Magisterarbeit, 1999
101 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Massenmedien und Öffentlichkeit
2.2 Berufsbild und Aufgabenverständnis von Journalisten
2.3. Nachrichtenfaktoren und -werte
2.4. Öffentlichkeitsarbeit (PR) und Medien
2.5. Publizistische Konflikte und öffentliche Krisen
2.6 Skandale
3. Fakten des Konflikts
4. Medien-Tenor-Daten als Ausgangspunkt
4.1.1. Urheber der Bewertung des Produkts und des Unternehmens
4.1.2. Urheber der Bewertung der Vorstände
4.2.1. Bewertung des Vorstands
4.2.2. Bewertung des Unternehmens
4.3.1. Bewertung der A-Klasse gesamt
4.3.2. Bewertung der A-Klasse nach Eigenschaften
4.3.3. Bewertung der A-Klasse nach Urhebern
5. Forschungsfragen und Hypothesen
6. Methode der Inhaltsanalyse
7. Auswertung der Ergebnisse auf Artikelebene
7.1. Resonanz und Phasen der Berichterstattung
7.2. Quellennutzung
7.3. Anlaß, Ereignis und Akteur
7.4. Artikelart
7.5. Hauptthema
7.6.1. Tendenz der Hauptüberschrift
7.6.2. Tendenz des Artikels
7.6.3. Tendenz des Artikels nach Akteuren
7.7.1. Krisenframe: qualitativ und quantitativ
7.7.2. Skandalframe: qualitativ und quantitativ
7.7.3. Hämeframe: qualitativ und quantitativ
7.7.4. Technikframe: qualitativ und quantitativ
7.7.5. Krisen - und Skandalframe im Vergleich
7.7.6. Quantitative Frames im Vergleich
7.7.7. Quantitative Frames im Vergleich nach Artikelart
7.8.1 Thematisierung des Konflikts durch Bilder
7.8.2. Anzahl und Inhalt der Bilder
7.8.3. Quelle der Bilder
8. Thematisierung des Konflikts auf Aussagenebene
8.1.1 Urheber der Aussagen
8.2.1. Tendenz der Aussagen nach Urheber
8.2.1 Thema der Aussagen
8.2.2. Tendenz der Aussagen nach Thema
8.3.2.1 Tendenz der Aussagen zur Unternehmensreaktion
8.3.2.2. Tendenz der Aussagen zur Unternehmenskommunikation
8.3.2.3. Tendenz der Aussagen zu Personen des Unternehmens
8.3.2.4. Tendenz der Aussagen zur Unternehmensführung
8.3.3.1. Tendenz der Aussagen zur A-Klasse
8.3.3.2. Tendenz der Aussagen zu Fahrsicherheit und Lösung
8.4. Tendenz der Aussagen zum "Elchtest"
8.5. Tendenz der Aussagen nach Medium
9. Zusammenfassung und Schluß
11. Literaturverzeichnis
Diese Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung über die Unternehmenskrise rund um die Mercedes A-Klasse (den sogenannten "Elchtest"-Konflikt) in deutschen Printmedien, um zu analysieren, wie komplexe Sachverhalte in der Presse dargestellt und bewertet wurden.
1. Einleitung
Desaster, Debakel, Unfall, Störfall - so vielfältig die Bezeichnungen für öffentliche Konflikte und kontroverse Diskussionen auch sein mögen, so haben sie doch meist ein gleiches Muster. Immer dann, wenn durch Störfälle oder Unfälle, Unsicherheit und Angst, statt Ordnung und Vertrauen die Stimmung eines Themas beherrschen, können die Medien die Ereignisse durch ihre Wortwahl und Faktendarstellung als Konflikt, Krisenfall, Störfall, Katastrophe oder gar Skandal oder Affäre darstellen.
