Examensarbeit, 2005
136 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Umwelterziehung
1.1 Entwicklung der Umwelterziehung
1.2 Begriffsbestimmung Umwelterziehung
1.3 Begriffsbestimmung Umweltbildung
1.4 Merkmale der Umwelterziehung
1.4.1 Situationsorientierung
1.4.2 Handlungsorientierung
1.4.3 Interdisziplinarität
1.4.4 Problemorientierung
1.4.5 Werterziehung
1.4.6 Zusammenfassung
1.5 Ziele der Umwelterziehung
1.6 Artenschutz
1.7 Nachhaltige Entwicklung
2 Umweltbildung in der Grundschule
2.1 Lehrplan zum Thema Umwelterziehung
2.2 Lehrplan speziell zum Thema Sinne
2.3 Perspektivrahmen
2.4 Kriterien für guten Umwelterziehungsunterricht
2.5 Kriterien der Themenauswahl für die Grundschule
2.6 Gesetzte die beachtet werden müssen
2.7 Naturerfahrungen
2.8 Naturerfahrungsdimensionen
3 Entwicklung des Kindes
3.1 Phasenentwicklung
3.1.1 Kindergartenzeit und Klasse eins
3.1.2 Klasse zwei und drei
3.1.3 Klasse vier
3.2 Was bedeutet dies für die Umwelterziehung?
3.3 Die Schnecke als praktisches Beispiel zu den Altersphasen
3.3.1 Kindergartenzeit und Klasse eins
3.3.2 Klasse zwei und drei
3.3.3 Klasse vier
3.4 Geschlechterunterschiede
4 Wahrnehmung
4.1 Definition Wahrnehmung
4.2 Bewusste Wahrnehmung
4.3 Sinnesorgane Grundlage für Wahrnehmung
4.3.1 Sehen
4.3.2 Hören
4.3.3 Riechen
4.3.4 Geschmack
4.3.5 Fühlen
4.3.6 Gleichgewichtssinn
4.4 Wahrnehmungsförderung
4.5 Wahrnehmungsspiele
4.5.1 Visuelle Wahrnehmung
4.5.2 Auditive Wahrnehmung
4.5.3 Geruchs- und Geschmackswahrnehmung
4.5.4 Taktile und kinästhetische Wahrnehmung
5 Beispiele
5.1 Begründung für die Auswahl der Hagebutte
5.2 Sachanalyse Hagebutte
5.3 Möglichkeiten der Durchführung der Hagebutte
5.3.1 Umsetzungsmöglichkeiten mit unseren Sinnen
5.3.2 Fächerübergreifende Beispiele
5.4 Begründung für die Auswahl der Weinbergschnecke
5.5 Sachanalyse Weinbergschnecke
5.6 Möglichkeiten der Durchführung Schnecke
5.6.1 Umsetzungsmöglichkeiten mit unseren Sinnen
5.6.2 Fächerübergreifende Beispiele
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Umwelterziehung in der Grundschule durch die bewusste Schulung der Wahrnehmung von Tier- und Pflanzenwelt gefördert werden kann, um eine emotionale Bindung zur Natur aufzubauen und Handlungsmotivation für umweltbewusstes Verhalten zu schaffen.
3.1.2 Klasse zwei und drei
Der Übergang zur Schulreife beginnt ungefähr mit dem fünften Lebensjahr. Die Kinder verändern sich in dieser Zeit nicht nur stark äußerlich, sondern auch innerlich. Die Umwelt ist zwar noch oftmals mit ihrer Spielwelt deckungsgleich, aber das mythische Element verdrängt die Magie. Außerdem kommt oft die Überzeugung durch, dass Dinge einen realen Zusammenhang besitzen. Während in der Kindergartenphase die Innenwelt auf die reale Umwelt projiziert wird, kommt jetzt ein Gleichgewicht zwischen Innen und Außen zustande. Dem Kind reicht es nicht mehr, Handlungen im Geiste zu vollziehen. Es stellt sich Aufgaben und will diese Lösen. Es will selber den Nagel in die Wand hauen oder ein Feuer entfachen. Wenn es aus der Phantasiewelt in die reale Welt tritt, bemerkt es die Überlegenheit der Erwachsenen. Meist entsteht eine Anerkennung der Erwachsenenautorität, welche bis ins dritte Schuljahr reicht.
