätze und deren Synthese in einer konkreten Unterrichtsplanung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie interkulturelles Lernen, Handlungs- und Produktionsorientierung, Bilderbuchdidaktik und Literaturunterricht charakterisiert.
Es dient als Fallbeispiel, da es die Themen Migration, Sprachbarrieren und Identitätsfindung in einer Weise behandelt, die sowohl kognitiv als auch emotional für Grundschüler anschlussfähig ist.
Sie fungiert als Bindeglied, da sie den Schülern ermöglicht, sich über bildnerische und szenische Gestaltungen einen produktiven und emotionalen Zugang zu literarischen Texten zu verschaffen.
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