Der Vertrauensverlust in bestehende und scheinbar geordnete Verhältnisse, was Mißstände (als einzelne Ereignisse) oder Mißverhältnisse (als Beziehung zwischen mehreren Ereignissen oder Faktoren) ausmacht, beruht auf einer Nichtübereinstimmung von Anspruch und Realität. Wenn der Soll- und der Ist Zustand einer Begebenheit aus dem Gleichgewicht geraten, dann werden die Medien darüber berichten, weil die Ereignisse von dem abweichen, was man Normalzustand nennen könnte. Dieser Normalzustand wird gebildet aus gesellschaftlichen Werten und Ansprüchen, Wünschen und Bedürfnissen.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der öffentlichen Konfliktdarstellung am Beispiel der Mercedes A-Klasse und Zielsetzung der Untersuchung.
2. Theoretischer Rahmen: Darstellung der wissenschaftlichen Grundlagen, insbesondere Massenmedien, Journalismusrollen, Nachrichtenfaktoren und Krisentheorien.
3. Fakten des Konflikts: Chronologische Aufarbeitung der Ereignisse rund um die Einführung der A-Klasse und den "Elchtest"-Unfall.
4. Medien-Tenor-Daten als Ausgangspunkt: Formale und inhaltliche Auswertung vorhandener Daten zu Aussagen über Produkt und Unternehmen.
5. Forschungsfragen und Hypothesen: Herleitung der Fragestellungen auf Basis der theoretischen Vorüberlegungen zum Konflikt.
6. Methode der Inhaltsanalyse: Erläuterung des Kategorienschemas, der Stichprobenauswahl und des methodischen Vorgehens bei der Codierung.
7. Auswertung der Ergebnisse auf Artikelebene: Analyse von Resonanz, Quellennutzung und verschiedenen Frames (Krise, Skandal, Häme, Technik) im Zeitverlauf.
8. Thematisierung des Konflikts auf Aussagenebene: Detaillierte Untersuchung von Aussagen hinsichtlich Urhebern, Themen und deren Tendenzen.
9. Zusammenfassung und Schluß: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerungen für die Theorie der Krisenkommunikation.
11. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit zitierten Quellen.
Mercedes A-Klasse, Elchtest, Unternehmenskrise, Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Krisenkommunikation, Journalismus, Nachrichtenfaktoren, Skandal, Technikframe, Öffentlichkeitsarbeit, Frametheorie, Konfliktforschung, Massenmedien, Daimler-Benz
Es geht um eine kommunikationswissenschaftliche Analyse, wie deutsche Printmedien den Konflikt um die Fahrsicherheit der Mercedes A-Klasse in den Jahren 1997/1998 dargestellt haben.
Die zentralen Themenfelder sind Krisenkommunikation, die Rolle von Journalisten als Akteure in Konflikten sowie die Darstellung von technischen Problemen in der Presse.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie die Presse komplexe Unternehmensereignisse thematisiert und ob dabei eine unternehmerische Krise oder ein Skandal konstruiert wurde.
Es wird eine quantitative Inhaltsanalyse von Printmedien durchgeführt, wobei ein Kategorienschema zur Erfassung von Artikeln und Aussagen entwickelt wurde.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung, die Fakten des Falles, die Auswertung der Medien-Tenor-Daten sowie die detaillierte Analyse der Artikel- und Aussagenebene.
Wichtige Schlüsselwörter sind Mercedes A-Klasse, Elchtest, Krisenkommunikation, Medienresonanz, Inhaltsanalyse und Technikframe.
Die Medien berichten erstaunlich positiv, insbesondere durch die erfolgreiche Lösungsstrategie (ESP) des Unternehmens, wodurch eine Eskalation zur Unternehmenskrise weitgehend verhindert wurde.
Der Elchtest dient als Auslöser für die Debatte, wird aber von den Journalisten im Zeitverlauf zunehmend als technisch unbedeutend eingestuft, während die technische Lösung in den Vordergrund rückt.
Nein, die Untersuchung zeigt, dass trotz der Sensation kein publizistischer Skandal nach den wissenschaftlichen Kriterien festgestellt werden konnte, da die notwendigen moralischen Verfehlungen nicht breit diskutiert wurden.
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