Bachelorarbeit, 2020
76 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Der Übergang von der Kita in die Grundschule
2.1 Der Schuleintritt als kritisches Lebensereignis
2.1.1 Der Transitionsansatz nach Griebel & Niesel
2.1.2 Der ökopsychologische Ansatz nach Bronfenbrenner
2.1.3 Das Schukreifekonstrukt nach Nickel
2.2 Kindliche Entwicklungsaufgaben bei der Bewältigung kritischer Lebensereignisse
2.3 Vier Erklärungsmodelle von Schulfähigkeit
2.3.1 Das reifungstheoretisch-nativistische Erklärungsmodell
2.3.2 Das umweltorientiert-schulvorbereitende Erklärungsmodell
2.3.3 Das sozial-konstruktivistische Erklärungsmodell
2.3.4 Das interaktionistische Erklärungsmodell
3 Soziale Ungleichheit
3.1 Der Übergang als soziales Problem
3.1.1 Auswirkungen nicht fristgerechter Einschulungen
3.1.2 Auswirkungen vorzeitiger Einschulung
3.1.3 Auswirkungen verspäteter Einschulung
4 Kita als Bildungsort
4.1 Die Trias: Bildung, Betreuung und Erziehung
4.1.1 Bildung
4.1.2 Erziehung
4.1.3 Betreuung
4.1.4 Exkurs: Handlungsebenen einer inklusiven Pädagogik
4.2 Zum Bildungsbegriff der Kita
4.2.1 Anschlussfähige Bildung
4.2.2 Schlussfolgerungen
4.3 Audit. Gemeinsame Lernwerkstätten von Kita und Grundschule
5 Kinderperspektive
5.1 Kindheitsbezogene Perspektiven
5.2 Kindliche Interaktionen
5.3 Kita-Qualität aus Kindersicht - „Quaki-Studie“
5.3.1 Erhebungsmethoden
5.3.2 Ergebnisse: Vier Qualitätsdimensionen aus der Quaki-Studie
5.4 Konsequenzen aus der Kinderperspektive für den Bildungsort Kita
6 Der Übergang als Bewältigungsaufgabe
6.1 Die Wissensgesellschaft
6.2 Grundzüge des sozial-pädagogischen Konzeptes Lebensbewältigung
6.3 Das Drei-Zonen-Modell des sozialpädagogischen Konzepts Lebensbewältigung
6.3.1 Fallbeispiel „Tom“
6.3.2 Schlussfolgerungen
7 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
Die Arbeit untersucht, wie die Soziale Arbeit einen Beitrag zu einer bedarfsgerechteren Begleitung von Kindern und deren Familien während des Übergangs von der Kita in die Grundschule leisten kann. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse entwicklungspsychologischer Herausforderungen sowie sozialpädagogischer Konzepte, um soziale Ungleichheiten zu minimieren und eine inklusive Bildungsperspektive zu stärken.
2.1 Der Schuleintritt als kritisches Lebensereignis
Der Beginn der Schulzeit bedeutet für das Kind den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt, der als besonderes Ereignis verstanden und als bedeutsamer Einschnitt in seine Biografie erlebt wird. Als Übergänge oder „Transitionen“ werden Lebensphasen verstanden, die eine Bewältigung von Diskonuitäten auf mehreren Ebenen erforderlich machen. Als „Transitionen“ werden Phasen der Umstrukturierung bezeichnet, wie sie das Kind erlebt, wenn es zu einem Schulkind wird. Sie werden als "bedeutsame, biografische Erfahrung von Wandel in der Identitätsentwicklung wahrgenommen" (Griebel 2012, S.37)..
Im Wesentlichen werden in der Fachliteratur Einflussfaktoren eines erfolgreichen Übergangsprozesses auf folgenden vier Ebenen benannt: (1) Kind, (2) Familie, (3) Institutionen Kita / Schule und (4) Gesellschaft. Sowohl theoretisch als auch empirisch sind die strukturellen Kopplungsprozesse, wie beispielweise die Interaktion zwischen den vier Ebenen, von Bedeutung (vgl. Wildgruber et al. 2016, S.10).
