Diplomarbeit, 2005
126 Seiten, Note: Sehr Gut (1)
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2 BEDEUTUNG DES LKW-VERKEHRS FÜR DIE WIRTSCHAFT
3 UMWELTPROBLEMATIK DURCH DEN LKW-VERKEHR
3.1 IST-ZUSTAND DER UMWELT IN ÖSTERREICH
3.2 EXTERNE KOSTEN/EXTERNE EFFEKTE BEIM LKW-GÜTERVERKEHR
3.2.1 BEGRIFFSERKLÄRUNG
3.2.2 FLÄCHENVERBRAUCH
3.2.3 LAUFENDE KOSTEN
3.2.4 KNAPPHEITSKOSTEN
3.2.5 MOBILITÄTSBESCHRÄNKUNG FÜR UNGESCHÜTZTE
3.2.6 LKW-UNFALLKOSTEN
3.2.7 WASSERBELASTUNG
3.2.8 LÄRMBELASTUNG
3.2.9 LUFTBELASTUNG
3.2.10 SCHADSTOFFKOSTEN AN GEBÄUDEN
3.2.11 KLIMABELASTUNG
3.2.12 PSYCHOSOZIALE KOSTEN
3.2.13 ZUSAMMENFASSUNG DER EXTERNEN KOSTEN IM LKW-GÜTERVERKEHR
3.3 INTERNALISIERUNG EXTERNER EFFEKTE
3.3.1 UMFANG OPTIMALER VERSCHMUTZUNG
3.3.2 MORALISCHE APPELLE
3.3.3 GE- UND VERBOTE, AUFLAGEN
3.3.4 STEUERN UND ABGABEN
3.3.5 PIGOU-STEUER
3.3.6 EFFIZIENZVERGLEICH AUFLAGEN VERSUS ABGABEN UND STEUERN
3.3.7 PREISELASTIZITÄT DER NACHFRAGE
4 LKW-ROADPRICING IN ÖSTERREICH
4.1 BISHERIGE SYSTEME
4.1.1 MINERALÖLSTEUER
4.1.2 KRAFTFAHRZEUGSTEUER
4.1.3 STRAßENBENÜTZUNGSABGABE (STRABA)
4.1.4 SONDERMAUTSTRECKEN
4.1.5 VIGNETTE
4.1.6 KABOTAGEVERBOT UND KONTINGENTSYSTEM FÜR NICHT-EU-STAATEN
4.1.7 ÖKOPUNKTE
4.1.8 DISKUSSION DER BISHERIGEN SYSTEME
4.2 ENTSTEHUNG DES LKW-ROADPRICING
4.3 ASFINAG ALS BETREIBER
4.4 VERWENDETES SYSTEM
4.5 TARIFFESTSETZUNG
4.5.1 TARIFE
4.5.2 ERSATZMAUTEN
4.6 VERWENDUNG DER EINNAHMEN
4.7 DEFIZITE DES SYSTEMS
4.7.1 KEINE BEMAUTUNG DES GESAMTEN STRAßENNETZES
4.7.1.1 Erwartete (Um-)Lenkungseffekte durch die Roadpricing- Einführung
4.7.1.2 Entwicklung der Verkehrsströme auf Autobahnen und Schnellstraßen
4.7.1.2.1 Hinweise zur Auswertung
4.7.1.2.2 S 16 Arlbergschnellstraße
4.7.1.2.3 A 12 Inntalautobahn
4.7.1.2.4 A 13 Brennerautobahn
4.7.1.2.5 A 1 Westautobahn
4.7.1.2.6 A 10 Tauernautobahn
4.7.1.2.7 Verlagerung der LKW-Verkehrsströme auf das untergeordnete Straßennetz
4.7.2 NICHTEINHALTUNG DES VERURSACHERPRINZIPS
4.7.3 ROADPRICING-TARIFE SIND ZU GERING
4.7.4 FEHLBUCHUNGEN
4.7.5 KEINE KOMPATIBILITÄT AUF EU-EBENE
5 AUSWIRKUNGEN DES LKW-ROADPRICING AUF DIE UMWELT
5.1 LÄRMSCHUTZ
5.2 UMWELTVERTRÄGLICHKEITSPRÜFUNG
5.3 SECTION CONTROL
5.4 VERKEHRSTELEMATIK
5.5 ABSCHLIEßENDE BEMERKUNG ZUR UMWELTQUALITÄT IN ÖSTERREICH
6 AUSWIRKUNGEN DES LKW-ROADPRICING AUF DIE ÖSTERREICHISCHEN TRANSPORTUNTERNEHMEN
6.1 ERLÄUTERUNG DER MARKTSTRUKTUR IM LKW-TRANSPORTGEWERBE
6.1.1 MARKTFORM IM TRANSPORTGEWERBE
6.1.2 KOSTENSTRUKTUR IM TRANSPORTGEWERBE
6.1.2.1 Skalenerträge
6.1.2.2 Argumente für steigende Skalenerträge
6.1.3 MARKTSCHRANKEN IM TRANSPORTGEWERBE
6.1.4 VERÄNDERTE RAHMENBEDINGUNGEN IM TRANSPORTGEWERBE
