Masterarbeit, 2019
129 Seiten
1. Einleitung
1.1. Persönliche Motivation
1.2. Problem- und Fragestellung
1.3. Zielsetzung der Arbeit
1.4. Gliederung und strukturelle Vorgehensweise
2. Die indische Diaspora in Deutschland
2.1. Definition Diaspora, Exil und Transmigration
2.1.1. Diaspora
2.1.2. Exil
2.1.3. Historischer Rückblick
2.1.4. Transmigration
2.2. Status Quo der indischen Diaspora
2.3. Die indische Diaspora in Deutschland
3. Religion, Sexualität und Identität in der Diaspora
3.1. Religion
3.1.1. Definition Religion und Religiosität
3.1.2. Religionen in Indien
3.1.3. Die christlich-indischen Religionsgemeinschaften in Indien
3.1.3.1. Historischer Rückblick der Christianisierung
3.1.3.2. Christliche Denominationen in Indien
3.1.3.3. Thomaschristen
3.1.3.4. Die Legende von St. Thomas
3.1.3.5. Die christlich-indische Community in Deutschland
3.1.4. Christlich-indische Geschlechterrollen
3.1.5. Traditionelle Geschlechterrollen nach der Bibel
3.1.5.1. Die Frau nach der Bibel
3.1.5.2. Der Mann nach der Bibel
3.1.5.3. Ehe, Ehebruch und Scheidung
3.1.6. Christliches Geschlechterverständnis nach der Bibel
3.1.7. Traditionelle Geschlechterrollen im Hinduismus
3.1.7.1. Die Frau im Hinduismus
3.2. Sexualität
3.2.1. Definition Sexualität
3.2.2. Sexualität im Hinduismus
3.2.3. Sexualmoral im Christentum
3.2.3.1. Sexualmoral der katholischen Kirche
3.2.3.2. Ehe, Ehebruch und Hurerei
3.2.3.3. Homosexualität
3.3. Identität
3.3.1. Definition Identität
3.3.2. Indische Identität
3.3.3. Die christlich-indische Identität
3.3.3.1. Christliche Werte und Widersprüche
3.3.3.2. Hinduistisch-christliche Verflechtung
3.3.3.3. Ignoranz und Hypokrisie
4. Schlusswort
4.1. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht kritisch die Wechselwirkungen zwischen Religion, Sexualität und Identität innerhalb der christlich-indischen Gemeinschaft in Deutschland, wobei die Problematik der Machtausübung durch biblische Auslegungen und kirchliche Lehren im Kontext traditioneller Geschlechterrollen analysiert wird.
3.1.3.1. Historischer Rückblick der Christianisierung
Im Folgendem wird grob der historische Rückblick der Etappen der Christianisierung in Indien aufgezeigt, da eine intensive und ausführliche Betrachtung der Genese des Christentums den Rahmen der vorliegenden Arbeit überschreiten würde. Den Autor der vorliegenden Arbeit ist es in großer Bedeutung, dass die Genese des Christentums in Indien in der christlich-indischen Gemeinschaft kritisch hinterfragt und untersucht wird, um eine reflektierte Darstellung der Thomaslegende und des Ursprungs des Christentums für die christlich-indische Community in Deutschland zu realisieren.
In der historischen Betrachtung der Genese der Religion des Christentums in Indien, wird in der Majorität der christlich-indischen Anhänger_innen der Missionar und Apostel St. Thomas beschrieben. Dieser wird als Grundsteinleger in der Entstehung und Entfaltung des Christentums in Indien durch die Nachfahren und Anhänger_innen der Thomaschrist_innen in der christlich-indischen Historiographie unhinterfragt und unentwegt aufrechterhalten. Die historische Überlieferung der Legende von Thomas wird in einem späteren Punkt der vorliegenden Arbeit kritisch untersucht und dargestellt (siehe 3.1.3.4. Die Legende von St. Thomas). Die Thomaschrist_innen beharren nach Issac, durch ihre nicht verifizierbaren mündlichen Überlieferungen in der Entstehung des Christentums durch den Apostel Thomas bis zum Status Quo. Dieser würde auch nach den Thomaschrist_innen den Ursprung und die Verbreitung des Christentums aufzeigen, welche durch die Bemühungen und Bestrebungen von einen der zwölf Apostel Jesus Christus stattgefunden haben soll (vgl. Issac 2014, S. 9). Laut Issac hat die mündliche Überlieferung der Entstehungsgeschichte des Christentums in den Augen der Historiker_innen keine historische und verifizierbare Signifikanz (vgl. ebenda).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Motivation und Zielsetzung der Arbeit ein, wobei der Fokus auf der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen religiösen Identität in der Diaspora liegt.
2. Die indische Diaspora in Deutschland: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Diaspora, Exil und Transmigration und bietet einen Überblick über den Status Quo der indischen Diaspora in Deutschland.
3. Religion, Sexualität und Identität in der Diaspora: Das Hauptkapitel untersucht die drei Themenschwerpunkte, analysiert deren gegenseitige Beeinflussung durch biblische und hinduistische Auslegungen sowie die Auswirkungen auf die Identität der christlich-indischen Community.
4. Schlusswort: Das Schlusswort zieht ein persönliches Fazit zur Arbeit und reflektiert die emotionalen und erkenntnisreichen Prozesse während der Forschung.
Christlich-indische Community, Religion, Sexualität, Identität, Diaspora, Biblische Auslegung, Geschlechterrollen, Katholische Kirche, Hinduismus, Migration, Patriarchat, Thomaschristen, Indisch-sein, Machtausübung, Tabuisierung.
Die Arbeit analysiert die christlich-indische Gemeinschaft in Deutschland und hinterfragt kritisch die Konstruktion ihrer Identität durch Religion und Sexualmoral.
Die zentralen Felder sind Religion, Sexualität und Identität, die im Kontext biblischer Auslegungen und traditioneller Rollenbilder untersucht werden.
Das Ziel ist es, ein kritisches Bewusstsein für die eigene religiöse Zugehörigkeit zu schaffen und die unhinterfragten Glaubenssätze innerhalb der christlich-indischen Community zu dekonstruieren.
Es handelt sich um eine theoretisch angelegte Literaturarbeit, die durch subjektive Beobachtungen und Erfahrungen des Autors qualitativ ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Religion (einschließlich der historischen Genese in Indien), Sexualität (Moral und Tabus) sowie Identität, wobei hinduistische und christliche Konzepte gegenübergestellt werden.
Wichtige Begriffe sind Diaspora, Geschlechterrollen, Bibelauslegung, patriarchale Strukturen, Identitätskonstruktion und religiöse Hypokrisie.
Sie dient als Gründungserzählung und spirituelle Legitimationsgrundlage für die Thomaschristen, deren historischer Wahrheitsgehalt in der Arbeit kritisch beleuchtet wird.
Da der Autor selbst dieser Konfession angehört, dient sie als primärer Bezugspunkt, um konfessionelle und interkulturelle Missverständnisse in der Forschung zu vermeiden.
Das Thema wird im Abschnitt "Ignoranz und Hypokrisie" offen adressiert, um die systemische Problematik der Verschleierung und Tabuisierung innerhalb der Community zu verdeutlichen.
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