Fachbuch, 2020
67 Seiten
1 Einleitung
2 Konzeptualisierung des Themas
2.1 Grundlagen virtueller Teamarbeit
2.2 Grundlagen agiler Arbeitskultur, -methoden und Frameworks, insbesondere Scrum
2.3 Grundlagen B*IMA-Modell zur Strukturierung der Erkenntnisse
2.4 Aktueller Forschungsstand
3 Analyse und Synthese – virtuelle Teamarbeit in Scrum-Teams
3.1 Ebene der externen Faktoren
3.2 Ebene der Unternehmensstrategie
3.3 Ebene der Geschäftsprozesse
3.4 Ebene der Informations- und Kommunikationstechnologie
3.5 Ebene der kulturellen Faktoren
3.6 Rahmenwerk der Einflussfaktoren und Handlungsoptionen
4 Evaluation und kritische Reflexion
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Potenziale der virtuellen Teamarbeit innerhalb von Scrum-Teams in der Softwareentwicklung. Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand in einem strukturierten Rahmenwerk zusammenzuführen, um Unternehmen konkrete Handlungsoptionen für eine effizientere virtuelle Zusammenarbeit an die Hand zu geben und dabei bestehende Forschungslücken zu identifizieren.
2.1 Grundlagen virtueller Teamarbeit
In Unternehmen gilt seit einigen Jahren ein Trend hin zu verteilter Softwareentwicklung in Form von virtuellen Teams oder der teilweisen oder vollständigen Auslagerung der Entwicklung in andere Länder (Agerfalk, Fitzgerald und Slaughter 2009; Bannerman, Hossain und Jeffery 2012; Lous et al. 2018). In der wissenschaftlichen Literatur finden sich einige Definitionen virtueller Teams, die untereinander nicht einheitlich sind. In diesem Kapitel wird die Definition virtueller Teams beschrieben, die als Grundlage für diese Arbeit gelten soll.
Viele Autoren der im Rahmen dieser Arbeit untersuchten Literatur sprechen im Rahmen virtueller oder verteilter Teamarbeit von drei Dimensionen, nach denen ein Team getrennt sein kann (Bannerman, Hossain und Jeffery 2012; Dorairaj, Noble und Allan 2013; Modi, Abbott und Counsell 2013; Pries-Heje, Lene und Pries-Heje, Jan 2011; Sarker, Saonee und Sarker, Suprateek 2009; Shameem et al. 2017). Diese Dimensionen sind Zeit (zeitliche Trennung), Ort (geografische Trennung) und Kultur (Trennung durch verschiedene kulturelle Hintergründe).
Ein Modell, das virtuelle Teamarbeit nach ebendiesen Dimensionen charakterisiert, liefern Fisher und Fisher (2001). Nach diesem Modell werden Teams nach den drei Dimensionen „time“ (Zeit), „space“ (Ort) und „culture“ (Kultur) mit jeweils zwei möglichen Ausprägungen („gleich“ und „verschieden“) in acht mögliche Konstellationen aufgeteilt.
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz agiler Arbeitsweisen in globalen Teams und Definition der Forschungsfragen sowie des methodischen Vorgehens.
2 Konzeptualisierung des Themas: Erläuterung der theoretischen Grundlagen zu virtueller Teamarbeit, agilen Methoden wie Scrum und Vorstellung des B*IMA-Modells zur Strukturierung.
3 Analyse und Synthese – virtuelle Teamarbeit in Scrum-Teams: Detaillierte Auswertung der Einflussfaktoren auf verschiedenen Organisationsebenen und Entwicklung eines ganzheitlichen Rahmenwerks für virtuelle Scrum-Teams.
4 Evaluation und kritische Reflexion: Kritische Würdigung der Arbeit, Identifikation von Stärken und Schwächen sowie Einordnung der wissenschaftlichen Ergebnisse.
5 Fazit: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse zur Beantwortung der Forschungsfragen und Empfehlungen für die praktische Anwendung.
Virtuelle Teamarbeit, Scrum, Softwareentwicklung, Agilität, B*IMA-Modell, Global Software Engineering, verteilte Teams, Kommunikationstechnologie, Geschäftsprozesse, Unternehmenskultur, Wissensmanagement, Handlungsoptionen, Teamkonstellationen.
Die Arbeit behandelt die Vereinbarkeit von agiler Softwareentwicklung (Scrum) mit den Anforderungen der virtuellen bzw. geografisch verteilten Teamarbeit.
Die zentralen Felder umfassen Unternehmensstrategie, Geschäftsprozesse, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie kulturelle Faktoren.
Das Ziel ist die Erstellung eines strukturierten Rahmenwerks, das Handlungsoptionen für die Praxis bietet, um virtuelle Zusammenarbeit in Scrum-Teams zu optimieren.
Es wurde eine Literaturstudie durchgeführt, um den aktuellen Forschungsstand zu erfassen und mittels des B*IMA-Modells zu systematisieren.
Im Hauptteil werden Einflussfaktoren analysiert und kategorisiert, von externen Trends über strategische Planung bis hin zu technischen und kulturellen Rahmenbedingungen.
Die Arbeit fokussiert sich auf virtuelle Teams, Scrum, Agilität, verteilte Entwicklung und die ganzheitliche Organisationsbetrachtung.
Das Modell ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf eine Organisation und hilft dabei, das komplexe Zusammenwirken der verschiedenen Ebenen bei virtueller Teamarbeit strukturiert abzubilden.
Nein, die Literatur zeigt hier Widersprüche auf: Während einige Autoren den Nutzen von Proxy-Rollen für die Kommunikation betonen, weisen andere auf mögliche Missverständnisse hin.
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