6.1.4.1 Veränderungen durch das österreichische LKW-Roadpricing
6.1.4.2 Sonstige Veränderungen
6.1.4.2.1 Einführung der LSVA in der Schweiz
6.1.4.2.2 LKW-Maut in Deutschland
6.1.4.2.3 EU-Erweiterung
6.1.4.2.4 Erhöhung der Treibstoffkosten
6.2 VERHALTENS- UND ANPASSUNGSMECHANISMEN
6.2.1 ÜBERWÄLZUNG DER KOSTEN
6.2.2 EFFIZIENZSTEIGERUNGEN IM LKW-GÜTERVERKEHR
6.2.3 AUSFLAGGEN VON LKW
6.2.4 NUTZUNG MAUTFREIER STRAßEN
6.2.5 NUTZUNG DER ROLLENDEN LANDSTRAßE
6.2.6 KONZENTRATION IM TRANSPORTGEWERBE
6.3 DISKUSSION ZUM MARKTERGEBNIS
7 SCHLUSSBEMERKUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit analysiert das 2004 in Österreich eingeführte LKW-Roadpricing hinsichtlich seiner volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Auswirkungen, insbesondere in Bezug auf die Internalisierung externer Kosten sowie die veränderten Rahmenbedingungen für Transportunternehmen.
3.2.1 BEGRIFFSERKLÄRUNG
In diesem Kapitel erfolgt eine Definition der Begriffe externe Kosten und externe Effekte. Im Laufe der Arbeit wird immer wieder auf diese Begriffe Bezug genommen; dieses Kapitel ist deshalb von großer Wichtigkeit. Viele Ökonomen sind der Meinung, dass externe Effekte die Ursache für die diversen Umweltprobleme sind. Denn im idealen Marktsystem müsste jeder Akteur für die von ihm verursachten Kosten aufkommen. Ebenso sollte jeder Akteur, der durch sein Handeln bei Dritten einen Nutzen kreiert, dafür entlohnt werden. Werden diese Vorraussetzungen in einem Marktsystem nicht erfüllt, liegen externe Effekte vor. „In einer allgemeinen Definition sind externe Effekte dann vorhanden, wenn in der Nutzen- bzw. Gewinnfunktion eines Akteurs A (UA) außer dessen eigenen Aktionsparametern (X1A, X2A, …,XiA) mindestens eine Variable (Y) enthalten ist, die nicht (vollständig) von A, sondern von einem (oder mehreren) anderen Akteur(en) kontrolliert wird; es gilt also UA = UA (X1A, X2A, …,XiA, Y).” (Fritsch et al. 2003, S. 90)
Fritsch et al. (2003) schließen bei ihrer Definition externer Effekte stochastische Einflüsse (zum Beispiel Wettereinflüsse) aus. Des Weiteren unterscheiden sie zwischen drei Arten von externen Effekten.
Im Bereich der Umweltverschmutzung sind es vor allem die technologischen externen Effekte, die zum Marktversagen führen. Bei ihnen besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Gewinn- oder Nutzenfunktion mehrerer Akteure, der nicht durch den Marktmechanismus erfasst und ausgeglichen wird. Ein Beispiel dafür ist die Beeinträchtigung von Personen, die an einer Autobahn wohnen und täglich dem Lärm und den Abgasen der PKW und LKW ausgesetzt sind.
