Examensarbeit, 2005
86 Seiten, Note: 1
Einleitung
A Geschichtliche Zusammenhänge
B Die Epoche der Romantik
I Begriff und Definition
II Themen und Motive der Romantik
III Gattungen
IV Mittelalter und Aufklärung
C Die Autoren: Hoffmann und Eichendorff
I Ernst Theodor Amadeus Hoffmann
1. Leben Hoffmanns
2. Hoffmanns Schreiben
3. Verschiedene Werke
II Joseph Freiherr von Eichendorff
1. Leben Eichendorffs
2. Eichendorffs Schreiben
3. Verschiedene Werke
D Analyse: Auf der Suche nach der Romantik
Einleitung
I Wiederholung als Merkmal romantischer Literatur
II Das poetische Gemüt im Zentrum der romantischen Erzählung
III Der Romantiker zwischen Vernunft und Gefühl
IV Der Philister als Feindbild der Romantiker
V Offene Form in der Romantik
VI Reale und historische Bezüge
E Fazit: Was ist romantisch?
Die wissenschaftliche Arbeit verfolgt das Ziel, die Gemeinsamkeiten und wesentlichen Unterschiede in der literarischen Ausgestaltung der Romantik bei Ernst Theodor Amadeus Hoffmann und Joseph Freiherr von Eichendorff herauszuarbeiten. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwiefern beide Autoren als typische Vertreter der Spätromantik gelten können und wie sie das romantische Ideal in ihre Erzählungen integrieren.
Die Romantik Eichendorffs und die Romantik Hoffmanns im Vergleich
Um die Romantik besser verstehen zu können, sollte man auch die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in dieser Zeit zur Kenntnis nehmen. Sie ist geprägt durch Auswirkungen der Französischen Revolution, durch gesellschaftliche Veränderungen, durch die Prinzipien der Aufklärung und gegen Ende auch durch industriellen Fortschritt. Themen und Tendenzen der Romantik lassen sich teilweise aus historischen Umständen ableiten. So wird beispielsweise die Französische Revolution zum politischen oder sozialen Thema oder die Entfremdung des Menschen von der Natur, wie sie als Folge der Industrialisierung erlebt wird, beeinflusst das Leben der Figuren in den Stücken.
Geistig folgte die Romantik auf die Epoche der Aufklärung, also dem Zeitalter der Vernunft. Hier wurde das selbstbestimmte, kritische Subjekt hochgehalten, das sich seines eigenen Verstandes bedienen sollte. Die Französische Revolution brach 1789 aus und hatte ab etwa 1804 Auswirkungen auf Deutschland. Deutschland war zu dieser Zeit in etwa 300 Territorialstaaten zerteilt. In den 90er Jahren nahm der Einfluss Napoleons in Frankreich zu. 1791 verbündeten sich Preußen und Österreich gegen Frankreich und führten mehrere Kriege, die jedoch erfolglos blieben.
A Geschichtliche Zusammenhänge: Dieses Kapitel beleuchtet den politisch-gesellschaftlichen Kontext von Mitte des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts, insbesondere die Auswirkungen der Aufklärung, der Französischen Revolution und der Industrialisierung auf das romantische Weltbild.
B Die Epoche der Romantik: Hier werden der Begriff der Romantik sowie ihre zentralen Themen, Motive, Gattungen und das Verhältnis zu Mittelalter und Aufklärung theoretisch definiert.
C Die Autoren: Hoffmann und Eichendorff: Dieser Abschnitt widmet sich den Biographien, dem allgemeinen Schreibstil und den wichtigsten Werken beider Autoren.
D Analyse: Auf der Suche nach der Romantik: Der Hauptteil untersucht anhand konkreter Werke die Kriterien der Wiederholung, des poetischen Gemüts, des Philisterbildes, der Formgebung sowie historischer Bezüge.
E Fazit: Was ist romantisch?: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Stellung Hoffmanns und Eichendorffs innerhalb der deutschen Romantik.
Romantik, Spätromantik, E.T.A. Hoffmann, Joseph von Eichendorff, Phantastik, Philistertum, Poetisches Gemüt, Industrialisierung, Aufklärung, Doppelgänger, Literarische Analyse, Naturphilosophie, Motivwiederholung, Künstlerexistenz.
Die Arbeit untersucht und vergleicht die literarischen Ausprägungen der Romantik bei den zwei bedeutenden Spätromantikern Ernst Theodor Amadeus Hoffmann und Joseph Freiherr von Eichendorff.
Im Zentrum stehen die Konzepte des Künstlers, das Verhältnis zum Philistertum, der Umgang mit der Natur sowie die Einbettung phantastischer Motive in die erzählte Realität.
Die Arbeit fragt nach den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Autoren in Bezug auf ihre romantische Weltsicht und ihre Stellung innerhalb der literarischen Epoche.
Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die zentrale Werke beider Autoren anhand spezifischer romantischer Kriterien (z.B. Wiederholung, offene Form) untersucht.
Der Hauptteil analysiert jeweils drei Erzählungen beider Autoren unter Gesichtspunkten wie dem "poetischen Gemüt", der Kontrastbildung zwischen Vernunft und Gefühl sowie der Bedeutung historischer Rahmenbedingungen.
Wichtige Begriffe sind Romantik, Phantastik, Philistertum, Künstlerexistenz und das spezifische Motiv der Wiederholung.
Hoffmann verbindet sein Werk stärker mit Magie und einer doppelbödigen psychologischen Realität, während Eichendorff sein Schaffen oft aus einem christlich-moralischen Blickwinkel heraus begründet und eine stärkere Naturverbundenheit betont.
Der Philister dient als Gegenbild zum romantischen Künstler; er repräsentiert eine rationale, nützlichkeitsorientierte Welt, die den Zugang zum Wunderbaren und Poetischen verweigert.
Die Autoren nutzen die offene Form, um Gattungsgrenzen aufzuheben und durch die Mischung von Epik, Lyrik und phantastischen Elementen den Leser aktiv in die Sinnstiftung einzubinden.
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