Diplomarbeit, 2005
85 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Begriffliche Grundlagen
2.1. Konsumgüter
2.2. Konsumgüterhersteller
2.3. Marke
2.4. Funktionen der Marke im Konsumgütermarkten
2.5. Markenstrategien
3. Restrukturierung von Markenportfolios
3.1. Einführendes Fallbeispiel: Melitta
3.2. Notwendigkeit
3.2.1. Gewachsene Markportfolios
3.2.2. Steigende Kommunikationskosten
3.2.3. Handelskonzentration
3.2.4. Zunahme der Handelsmarken
3.3. Zielsetzung
3.4. Analyse von Markenportfolios
3.4.1. Markenarchitekturen
3.4.2. Markenportfolio Audit Sheet
3.4.3. Markenportfolio Matrix
3.4.4. Markenportfolio Molekül
3.5. Organisatorische Verankerung
4. Zusammenfassung und Ausblick
5. Anhang
Die Diplomarbeit untersucht die strategische Restrukturierung komplexer Markenportfolios bei großen Konsumgüterherstellern. Ziel ist es, Entscheidungsprozesse zur Portfoliooptimierung vor dem Hintergrund von Marktdynamik, steigenden Kosten und Handelskonzentration zu analysieren und methodische Ansätze zur Steuerung und organisatorischen Verankerung aufzuzeigen.
3.4.4. Markenportfolio Molekül (Ansatz von Lederer und Hill)
Bei den vorherigen Analyseinstrumenten wurden die Marken des Portfolios, jeweils aus der internen Sicht des Unternehmens dargestellt. Im Mittelpunkt der Analyse stand die Bedeutung der verschiedenen Marken für den Unternehmenserfolg. Das Markenportfolio Molekül ist hingegen ein Analyseinstrument mit dem es möglich ist, eine Marke aus Sicht des Konsumenten zu sehen.
Der Begriff Markenportfolio wurde bisher definiert als die Gesamtheit aller Marken, die ein Unternehmen führt. Für diese Definition benutzen Lederer und Hill den Begriff Markensystem.
Das Markenportfolio definieren sie als die Gesamtheit aller Faktoren, die die Kaufentscheidung des Konsumenten, bei dem Kauf einer Marke X, beeinflussen. Das Markenportfolio schließt in der Regel nicht alle Marken des eigenen Unternehmens mit ein, sondern nur diejenigen Marken, die auch einen Einfluss auf die Kaufentescheidung der Marke X haben. Es darf keine Rolle spielen, ob diese Marken zum eigenen Unternehmen gehören oder nicht. Faktoren, wie etwa der Werbeslogan oder Sponsoring Aktivitäten des Unternehmens, beeinflussen ebenfalls die Kaufentscheidung und werden von diesem Analyseinstrument explizit einbezogen.
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Komplexität und Unübersichtlichkeit von Markenportfolios bei großen Konsumgüterherstellern und führt in die Problematik der strategischen Steuerung ein.
2. Begriffliche Grundlagen: Definiert zentrale Begriffe wie Konsumgüter, Marken und deren Funktionen (Orientierung, Risikoreduktion, Zusatznutzen) im Markt, sowie verschiedene Markenstrategien wie Einzel-, Familien- und Dachmarken.
3. Restrukturierung von Markenportfolios: Analysiert die Notwendigkeit zur Restrukturierung aufgrund historisch gewachsener Portfolios, steigender Kosten und Handelsmacht und stellt Instrumente zur Analyse (Audit Sheet, Matrix, Molekül) sowie Konzepte zur organisatorischen Verankerung vor.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Notwendigkeit von strategischem Portfoliomanagement statt isolierter Markenführung und diskutiert das Scheitern von Unilever als mahnendes Lehrbeispiel.
5. Anhang: Visualisiert das restrukturierte Markenportfolio der Pepsi Company in Großbritannien anhand von Markenhierarchiebäumen und Produktbeispielen.
Markenportfolio, Restrukturierung, Konsumgüterhersteller, FMCG, Markenstrategie, Markenarchitektur, Markenmanagement, Portfoliomanagement, Handelsmarken, Markenfunktion, Markenpositionierung, Markenhierarchie, Wettbewerbsvorteile, Marken-Molekül, Markenidentität.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Herausforderung, komplexe Markenportfolios bei großen Konsumgüterherstellern strategisch zu führen und zu restrukturieren.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Analyse der Notwendigkeit einer Portfolioanpassung, die Rolle von Marken bei Konsumentenentscheidungen, sowie die praktische Anwendung von Analyse- und Steuerungsinstrumenten.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Restrukturierung von Markenportfolios zu schaffen, die über das bloße Abstoßen von Marken hinausgeht und einen strategischen Entscheidungsprozess ermöglicht.
Die Arbeit nutzt einen theoretischen Rahmen aus dem Markenmanagement und kombiniert diesen mit praxisorientierten Fallstudien bekannter Konsumgüterhersteller zur Veranschaulichung der Analysemodelle.
Der Hauptteil behandelt die Gründe für die Notwendigkeit von Restrukturierungen, definiert Analyseinstrumente wie das "Audit Sheet" oder das "Markenportfolio Molekül" und diskutiert die organisatorische Verankerung durch Portfoliomanagement.
Zentrale Begriffe sind Markenportfolio, Restrukturierung, Konsumgüterhersteller, Markenarchitektur und Portfoliomanagement.
Im Gegensatz zu intern orientierten Modellen betrachtet das Molekül eine Marke aus der Perspektive des Konsumenten und bezieht explizit externe Faktoren wie Sponsoring und Werbeslogans in die Analyse ein.
Laut der Arbeit scheiterte die Strategie, weil sie sich zu sehr auf kurzfristige Finanzziele konzentrierte und keine strategische, konsumentenzentrierte Portfolio-Steuerung implementierte, was zu Unsicherheit bei Mitarbeitern und Markenmanagern führte.
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