Magisterarbeit, 2004
311 Seiten, Note: 1,3
1. EINFÜHRUNG UND FORSCHUNGSRESÜMEE
1.1 DAS NORDWESTLICHE TIEFLAND
1.1.1 Definition
1.1.2 Geomorphologie
1.1.3 Klima
1.2 DIE ARCHÄOLOGISCHE ZONE VON TORTUGUERO
1.3 ALLGEMEINE FORSCHUNGSGESCHICHTE
1.3.1 Die frühen Expeditionen
1.3.2 Die Regionalstudien
1.3.3 Die Zukunft
1.4 QUELLENGRUNDLAGEN
1.4.1 Definitionen
1.4.2 Schriftliche Quellen
1.4.3 Archäologische Quellen
1.4.4 Forschungsdesiderata
1.5 QUELLENKUNDLICHE FORSCHUNGSGESCHICHTE
1.5.1 Kalendarische Angaben
1.5.2 Historische Angaben
1.5.3 Die Herkunft der Dynastie
1.5.4 Die Herrschaftsfolge
1.5.5 Soziopolitische Relationen
1.5.6 Forschungsdesiderata
1.6 ZIELSETZUNG
1.6.1 Dokumentation der Quellen
1.6.2 Bearbeitung der Quellen
1.6.3 Einschränkungen
2. METHODIK
2.1 EPIGRAPHISCHE VORBEDINGUNGEN
2.1.1 Termini und Definitionen
2.1.2 Graphemik
2.1.3 Kriterien zur Ermittlung des Gehalts einer Hieroglyphe
2.2 LINGUISTISCHE VORBEDINGUNGEN
2.2.1 Die Frage der Klassischen Schriftsprache
2.2.2 Phonetik und Phonologie
2.2.3 Wortarten und Morphologie
2.2.4 Syntax
2.3 ANALYTISCHE VERFAHRENSWEISE
2.3.1 Quelleninterne Analyse
2.3.2 Quellenvergleichende Analyse
2.3.3 Historiographische Grundbedingungen für die klassischen Maya
2.3.4 Problemstellungen der Historiographie
2.3.5 Quellenvergleich mit den Aufzeichnungen anderer Orte
2.4 WEITERE PROGRAMMATIK
3. CHRONOLOGISCHES GERÜST
4. EINZELHYPOTHESEN
4.1 THEMATISCHE HIEROGLYPHEN
4.1.1 Lebenszyklus und Selbstidentität
4.1.1.1 Der Geburtsausdruck „siij?“
4.1.1.2 Der todesbezogene Ausdruck „ma’ ilnaj“
4.1.1.3 Der Todesausdruck „och bij“
4.1.1.4 Der Agensausdruck „aj“
4.1.1.5 Der Personenklassifikator „ix(ik)“
4.1.2 Politik, Status, Macht und Autorität
4.1.2.1 Der Inthronisationsausdruck „chumwaani ta ...“
4.1.2.2 Der statusbezogene Ausdruck „chumlaj nah baah“
4.1.2.3 Der Titel „ch’ahoom“
4.1.2.4 Der Titel „yajawte’“
4.1.2.5 Der Titel „? ix k’uh“
4.1.2.6 Die Emblemhieroglyphe „k’uhul baakal ajaw“
4.1.3 Kriegsführung und Konfliktaustragung
4.1.3.1 Der Kriegsausdruck „Sternkrieg“
4.1.3.2 Der kriegsbezogene Ausdruck „u took’ u pakal“
4.1.3.3 Der Ausdruck der Gefangennahme „chuhkaj“
4.1.3.4 Der Ausdruck des Hackens „ch’ahkaj“
4.1.3.5 Der Ausdruck für Gefangenenbehandlung „naabaj ch’ich’“
4.1.3.6 Der Ausdruck für Gefangenenbehandlung „witzaj jol“
4.1.3.7 Der gefangenbezogene Ausdruck „bolon hihnaj u sak nik ik’il“
4.1.4 Genealogische Systematik
4.1.4.1 Der Ausdruck für das Kind eines Mannes „u nich“
4.1.4.2 Der Ausdruck für das Kind einer Frau „u baah u juntan“
4.1.4.3 Der Abstammungsausdruck „u baah u chiit? ch’ab“
