Bachelorarbeit, 2016
77 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung und Vorgehensweise
2 Die Einkommensverteilung im Sozialstaat Deutschland
2.1 Der Sozialstaat Deutschland
2.1.1 Allgemein
2.1.2 Struktur des deutschen Sozialstaates
2.2 Einkommensverteilung als Herausforderung
2.3 Indikatoren zur Bestimmung der Einkommensverteilung
2.3.1 Differenzierung der Einkommensbegriffe
2.3.2 Gini-Koeffizient
2.3.3 Verteilung nach Dezilen
2.3.4 Median und Armutsrisikoquote
2.4 Zustimmung zu staatlichen Maßnahmen, um Einkommensunterschiede zu verringern
2.5 Zwischenergebnis
3 Das bedingungslose Grundeinkommen
3.1 Begriffsklärung
3.2 Argumente für ein Grundeinkommen
3.2.1 Ökonomischer Ansatz
3.2.2 Sozialer Ansatz
3.3 Argumente gegen ein Grundeinkommen
3.3.1 Ökonomischer Ansatz
3.3.2 Sozialer Ansatz
3.4 Gesamtvolumen eines GE
3.5 Finanzierungsmöglichkeiten
4 Ausgewählte Grundeinkommensmodelle
4.1 Modell Straubhaar
4.2 Modell Werner
4.3 Modell Althaus
4.4 Tabellarische Zusammenstellung der Ergebnisse
5 Auswirkungen fiktiver Grundeinkommensmodelle auf die Einkommensverteilung
5.1 Grundannahmen der fiktiven Modelle
5.2 Ausgestaltung der fiktiven Modelle
5.3 Finanzierung
5.4 Methodische Vorgehensweise
5.5 Ergebnisse
5.6 Kritische Hinterfragung der eigenen Modelle
6 Schluss
6.1 Ergebnisse zusammenstellen
6.2 Ausgangsfrage beantworten
6.3 Ausblick geben
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob das bedingungslose Grundeinkommen eine geeignete Alternative zur Bekämpfung der Einkommensungleichheit in Deutschland darstellt, indem sie die verteilungspolitischen Auswirkungen verschiedener theoretischer und fiktiver GE-Modelle analysiert.
3.1 Begriffsklärung
Der Begriff GE wird häufig unscharf für ganz verschiedene Einkommenssicherungen und –ergänzungen verwendet. Im Folgenden sollen die grundlegenden Begriffe geklärt und Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den verschiedenen Ansätzen aufgezeigt werden. Ein Überbegriff für entgeltliche Transferleistungen des Gemeinwesens an Personen ist der Begriff Mindesteinkommen. Mindesteinkommen können sowohl GE als auch Grund- bzw. Mindestsicherung sein.
Letzteres ist ein Mindesteinkommen, auf das erst nach einer sozialadministrativen Bedürftigkeitsprüfung Anspruch besteht. Die Grundsicherung bildet im aktuellen Sicherungssystem des Sozialstaats Deutschland das letzte „Auffangnetz“. Dies kann als bedarfsorientierte Grund- oder Mindestsicherung bezeichnet werden. Die Bezüge dieser Leistungen sind je nach Grundsicherung auch an weitere Bedingungen -neben der Bedürftigkeit- geknüpft. So setzen Ansprüche auf ALG II beispielsweise die Erwerbsfähigkeit, eine bestimmte Altersgrenze oder den vorherigen Einkommenseinsatz des Lebenspartners voraus. Sollten diese Bedingungen nicht eingehalten bzw. erfüllt werden, drohen den Personen Leistungsausschluss, -beschränkungen oder Sanktionen.