Sie bevorzugen als Spielort die Freie Natur. In dieser Phase bilden sich auch die Gemütskräfte, die Differenzierung der Sprache und das Gewissen aus. „Die in diesem Alter gesäte Liebe zur Natur, die in diesem Alter begründete Ehrfurcht vor dem Lebendigen ergeben einen soliden Rahmen für das spätere Leben“ (WINKEL 1995, S.88). Diese Liebe kann man eher über Erlebnisse, also das Gefühl, als über das Wissen entwickeln.
Die Kinder befinden sich in der sogenannten konkret- operationalen Phase. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die spielerischen Methoden, mit denen sie den Umgang mit verschiedenen Dingen erproben können. Mit zunehmenden Alter verliert sich ein gewisser Egozentrismus. Eine objektive Sichtweise und das Verständnis für die Sichtweisen der Mitmenschen entwickelt sich.
1 Umwelterziehung: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung und die zentralen Merkmale der Umwelterziehung sowie die Übergänge zur modernen Umweltbildung und nachhaltigen Entwicklung.
2 Umweltbildung in der Grundschule: Hier werden die Vorgaben des Lehrplans, Kriterien für einen qualitätsvollen Unterricht und die Bedeutung von Naturerfahrungen für Grundschulkinder detailliert beschrieben.
3 Entwicklung des Kindes: Dieses Kapitel analysiert die entwicklungspsychologischen Phasen des Kindesalters und leitet daraus spezifische pädagogische Empfehlungen für die Gestaltung von Umwelterziehung ab.
4 Wahrnehmung: Der Fokus liegt auf der Definition der Wahrnehmung, der Funktionsweise der Sinnesorgane und der Bedeutung der bewussten Wahrnehmung für das Lernen in der Grundschule.
5 Beispiele: Hier werden konkrete Unterrichtskonzepte und Sachanalysen am Beispiel der Hagebutte und der Weinbergschnecke vorgestellt, um die theoretischen Aspekte in die Praxis zu überführen.
Umwelterziehung, Umweltbildung, Grundschule, Sinnesschulung, Wahrnehmung, Naturerfahrung, Nachhaltige Entwicklung, Artenvielfalt, Artenschutz, Didaktik, Hagebutte, Weinbergschnecke, Handlungsorientierung, Kindesentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Verknüpfung von Umwelterziehung und der bewussten Schulung der Sinneswahrnehmung bei Grundschulkindern.
Die Themen umfassen die Didaktik der Umweltbildung, die kindliche Entwicklungspsychologie, Sinnesphysiologie und praxisnahe Beispiele aus dem Heimat- und Sachkundeunterricht.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kinder durch bewusste Wahrnehmung und echte Naturerfahrungen eine emotionale Bindung zur Umwelt aufbauen und dadurch nachhaltig motiviert werden, Verantwortung für die Natur zu übernehmen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse didaktischer Konzepte und kombiniert diese mit praxisorientierten Empfehlungen für den Unterricht.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Umwelterziehung in der Schule, eine Analyse der kindlichen Entwicklungsstufen und eine detaillierte Ausarbeitung von Unterrichtsbeispielen (Hagebutte und Weinbergschnecke).
Umwelterziehung, Sinnesschulung, Naturerfahrung, Grundschule und handlungsorientierter Unterricht.
Die Hagebutte dient als informatives, leicht zugängliches und ungiftiges Beispiel, an dem Grundschüler eine Vielzahl von sinnlichen Erfahrungen (Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen) sammeln können.
Die Arbeit beleuchtet, dass Mädchen und Jungen unterschiedliche Zugänge zur Natur haben – Mädchen sind oft beobachtender und pflanzenorientierter, während Jungen stärker zu aktiven, forschenden Tätigkeiten und tierbezogenen Themen neigen.
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