4.1.4.4 Der Ausdruck für Namensvetternschaft „yeht k’aba’il u mam“
4.1.4.5 Der Verheiratungsausdruck „huli“
4.1.5 Religion, Ritus und Kult
4.1.5.1 Der Periodenendenausdruck „tzutz ...“
4.1.5.2 Der Ausdruck des Bindens „k’al“
4.1.5.3 Der Ausdruck des Einpflanzens „tz’ahpaj“
4.1.5.4 Der Ausdruck des Aufstellens „wa’laj u lakam tuun“
4.1.5.5 Der numenbezogene Ausdruck „yehm bolon yokte’“
4.1.6 Übergeordnete Ausdrücke
4.1.6.1 Der Zeit- und Ortsindikator „uht“
4.1.6.2 Der Überwachungsausdruck „u kabijiy“
4.2 NOMINALPHRASEN
4.2.1 Männliche Individuen
4.2.1.1 Das Individuum „Ahkal K’uk’“
4.2.1.2 Das Individuum „Bahlam Ajaw“
4.2.1.3 Das Individuum „Xam“
4.2.1.4 Das Individuum „Lajun Ajaw Aj Kil Chan“
4.2.1.5 Das Individuum „Us Jun Kaban“
4.2.1.6 Das Individuum „Ik’ Muuy Muwaan I.“
4.2.1.7 Das Individuum „Ox Bahlam“
4.2.1.8 Das Individuum „Tz’unun Mo’“
4.2.1.9 Das Individuum „Ebeet K’uk’“
4.2.1.10 Das Individuum „Chan Chuwen“
4.2.1.11 Das Individuum „A“
4.2.1.12 Das Individuum „Jun Yal Ok“
4.2.1.13 Das Individuum „Ik’ Muuy Muwaan II.“
4.2.1.14 Das Individuum „Ak’ax Bahlam“
4.2.1.15 Das problematische Individuum „B“
4.2.1.16 Das problematische Individuum „C“
4.2.1.17 Das problematische Individuum „D“
4.2.1.18 Das problematische Individuum „E“
4.2.1.19 Das problematische Individuum „F“
4.2.1.20 Das problematische Individuum „G“
4.2.2 Weibliche Individuen
4.2.2.1 Das Individuum „Frau Witz Chan“
4.2.2.2 Das Individuum „Frau A“
4.2.2.3 Das Individuum „Frau Nay Amay Noh“
4.2.2.4 Das Individuum „Frau Wan Chiij“
4.3 EMBLEME UND TOPONYME
4.3.1 Embleme
4.3.1.1 Das Emblem „Baakal“
4.3.1.2 Das Emblem „Joy? Chan“
4.3.1.3 Das Emblem „Yohm Pi“
4.3.1.4 Das Emblem „Hix Nal“
4.3.1.5 Das Emblem „1“
4.3.2 Toponyme
4.3.2.1 Das Toponym „Ox Te’ K’uh“
4.3.2.2 Das Toponym „Ahiin“
4.3.2.3 Das Toponym „1“
4.3.2.4 Das Toponym „K’ahk’ Witz“
4.3.2.5 Das Toponym „Chak Ik’ ?“
4.3.2.6 Das Toponym „Peten Ti’“
5. INHALTLICHE DISKUSSION
5.1 DIE PROTAGONISTEN UND IHRE BIOGRAPHIE
5.1.1 Die Biographie von Ahkal K’uk’
5.1.2 Die Biographie von Bahlam Ajaw
5.1.3 Die Biographie von Ik’ Muuy Muwaan II.
5.1.4 Die Biographie von Ak’ax Bahlam
5.1.5 Die Biographie von Individuum B
5.2 DYNASTISCHE SEQUENZ
5.2.1 Herrscher 1 - Ahkal K’uk’
5.2.2 Herrscher A - Ik’ Muuy Muwaan I.
5.2.3 Herrscher B - Bahlam Ajaw
5.2.4 Herrscher C - Ik’ Muuy Muwaan II.
5.2.5 Herrscher D - Individuum B
5.2.6 Dynastographische und genealogische Synthese
5.3 HERKUNFT DER DYNASTIE
5.3.1 Die soziopolitische Dimension von Emblemhieroglyphen
5.3.2 Die etische Perspektive des Ursprungs
5.3.3 Die emische Perspektive des Ursprungs
