Bachelorarbeit, 2018
101 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theorie und Forschungsstand
2.1 Indikatorenschema schulischer Inklusion
2.2 Definition von schulischer Inklusion
2.2.1 Wissenschaftliche Definitionsversuche
2.2.2 Subjektives Verständnis von Lehrkräften
2.3 Subjektive und wissenschaftliche Theorien
2.3.1 Subjektive Theorien
2.3.2 Wissenschaftliche Theorien
2.3.3 Subjektive Theorien von Lehrkräften
2.4 Kompetenztheoretisches Modell COACTIV
3 Methode
3.1 Datenerhebung
3.1.1 Methode des Lauten Denkens
3.1.2 Versuchsmaterial
3.1.3 Versuchsablauf
3.2 Datenauswertung
3.2.1 Transkription der Interviews
3.2.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
3.2.3 Inhaltliche Kategorien
3.3 Stichprobe und Setting
4 Ergebnisse
4.1 Skalierende Kategorien
4.2 Inhaltliche Kategorien
5 Diskussion und Fazit
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Umsetzbarkeit und das Verbesserungspotenzial der 108 Indikatoren schulischer Inklusion (nach Krämer et al., 2016) durch die systematische Einschätzung von Lehrkräften zu evaluieren und dabei deren subjektive Theorien zum Inklusionsbegriff offenzulegen.
3.1.1 Methode des Lauten Denkens
Die qualitative Forschungsmethode des Lauten Denkens ermöglicht einen Einblick in kognitive Prozesse, die während einer Handlung stattfinden. Die Gefühls- und Gedankenwelt der Probanden kann so an die Oberfläche geholt werden (Konrad, 2010). In erster Linie wird diese Methode zur Analyse von Denk-, Lern- und Problemlöseprozessen eingesetzt, dabei ist zu beachten, dass für eine erfolgreiche Analyse möglichst alle Gedanken des Probanden während einer kognitiven Handlung artikuliert werden (Sandmann, 2014).
Die Methode des Lauten Denkens lässt sich in zwei Vorgehensweisen unterscheiden, die Introspektion und die Retrospektion. Die Introspektion fordert von dem Probanden eine sofortige Artikulation der Gedanken, wohingegen die Retrospektion den Schwerpunkt darauf legt, die Verbalisierung der Gedanken zu reflektieren um nachzuvollziehen wie diese zustande gekommen sind (Konrad, 2010). Die verbalisierten Gedanken, Gefühle und Absichten der Probanden werden im weiteren Verlauf systematisch „dokumentiert, ausgewertet und interpretiert“ (Konrad, 2010, S.476).
Die Grundlage dieser Methode bildet die menschliche Informationsverarbeitung, welche anhand des Drei-Speicher-Modells des Gedächtnisses abgebildet werden kann (Ericsson/Simon 1999, 1998; zitiert nach Bilandzic, 2017). Dieses Modell stellt den Ablauf der Aufnahme und Speicherung von Informationen dar (Konrad, 2010).
1 EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Problematik unscharfer Inklusionsdefinitionen im Schulsystem und setzt sich zum Ziel, durch Indikatoreneinschätzung von Lehrkräften zur Konkretisierung beizutragen.
2 THEORIE UND FORSCHUNGSSTAND: Hier wird der theoretische Rahmen durch die Darstellung von Inklusions-Indikatorenschemata, subjektiven Theorien von Lehrkräften und dem COACTIV-Modell aufgespannt.
3 METHODE: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die Anwendung der Methode des Lauten Denkens, die Kriterien der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring sowie die Auswahl der Stichprobe im inklusiven Setting.
4 ERGEBNISSE: Die Ergebnisse präsentieren sowohl die skalierenden Kategorien anhand von Dimensionsnetzen als auch die aus den Interviews induktiv gewonnenen inhaltlichen Kategorien.
5 DISKUSSION UND FAZIT: Das Kapitel diskutiert die Divergenzen zwischen wissenschaftlichen Indikatoren und subjektivem Lehrkraftverständnis und unterstreicht die Notwendigkeit präziser Definitionen für die Schulpraxis.
Operationale Definitionen, schulische Inklusion, subjektive Theorien, Indikatoren, Einschätzungen, qualitative Inhaltsanalyse, Methode des Lauten Denkens, COACTIV, Lehrkräfte, Inklusionsverständnis, Kompetenzmodell, Datenanalyse, Schulpraxis, Bildungswesen.
Die Arbeit untersucht, wie Lehrkräfte die operationalisierten Indikatoren schulischer Inklusion (nach Krämer et al., 2016) einschätzen und welche subjektiven Theorien diesem Verständnis zugrunde liegen.
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Fundierung schulischer Inklusion, die Analyse subjektiver Theorien von Lehrkräften sowie die methodische Evaluierung inklusiver Unterrichtsmerkmale.
Ziel ist es, die Umsetzbarkeit der 108 entwickelten Indikatoren von Lehrkräften bewerten zu lassen, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren und die Diskrepanz zwischen abstraktem wissenschaftlichem Anspruch und praktischer Umsetzung zu untersuchen.
Die Datenerhebung erfolgt über die qualitative Forschungsmethode des „Lauten Denkens“. Zur Auswertung wird die strukturierende, skalierende qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring herangezogen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Inklusionsbegriffs und Kompetenzmodellen (COACTIV), eine detaillierte Methodendarstellung sowie die Ergebnisauswertung mittels Dimensionsnetzen.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie operationale Inklusionsdefinitionen, subjektive Lehrkrafttheorien, qualitative Datenanalyse und die Überprüfung professioneller Handlungskompetenz.
Die Methode soll den Effekt der sozialen Erwünschtheit minimieren und ungefilterte, spontane Überzeugungen der Lehrkräfte im Moment der Aufgabenbearbeitung erfassbar machen.
Das Fazit betont, dass trotz einer hohen Überschneidung zwischen Theorie und Praxis das unterschiedliche Verständnis von Lehrkräften auf ein Fehlen präziser, allgemeingültiger Definitionen zurückzuführen ist, was die praktische Umsetzung erschwert.
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