Magisterarbeit, 2005
184 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Relevanz des Themas
1.3 Forschungsstand
1.4 Systematik der Arbeit
2 Sportjournalismus
2.1 Der Mediensport
2.2 Merkmale des Sportjournalismus
2.3 Funktionen des Sportjournalismus
2.3.1 Information vs. Unterhaltung
2.3.2 Kommunikative Funktionen
2.4 Fußball-Nutzung in den klassischen Medien
2.4.1 Tageszeitungen
2.4.2 Fachzeitschriften
2.4.3 Fernsehen
2.4.4 Radio
2.5 Zusammenfassung und Ausblick
3 Fußball im Internet
3.1 Das Internet als Medium
3.2 Veränderte Öffentlichkeit: Rezipienten- und Kommunikatorenrolle im Internet
3.3 Fußballangebote im Internet und ihre Nutzung
3.3.1 Redaktionelle Angebote traditioneller Medien
3.3.2 Redaktionelle Nur-Online-Angebote
3.3.3 Vereinsangebote
3.3.4 Spielerangebot
3.3.5 Sonstige PR-Angebote
3.3.6 Angebote von Fanclubs
3.4 Zusammenfassung
4 Borussia Mönchengladbach im Internet
4.1 borussia.de
4.2 rp-online.de
4.3 wz-online.de
4.4 torfabrik.de
4.5 seitenwahl.de
4.6 fanprojekt.de
4.7 borussia-world24.de
4.8 Spielerwebsites
5 Untersuchungsdesign
5.1 Forschungsleitende Fragen
5.2 Wahl und Begründung der Methode
5.3 Vorgehen
6 Darstellung der Untersuchungsergebnisse
6.1 Nutzung von Fußballangeboten im intermediären Vergleich
6.2 Nutzung von Fußballangeboten im intramediären Vergleich
6.3 Bewertung der verschiedenen Angebote
6.4 Vergleich der verschiedenen Kategorien
6.5 Zusammenfassung
7 Fazit
Die Arbeit untersucht explorativ, wie sich Fußballanhänger im Internet informieren und welche Faktoren ihre Nutzung unterschiedlicher Informationsangebote beeinflussen. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, inwieweit die Nutzer zwischen professionell-journalistischen, PR-gesteuerten und laienjournalistischen Formaten unterscheiden und wie sie diese bewerten. Exemplarisch wird dies an der Fanbasis von Borussia Mönchengladbach analysiert.
1.1 Einführung in die Thematik
Ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Deutschland ist Fußball hierzulande in aller Munde und begeistert mehr denn je die Massen. Die für das riesige Sportevent gebauten neuen, modernen Arenen sind jeden Bundesligaspieltag prall gefüllt. Die Vereine der höchsten deutschen Profiliga verkauften für die letzte Saison vor der WM gut zehn Prozent mehr Dauerkarten als in der Saison zuvor (vgl. Schülke 2005) und kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine aktuelle Meldung zur weltweit beliebtesten Sportart die mediale Runde macht. Die größte deutsche Boulevardzeitung, BILD, zählt den Countdown zur WM im Sportteil ihrer gedruckten Ausgabe beispielsweise herunter und veröffentlicht täglich einen vermeintlich neuen Aspekt auf dem Weg zum Eröffnungsspiel in München am 9. Juni 2006.
Doch auch das Internet stillt mehr und mehr den Informationsdurst der Fußballanhänger. Vor allem im Hinblick auf die WM darf man gespannt sein, wie das Internet im kommenden Jahr genutzt wird. Die WM 1998 in Frankreich ebnete dem Internet einst den Weg zum globalen Informationsmedium (vgl. Koch 2001: 1) und für die WM 2002 in Japan und Südkorea stellten Forster und Rothfuß angesichts von 1,8 Milliarden Seitenzugriffen auf die offizielle WM-Homepage der FIFA fest: „Diese WM war eine Internet-WM“ (Forster/ Rothfuß 2002).