5.3.4 Synthese der Einzelergebnisse
5.4 SOZIOPOLITISCHE RELATIONEN
5.4.1 Freundschaftliche Interaktionen: Vermählungen und Visiten
5.4.2 Ereignisgeschichtliche Darstellung der Kriegshandlungen
5.4.3 Interpretation der Kriegshandlungen
5.4.4 Soziopolitische Organisation
5.4.5 Synthese der Einzelergebnisse
5.5 DAS ENDE DER SCHRIFTTRADITION
5.5.1 Das Ende des Errichtens von Monumenten in Tortuguero
5.5.2 Comalcalco als möglicher Nachfolger von Tortuguero
5.5.3 Synthese der Einzelergebnisse
6. EVALUATION
6.1 KALENDARISCHE ANGABEN
6.2 HERKUNFT DER DYNASTIE
6.3 HERRSCHAFTSFOLGE
6.4 SOZIOPOLITISCHE RELATIONEN
7. ZUSAMMENFASSUNG
7.1 ABGLEICH DER RESULTATE
7.2 DIE GESCHICHTE VON TORTUGUERO
7.3 AUSBLICK
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Inschriftenkorpus der klassischen Maya-Stadt Tortuguero systematisch aufzuarbeiten und zu analysieren, um ein detailliertes Verständnis der dynastischen Abfolge, der herrschenden politischen Strukturen sowie der soziopolitischen Interaktionen im westlichen Maya-Tiefland zur Zeit der Späten Klassik zu gewinnen.
Die archäologische Zone von Tortuguero
Tortuguero liegt am Fuße eines vertikal ansteigenden Felsens, der den Beginn des Hochlandes von Chiapas markiert (Blom & La Farge 1986: 201, Karte 2) und der unter den Bezeichnungen Cerro de Macuspana, Buena Vista oder Gavilán Blanco bekannt ist.
Bislang haben in Tortuguero kaum kontrollierte archäologische Feldarbeiten stattgefunden, die bis auf einige Testschnitte eigentlich nicht das Ausmaß einer Beschreibung der obertägig sichtbaren Hinterlassenschaften überschritten haben (siehe hierzu Kapitel 1.3).
Bereits seit geraumer Zeit dienten die Ruinen und die Felsformationen des Gavilán Blanco als Rohstofflager für die lokale Bauindustrie von Macuspana, nicht selten unter Einsatz von Dynamit (Hernández Pons 1984: 69, Fig. 17a), was erhebliche Zerstörungen an den terrassierten Plattformen und am Mauerwerk zur Folge hatte. Durch diese Gewalteinwirkungen traten ebenfalls Substrukturen und Monumente zu Tage (Hernández Pons 1984: 70, Fig. 17b). Schließlich wurde im Jahre 1981 durch die Grupo Apasco die Zementfabrik Macuspana in Betrieb genommen, was eine breit angelegte siedlungsarchäologische Erforschung des Ortes faktisch unmöglich gemacht hat, da in der primären Siedlungszone am Fuße des Cerro Macuspana der Kalksteinbruch für die Rohstoffgewinnung der Fabrik angelegt wurde. Der Steinbruch liegt etwa bei Kilometer 68 der carretera federal 186 von Villahermosa nach Escárcega, die Fabrik ist etwa 500 Meter weiter östlich über eine Seitenstraße zu erreichen.