Das GE ist ein anderes System der sozialen Sicherung. Auch der Begriff des GE selbst hat eine erhebliche Vielfalt: Begriffe wie Bürgergeld, Existenzgeld, partielles oder bedingungsloses GE sind nur ein Auszug dieser Vielfalt, um zu verdeutlichen, dass auch hier vorab eine Strukturierung der Begriffe zweckmäßig erscheint. Eine erste Annäherung bezüglich des GE liefert das 2004 gegründete Netzwerk Grundeinkommen, das dieses wie folgt definiert:
„Ein Grundeinkommen ist ein Einkommen, das eine politische Gemeinschaft bedingungslos jedem ihrer Mitglieder gewährt. Es soll die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, einen individuellen Rechtsanspruch darstellen sowie ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zu Arbeit oder anderen Gegenleistungen garantiert werden.“
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Einkommensungleichheit in Deutschland ein und definiert die Forschungsfrage, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen als alternative Lösung dienen kann.
2 Die Einkommensverteilung im Sozialstaat Deutschland: Hier werden der aktuelle Sozialstaat, seine Struktur sowie verschiedene Kennzahlen zur Messung der Einkommensungleichheit und das öffentliche Meinungsbild zu Umverteilungsmaßnahmen analysiert.
3 Das bedingungslose Grundeinkommen: Dieses Kapitel definiert das Konzept des Grundeinkommens, stellt Pro- und Contra-Argumente gegenüber und erörtert grundlegende Finanzierungsfragen.
4 Ausgewählte Grundeinkommensmodelle: Hier werden konkrete, in Deutschland diskutierte Modelle von Straubhaar, Werner und Althaus anhand einheitlicher Kriterien vorgestellt und miteinander verglichen.
5 Auswirkungen fiktiver Grundeinkommensmodelle auf die Einkommensverteilung: In diesem Kernkapitel werden fiktive Modelle simuliert, deren Umverteilungswirkungen berechnet und kritisch hinterfragt.
6 Schluss: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt, die zentrale Forschungsfrage beantwortet und ein Ausblick auf die gesellschaftspolitische Relevanz gegeben.
Bedingungsloses Grundeinkommen, Einkommensungleichheit, Sozialstaat, Umverteilung, Gini-Koeffizient, Armutsrisikoquote, Sozialpolitik, Steuerfinanzierung, Negative Einkommenssteuer, Sozialdividende, Existenzsicherung, Bürgergeld, Finanzierbarkeit, soziale Gerechtigkeit, Wohlstand.
Die Arbeit untersucht die Frage, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen (GE) eine geeignete Antwort auf die zunehmende Einkommensungleichheit in Deutschland sein kann.
Die zentralen Felder sind die Analyse des aktuellen deutschen Sozialstaates, die theoretische Definition des GE, die Vorstellung prominenter GE-Modelle sowie die quantitative Modellierung von Umverteilungseffekten.
Das primäre Ziel ist es, mittels fiktiver Berechnungen zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen ein Grundeinkommen tatsächlich zu einer gerechteren Einkommensverteilung beitragen kann.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine empirisch-quantitative Simulation, um die Umverteilungswirkungen durch den Vergleich von Gini-Koeffizienten und Dezilverhältnissen zu messen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der aktuellen sozialen Lage, die Diskussion von Pro- und Contra-Argumenten, die Analyse spezifischer GE-Modelle und die rechnerische Simulation fiktiver Modelle.
Wesentliche Begriffe sind das bedingungslose Grundeinkommen, die Einkommensungleichheit, der Gini-Koeffizient, die Armutsrisikoquote, soziale Sicherheit und Umverteilung.
Die Modelle von Straubhaar, Werner und Althaus unterscheiden sich primär in der gewählten Auszahlungsform (Sozialdividende vs. negative Einkommenssteuer), der Höhe des Betrages sowie in der Art der Finanzierung.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein Grundeinkommen einen sehr bedeutenden Teil des Staatshaushalts beanspruchen würde und dass die genauen Auswirkungen einer so radikalen Systemumstellung aufgrund komplexer Anpassungsreaktionen schwer prognostizierbar sind.
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