Der erste Schultag des Kindes kennzeichnet zunächst den neuen Lebensabschnitt, der im Rahmen einer Einschulungsfeier traditionell festlich begangen wird. Der Übergang von der Familie oder der Kita in die Grundschule stellt durch seine Bewältigung eine Chance des Zugewinns neuer Erfahrungen und psychosozialer Stärke dar (vgl. Engemann;Meyer-Elmenhorst;Simmat 2015). Gute Beziehungen zu Erwachsenen und zu anderen Kindern werden als in der Fachliteratur als Kriterien für einen erfolgreichen Übergang genannt. Auch Interesse, Motivation und eine bejahende Einstellung zum Lernen sind konkrete Hinweise auf einen gelungenen Übergang (vgl. Wildgruber et al. 2016, S.11). Der neue Lebensabschnitt kann im ungünstigen Fall aber auch als eine zu hohe Belastung empfunden werden, wenn der Übergang nicht gelingt und die zur Verfügung stehenden Ressourcen für die Bewältigung nicht mehr ausreichend vorhanden sind (vgl. Böhnisch 2016).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Übergangsproblematik ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Begleitung von Kindern und Familien.
2 Der Übergang von der Kita in die Grundschule: Das Kapitel analysiert den Schuleintritt als kritisches Lebensereignis und stellt zentrale theoretische Transitionsmodelle sowie Modelle zur Schulfähigkeit vor.
3 Soziale Ungleichheit: Hier wird der Übergang als soziales Problem thematisiert, wobei die Auswirkungen unterschiedlicher Einschulungsmodalitäten auf den Bildungserfolg untersucht werden.
4 Kita als Bildungsort: Dieses Kapitel beleuchtet den gesetzlichen Bildungsauftrag der Kita und stellt das Projekt der gemeinsamen Lernwerkstätten als innovative Kooperationsform vor.
5 Kinderperspektive: Der Fokus liegt auf dem Forschungsdefizit zur Sicht der Kinder und wie deren Erfahrungen in die Übergangsgestaltung einbezogen werden können.
6 Der Übergang als Bewältigungsaufgabe: Das Kapitel führt das sozialpädagogische Konzept der Lebensbewältigung ein und demonstriert dessen Anwendung anhand eines Fallbeispiels.
7 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext eines inklusiven Bildungssystems.
Übergang, Kita, Grundschule, Soziale Arbeit, Lebensbewältigung, Transition, Schulfähigkeit, Kinderperspektive, soziale Ungleichheit, Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, Lernwerkstatt, Bildungsbiografie, Bewältigungsstrategien, Peer-Kultur
Die Arbeit analysiert den Übergangsprozess von der Kindertagesstätte in die Grundschule und untersucht, wie die Soziale Arbeit Kinder und Familien in dieser kritischen Lebensphase bedarfsgerecht unterstützen kann.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Übergängen, die Entstehung sozialer Ungleichheit im Bildungssektor, die Rolle der Kita als Bildungsort sowie die Einbeziehung der Kinderperspektive und des Konzepts der Lebensbewältigung.
Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Soziale Arbeit zu einer bedarfsgerechteren Begleitung von Kindern und deren Familien im Übergangsprozess beitragen und somit Bildungschancen verbessern kann.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der aktuellen Fachliteratur und Forschungsstudien. Die Autorin bzw. der Autor stützt sich auf entwicklungspsychologische, soziologische und sozialpädagogische Theorien sowie auf die Analyse bestehender Praxismodelle.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Transitionen, die Problematisierung sozialer Ungleichheit, eine kritische Betrachtung des Bildungsauftrags der Kita, die Bedeutung der kindlichen Perspektive und das Konzept der sozialpädagogischen Lebensbewältigung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Übergang, Lebensbewältigung, soziale Ungleichheit, Kinderperspektive, Transition und Soziale Arbeit charakterisiert.
Die Lernwerkstätten werden als konkretes Kooperationsmodell zwischen Kita und Grundschule vorgestellt, das pädagogische Fachkräfte unterstützt und Kindern als Erfahrungsraum dient, um den Übergang aktiv und selbstbestimmt zu bewältigen.
Im Gegensatz zu rein pädagogischen oder selektionsorientierten Ansätzen stellt das Modell der Lebensbewältigung nach Lothar Böhnisch die Handlungsfähigkeit des Subjekts in den Mittelpunkt und betrachtet das abweichende Verhalten als bewältigungsorientierte Antwort auf soziale Herausforderungen.
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