1 EINLEITUNG: Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit, die den LKW-Verkehr und die Einführung des Roadpricing in Österreich beleuchtet.
2 BEDEUTUNG DES LKW-VERKEHRS FÜR DIE WIRTSCHAFT: Analyse der Rolle des LKW-Güterverkehrs für die österreichische Wirtschaft und Diskussion der damit verbundenen Vor- und Nachteile.
3 UMWELTPROBLEMATIK DURCH DEN LKW-VERKEHR: Umfassende Untersuchung der externen Umweltkosten des LKW-Verkehrs und theoretische Diskussion zu deren Internalisierung.
4 LKW-ROADPRICING IN ÖSTERREICH: Beschreibung der Systeme, der Funktionsweise und der Defizite des seit 2004 angewandten Mautsystems in Österreich.
5 AUSWIRKUNGEN DES LKW-ROADPRICING AUF DIE UMWELT: Darstellung der Umweltmaßnahmen der ASFiNAG und Analyse des Einflusses der Maut auf die Umweltqualität.
6 AUSWIRKUNGEN DES LKW-ROADPRICING AUF DIE ÖSTERREICHISCHEN TRANSPORTUNTERNEHMEN: Untersuchung der Marktstrukturen und der betriebswirtschaftlichen Anpassungsstrategien der Frächter.
7 SCHLUSSBEMERKUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Analyseergebnisse und Diskussion zukünftiger Entwicklungen sowie möglicher Ansätze für die Verkehrspolitik.
LKW-Roadpricing, Österreich, LKW-Maut, externe Kosten, ASFiNAG, Umweltbelastung, Straßengüterverkehr, Internalisierung, Kostenwahrheit, Transportunternehmen, Marktstruktur, Verkehrspolitik, Logistik, Preiselastizität, Verkehrsströme
Die Arbeit befasst sich mit dem österreichischen LKW-Roadpricing und untersucht dessen Auswirkungen auf die Umwelt sowie auf die Situation der inländischen Transportunternehmen.
Zentrale Themen sind die volkswirtschaftliche Bedeutung des LKW-Güterverkehrs, die Monetarisierung externer Effekte, die Funktionsweise des österreichischen Mautsystems und die unternehmerischen Anpassungsmechanismen an veränderte Kostenstrukturen.
Das Ziel ist die wissenschaftliche Analyse der volks- und betriebswirtschaftlichen Veränderungen, die durch die Einführung des Roadpricing in Österreich verursacht wurden, sowie die Beantwortung der Frage nach der Wohlfahrtssteigerung und Kostenwahrheit.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der ökonomischen Effekte (z.B. Pigou-Steuer), die Auswertung bestehender Wegekostenrechnungen sowie die Analyse verkehrsstatistischer Daten und Unternehmensstudien.
Der Hauptteil behandelt die Umweltproblematik durch den LKW-Verkehr, die Defizite des aktuellen Mautsystems, die Auswirkungen auf die Umwelt durch Maßnahmen der ASFiNAG und die Konzentrationsprozesse im Transportgewerbe.
Die wichtigsten Schlagworte sind Roadpricing, Kostenwahrheit, externe Effekte, LKW-Transportgewerbe, ASFiNAG, Infrastrukturfinanzierung und ökologische Lenkungseffekte.
Die ASFiNAG ist der Betreiber des Mautsystems und verantwortlich für die Planung, Finanzierung und Erhaltung des hochrangigen Straßennetzes, wobei sie die Mauterlöse für Investitionen in Betrieb, Sicherheit und Lärmschutz verwendet.
Die Arbeit identifiziert einen hohen Kostendruck, der insbesondere für kleine Betriebe existenzgefährdend sein kann, was zu einer Marktbereinigung und Konzentration im Transportgewerbe führt.
Unter Ausflaggen versteht man die Anmeldung von Fahrzeugen im Ausland, um insbesondere Lohnkosten- und Steuernachteile zu kompensieren, was angesichts der Konkurrenz durch Billiglohnländer zunimmt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