Den Anfang der Fußballberichterstattung machte ein zwölfjähriger Australier namens Tom Hadfield, der ab Sommer 1995 auf der Seite http://www.soccernet.com im brandneuen Medium WWW aktuelle Informationen und Statistiken rund um das Thema Fußball veröffentlichte. Die Seite hatte nachhaltigen Erfolg, wurde später für knapp eine halbe Millionen Dollar an den TV-Sportsender ESPN verkauft und stellt heute dessen Online-Auftritt dar. (Vgl. Köster 2005: 28)
1 Einleitung: Das Kapitel führt in die Popularität des Fußballs ein und erläutert die Relevanz des Internets als Informationsmedium, bevor die zentralen Forschungsfragen zur Nutzung und Bewertung von Online-Angeboten formuliert werden.
2 Sportjournalismus: Es wird das Subsystem Sportjournalismus analysiert, insbesondere die wechselseitige Abhängigkeit von Sport, Wirtschaft und Medien sowie die traditionellen Funktionen und Kritikpunkte in klassischen Medien.
3 Fußball im Internet: Dieses Kapitel definiert das Internet als Medium, beleuchtet veränderte Rollen von Kommunikatoren und Rezipienten und kategorisiert verschiedene Fußball-Angebote von redaktionellen bis zu Fan-Formaten.
4 Borussia Mönchengladbach im Internet: Hier werden konkrete Fallbeispiele von Webangeboten zu Borussia Mönchengladbach vorgestellt, analysiert und den Kategorien journalistisch, PR oder laienkommunikativ zugeordnet.
5 Untersuchungsdesign: Der empirische Teil der Arbeit wird begründet, inklusive der Wahl der Online-Befragung als Methode zur Untersuchung des Informationsverhaltens der Fans.
6 Darstellung der Untersuchungsergebnisse: Das Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Online-Befragung, analysiert Nutzungsmotive, bewertet die Glaubwürdigkeit der Angebote und prüft die Wahrnehmung professioneller journalistischer Standards.
7 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Fußballfans im Internet vor allem zielsicher nach aktuellen, vereinsbezogenen Informationen suchen und dabei keine scharfen Unterscheidungen zwischen journalistischen und nicht-journalistischen Anbietern treffen.
Sportjournalismus, Fußball, Internet, Online-Nutzung, Borussia Mönchengladbach, Mediensport, Laienjournalismus, Public Relations, Online-Befragung, Informationssuche, Selektion, Internetkommunikation, Fanseiten, Sportberichterstattung, Medienwandel.
Die Arbeit untersucht das Informationsverhalten von Fußballanhängern im Internet, exemplarisch dargestellt an der Fanbasis von Borussia Mönchengladbach.
Zentrale Themen sind der Sportjournalismus, die mediale Dreiecksbeziehung (Sport, Wirtschaft, Medien), die Internetkommunikation sowie die Abgrenzung zwischen professionellem Journalismus und laienjournalistischen Angeboten.
Das Ziel ist herauszufinden, wie sich Fans im Netz informieren, welche Angebote sie bevorzugen und ob sie bei der Informationsbeschaffung zwischen verschiedenen journalistischen oder kommerziellen Anbietern unterscheiden.
Die Autor verwendet eine explorative Fallstudie, die durch eine quantitative Online-Befragung unter den Fans von Borussia Mönchengladbach gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Mediensports und der Internetkommunikation sowie einen empirischen Teil, in dem konkrete Webangebote analysiert und Befragungsergebnisse ausgewertet werden.
Sportjournalismus, Fußball, Internet-Nutzung, Online-Medien, Borussia Mönchengladbach und die Differenzierung zwischen journalistischen und nicht-journalistischen Web-Angeboten.
Die Untersuchung zeigt, dass torfabrik.de die spezifischen Bedürfnisse der Anhänger nach Aktualität und tiefgehenden, exklusiven Informationen besser befriedigt als allgemeine journalistische Angebote.
Die Arbeit legt nahe, dass die befragten Anhänger die Grenzen zwischen professionellem Journalismus, Laienjournalismus und PR bei der Informationssuche kaum erkennen oder diese für ihre Auswahl nicht als relevant erachten.
Die Studie kommt zu dem überraschenden Ergebnis, dass Nutzer Websites für glaubwürdig halten, weil sie diese ohnehin häufig nutzen, unabhängig davon, ob es sich um ein etabliertes Medienhaus oder eine private Fanseite handelt.
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