Examensarbeit, 2002
87 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 DIE KONTROVERSE ÜBER SCHULLEISTUNGSMESSUNG
2.1 BILDUNG VS. LEISTUNG?
2.2 PROBLEMATIK DER STANDARDSETZUNG
2.3 ANFORDERUNGEN AN DIE SCHULE
2.4 SCHULQUALITÄT
2.5 ÜBER DIE NOTWENDIGKEIT VON MESSUNG UND EVALUATION
3 EVALUATION
3.1 DER EVALUATIONSBEGRIFF
3.2 EVALUATIONSARTEN
3.2.1 Zur Geschichte und gegenwärtigen Situation der BRD
3.2.2 Das deutsche Schulsystem
3.2.3 Interne Evaluation
3.2.4 Externe Evaluation
3.3 MISCHFORM AM BEISPIEL GROßBRITANNIEN
3.3.1 Privatschulen vs. Staatliche Schulen
3.4 DAS ISI
3.4.1 Methodik: Planung und Durchführung
3.4.2 Protokollierung der Ergebnisse
3.4.3 Evaluation des Unterrichts
3.4.4 Evaluationskriterien für den Unterricht
3.4.4.1 Attainment
3.4.4.2 Progress
3.4.4.3 Teaching
3.4.5 Rückmeldungen
3.4.6 Anerkennung der Evaluationen des ISI durch staatliche Organisationen
3.5 VERGLEICH DER VORGEHENSWEISEN
3.5.1 Evaluationsmethoden
3.5.2 Evaluationskriterien
3.5.3 Praktischer Nutzen
3.5.4 Rückmeldungen
4 FAZIT
5 AUSBLICK
Die Arbeit beleuchtet kritisch die aktuelle bildungspolitische Diskussion zur Schulleistungsmessung und Evaluation, um Möglichkeiten für eine effektivere Qualitätsentwicklung im Schulwesen aufzuzeigen, wobei ein kontrastiver Vergleich zwischen deutschen Ansätzen und dem Modell der englischen Privatschul-Evaluation (ISI) zentral ist.
2.1 Bildung vs. Leistung?
Innerhalb der Diskussion um Schule und die Beurteilung schulischer Arbeit wird zwischen den Begriffen Leistung und Bildung unterschieden. Aufbauend auf dieser Unterscheidung haben sich inzwischen zwei Seiten gebildet, wobei von der einen Seite Bildung, von der anderen Leistung als vorrangiges Ziel schulischer Arbeit genannt wird. So fordert der Vorsitzende der niedersächsischen Gymnasialdirektoren in einer Pressemitteilung, die Schule müsse „wieder mehr Leistung in der Vordergrund stellen“ (WK vom 11.03.1998), während Brügelmann fordert, der Schule müsse es um mehr gehen, als die Steigerung der Leistungsfähigkeit (1998). Derselben Meinung ist Schlömerkemper, der formuliert: „Bildung bleibt wichtiger als Leistung“ (1998, S. 262). Zunächst aber geht es nicht darum, „ob wir ’Leistung’ wollen oder ob ’Bildung’ wichtiger sein soll, sondern es geht um die Klärung, welches Verständnis von Leistung und Bildung“ (Schlömerkemper, 2000, S. 92) der Diskussion zu Grunde liegt. Erst wenn beide Begriffe inhaltlich definiert sind, kann eine Diskussion um die Ziele schulischer Arbeit stattfinden.
Traditionell wird unter Leistung die Qualifikation in Teilbereichen verstanden, beispielsweise der Rechtschreibung oder des Kopfrechnens. Leistungsfähigkeit entsteht durch die Vermittlung von Wissen, insbesondere von Daten und Fakten, die später abgerufen werden können. So können beispielsweise Rechtschreibleistungen durch den einfachen Test ermittelt werden, wie viele Wörter innerhalb eines Diktates richtig geschrieben sind. Schüler, die in einem solchen Test relativ wenig Fehler machen, sind als “leistungsstark“ zu bezeichnen während überdurchschnittlich viele Fehler zum Prädikat “leistungsschwach“ führen. Demzufolge läßt sich Leistung ohne größere Probleme messen.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Bedeutung von Leistungsmessung und Evaluation in der Bildungspolitik und führt in die Notwendigkeit einer klaren Definition von Schulqualität ein.
2 DIE KONTROVERSE ÜBER SCHULLEISTUNGSMESSUNG: Dieses Kapitel erläutert die Debatte zwischen Bildung und Leistung, die Problematik von Standards und die Anforderungen an eine moderne Schule.
3 EVALUATION: Hier werden verschiedene Evaluationsarten (intern/extern) detailliert analysiert, das Modell des Independent School Inspectorate (ISI) vorgestellt und die Vorgehensweisen kontrastiv verglichen.
4 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit von Qualitätsentwicklung statt bloßer Kontrolle und weist auf die Bedeutung von Lernzuwachsanalysen hin.
5 AUSBLICK: Der Ausblick diskutiert die Übertragbarkeit der ISI-Methodik auf das deutsche Schulsystem und unterstreicht die Notwendigkeit von Dialog und Vertrauen bei Evaluationsprozessen.
Schulleistungsmessung, Evaluation, Schulentwicklung, Schulqualität, Bildungsstandards, PISA, TIMSS, ISI, Interne Evaluation, Externe Evaluation, Kompetenzbegriff, Literacy, Benchmarking, Unterrichtsqualität, Bildungspolitik.
Die Arbeit untersucht die Schulleistungsmessung als Instrument der Evaluation und Schulentwicklung, wobei sie Unterschiede zwischen dem deutschen Bildungssystem und britischen Modellen analysiert.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Bildung und Leistung, die Definition von Schulqualität, die verschiedenen Evaluationsmethoden sowie der praktische Nutzen von Leistungstests.
Das Ziel ist es, die aktuelle Diskussion über Schulleistungsmessung kritisch zu beleuchten und durch den Vergleich mit dem englischen ISI-Modell Anregungen für eine effizientere Evaluation in Deutschland zu gewinnen.
Es wird eine kontrastive Analyse gewählt, die theoretische Grundlagen der Evaluation mit praktischen Beispielen (wie dem ISI-Modell) und aktuellen Bildungsstudien wie PISA und TIMSS verknüpft.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Differenzen zwischen Leistung und Bildung, die Problematik der Standardsetzung sowie eine detaillierte Gegenüberstellung interner und externer Evaluationsansätze.
Wichtige Begriffe sind Schulleistungsmessung, Evaluation, Schulentwicklung, Schulqualität, Standards und das Kompetenzmodell.
Das ISI-Modell vereint Elemente externer Evaluation (unabhängige Prüfer von außen) mit interner Detailkenntnis und Mitspracherechten der Schulen bei der Planung, was es von rein externen deutschen Testformaten unterscheidet.
Der Hauptunterschied liegt darin, dass das ISI den Unterricht direkt vor Ort beobachtet und evaluiert, während deutsche Standardtests wie PISA eher auf anonyme, quantitative Leistungsergebnisse und Kontextfragebögen setzen.
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