Diplomarbeit, 2005
93 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Städtischer Güterverkehr
2.1.1 Begriffliche Abgrenzung
2.1.2 Daten zum städtischen Güterverkehr
2.1.3 Probleme im Citybereich durch städtischen Güterverkehr
2.1.3.1 Verkehrskollapse
2.1.3.2 Störungen des Stadtbildes
2.1.3.3 Umweltkonflikte in Ballungsgebieten
2.2 City-Logistik
2.2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2.2 City-Logistik-Modelle
2.2.2.1 City-Logistik der ersten Generation
2.2.2.2 City-Logistik der zweiten Generation
2.2.3 Ziele der City-Logistik
2.2.3.1 Ökologische Ziele
2.2.3.2 Ökonomische Ziele
2.2.3.3 Öffentlichkeitswirksame Ziele
2.2.4 Bündelungsstrategien der City-Logistik
2.2.4.1 Speditionssammeltour - Holtour
2.2.4.2 Umschlagsterminal - Bringtour
2.2.5 Akteure der City-Logistik
2.2.5.1 Die Kommunen und Städte
2.2.5.2 Die kooperierenden Speditionsunternehmen
2.2.5.3 Der City-Logistiker - Frachtführer
2.2.5.4 Der Groß- und Einzelhandel
3 Praxisuntersuchung
3.1 City-Logistik in der Praxis
3.1.1 Das City-Logistik-Projekt in Leipzig
3.1.1.1 Die Stadt Leipzig
3.1.1.2 City-Logistik Leipzig
3.1.1.3 Fazit
3.1.2 Das City-Logistik-Projekt in Magdeburg
3.1.2.1 Die Stadt Magdeburg
3.1.2.2 City-Logistik für Magdeburg
3.1.2.3 Fazit
3.1.3 Das City-Logistik-Projekt in Köln
3.1.3.1 Die Stadt Köln
3.1.3.2 City-Logistik Köln – „Köln-Ent-Laster“
3.1.3.3 Fazit
3.1.4 Das City-Logistik-Projekt in Kassel
3.1.4.1 Die Stadt Kassel
3.1.4.2 City-Logistik Kassel
3.1.4.3 Fazit
3.2 Zusammenfassung der Ergebnisse der City-Logistik-Projekt-Analyse
4 Alternative Logistikkonzepte der heutigen Zeit
5 Zusammenfassung und Resümee
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Untersuchung der Stärken und Schwächen von City-Logistik-Konzepten, sowohl in der theoretischen Fundierung als auch in der praktischen Anwendung, um deren Eignung als Lösung für städtische Güterverkehrsprobleme zu bewerten.
2.1.3.1 Verkehrskollapse
Da die Anlieferungen von Waren in den Ballungsräumen während der Geschäfts- und Ladenöffnungszeiten erfolgen muss, wird durch zu enge Straßen und dem Parken in zweiter Reihe der Kunden- aber auch der Lieferverkehr stark behindert. Probleme - wie einerseits die Bildung von Staus, Parkraumschwierigkeiten sowie der erhöhten Gefahr von Verkehrsunfällen und andererseits Lieferverzögerungen bei den Transportunternehmen - treten immer häufiger auf. Letzteres beeinträchtigt den betriebswirtschaftlichen Erfolg der Transportunternehmen.
Unfälle mit Nutzfahrzeugen sind zwar relativ selten, haben jedoch erheblich schwerwiegendere Folgen als Unfälle mit dem Pkw. (vgl. Zehle 1995, S. 29) Die Anzahl der gesamten Straßenverkehrsunfälle mit Personenschäden innerhalb von Ortschaften in Deutschland belief sich im Jahr 1990 auf 218.200 und stieg bis 1992 auf 385.900. (vgl. Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.) 2003/2004, S. 161) Das ist eine Erhöhung um ca. 77 %. In den nachfolgenden Jahren ist die Anzahl an Straßenverkehrsunfällen langsam gesunken, so dass sie 2002 bei 233.900 lag. (vgl. Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.) 2003/2004, S. 161) Diese noch immer sehr hohe Zahl zeigt nicht nur, dass der Verkehr derzeit ein großes Problem für die Innenstädte darstellte, sondern dass diese Problematik bis heute nicht gelöst ist.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Logistik im Kontext der Globalisierung sowie die wachsenden Probleme durch städtischen Güterverkehr und definiert die Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine begriffliche Abgrenzung des städtischen Güterverkehrs und der City-Logistik, analysiert Ziele, Bündelungsstrategien und Akteure der City-Logistik.