1. EINFÜHRUNG UND FORSCHUNGSRESÜMEE: Dieses Kapitel bietet einen allgemeinen Überblick über das geografische Umfeld, die Forschungsgeschichte und die grundlegenden Quellen, die für die historische Rekonstruktion von Tortuguero entscheidend sind.
2. METHODIK: Hier werden die methodischen Voraussetzungen für die epigraphische und historische Untersuchung dargelegt, insbesondere die Ansätze zur Graphemik, Linguistik und der analytischen Verarbeitung der Inschriften.
3. CHRONOLOGISCHES GERÜST: Dieses Kapitel bereitet die chronologische Sequenzierung der Geschichte durch eine synoptische Kalenderdatenübersicht vor.
4. EINZELHYPOTHESEN: Hier werden wichtige Hieroglyphen, Personennamen, Embleme und Toponyme vorgestellt, die das notwendige Grundgerüst für die inhaltliche Interpretation der Texte bilden.
5. INHALTLICHE DISKUSSION: Dieses Kapitel führt die Analyse zusammen, indem es Biographien der Protagonisten erstellt, die dynastische Sequenz rekonstruiert und soziopolitische sowie herkunftsspezifische Fragen diskutiert.
6. EVALUATION: Hier erfolgt ein Abgleich der erzielten Ergebnisse mit dem bisherigen Forschungsstand unter Berücksichtigung der neuen epigraphischen Erkenntnisse.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Inschriften von Tortuguero.
Tortuguero, Maya, Epigraphik, Inschriften, Bahlam Ajaw, Palenque, Dynastiegeschichte, Hieroglyphen, Herrschaftsfolge, Soziopolitische Relationen, Kriegsführung, Emblemhieroglyphe, Toponyme, Spätklassik, Chronologie
Die Arbeit befasst sich mit der Aufarbeitung des Inschriftenkorpus der klassischen Maya-Stätte Tortuguero, um aus den Texten dynastische und politische Strukturen zu rekonstruieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der epigraphischen Analyse der Inschriften, der Rekonstruktion der Dynastiefolge, den kriegerischen Handlungen unter Herrscher Bahlam Ajaw und der Beziehung zu anderen Maya-Zentren.
Ziel ist es, die lokale Geschichte von Tortuguero zur Zeit der Späten Klassik anhand der schriftlichen Quellen neu zu bewerten und ein historisch fundiertes Bild der Herrscher und ihrer soziopolitischen Aktivitäten zu zeichnen.
Der Autor nutzt die epigraphische Analyse, um Hieroglyphen zu entziffern, kombiniert mit quellenkritischen Verfahren und dem Vergleich mit anderen Textquellen des nordwestlichen Maya-Tieflandes.
Im Hauptteil werden methodische Grundlagen gelegt, ein chronologisches Gerüst erstellt, spezifische Hieroglyphen analysiert und schließlich die Biographien der Herrscher sowie deren dynastische und soziopolitische Vernetzung diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Tortuguero, Maya-Epigraphik, Bahlam Ajaw, Dynastie, Palenque, Kriegführung und Emblemhieroglyphen.
Bahlam Ajaw gilt als der bedeutendste Herrscher des Korpus. Die meisten kriegerischen Aktivitäten und historischen Belege stammen aus seiner Regierungszeit, was ihn zum zentralen Pivotpunkt der lokalen Historie macht.
Das Vorkommen des eigentlich mit Palenque assoziierten Emblems "Baakal" in Tortuguero ist entscheidend für das Verständnis der soziopolitischen Beziehungen und der Frage, ob eine Unterordnung oder eine strategische Partnerschaft zwischen beiden Orten bestand.
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