3 Praxisuntersuchung: Die Praxisuntersuchung analysiert den Ist-Zustand und Verlauf verschiedener City-Logistik-Projekte in deutschen Städten und leitet daraus notwendige Rahmenbedingungen und Probleme ab.
4 Alternative Logistikkonzepte der heutigen Zeit: Dieses Kapitel stellt moderne und innovative Lösungsideen für Mobilitätsprobleme in Innenstädten vor, die über klassische City-Logistik-Modelle hinausgehen.
5 Zusammenfassung und Resümee: Die Zusammenfassung bewertet die Ergebnisse der Untersuchung kritisch und konstatiert, dass City-Logistik-Konzepte in der Praxis ohne dauerhafte staatliche Unterstützung oder ordnungspolitische Sanktionen kaum überlebensfähig sind.
City-Logistik, Städtischer Güterverkehr, Verkehrsreduzierung, Umweltschutz, Wirtschaftsverkehr, Speditionen, Lieferverkehr, Bündelung, Tourenoptimierung, Stadtlogistik, Kooperation, Güterverkehrszentrum, Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Verkehrsplanung
Die Diplomarbeit befasst sich mit der City-Logistik als ein Instrument zur Verringerung des städtischen Güterverkehrs und untersucht deren theoretische Ansätze sowie die praktische Umsetzung in deutschen Städten.
Zentral sind die Problematik des städtischen Güterverkehrs (z. B. Staus, Lärm, Emissionen), die theoretischen Grundlagen der City-Logistik sowie die Analyse des Scheiterns bzw. des eingeschränkten Erfolgs konkreter Praxisprojekte.
Das Ziel ist es, Stärken und Schwächen von City-Logistik-Konzepten zu durchleuchten und zu prüfen, ob und inwiefern diese als logistische Lösung für den städtischen Güterverkehr in Theorie und Praxis bestehen können.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen für den theoretischen Teil sowie eine Situationsanalyse von 62 City-Logistik-Projekten. Zur vertieften Untersuchung dienen Experteninterviews, Fragebögen und Projektberichte zu Beispielstädten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Definitionen, Ziele, Akteure, Strategien) und eine Praxisuntersuchung, in der die Projekte in Leipzig, Magdeburg, Köln und Kassel detailliert analysiert und ausgewertet werden.
Wesentliche Begriffe sind City-Logistik, städtischer Güterverkehr, Bündelungsstrategien, Kooperation, Verkehrsvermeidung, Umweltbelastung sowie die organisatorischen Voraussetzungen für erfolgreiche Logistikprojekte.
Die Analyse zeigt, dass viele Projekte in hohem Maße von staatlichen Fördergeldern abhängig waren. Nach deren Auslaufen konnten die Projekte oft nicht weiterbestehen, da sie betriebswirtschaftlich nicht autark geplant waren.
Die Moderation durch unabhängige Institutionen, wie beispielsweise das Fraunhofer-Institut in Magdeburg, wird als kritische Erfolgsbedingung identifiziert, um die Kooperation zwischen konkurrierenden Speditionsunternehmen zu sichern.
Der Einzelhandel sah in der City-Logistik zu Beginn oft keinen unmittelbaren Nutzen oder befürchtete höhere Aufwände, was die Kooperationsbereitschaft schwächte. Erst durch Zusatzdienstleistungen wie Entsorgungs- oder Zustellservices konnte vereinzelt Akzeptanz geschaffen werden.
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