Masterarbeit, 2020
79 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Motivation
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Familienunternehmen
2.2 Transformationale Führung
2.3 Identifikation mit dem Familienunternehmen
2.4 Work-Family-Conflict
2.5 Work-Family-Enrichment
2.6 Wahrnehmung förderlicher Unternehmensvergangenheit
3 Hypothesenherleitung
4 Forschungsmethode
4.1 Deskriptive Statistik der Stichprobe
4.2 Aufbau und Durchführung der Studie
4.3 Operationalisierung
4.4 Datenanalyse
5 Ergebnisse
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung der Studie
6.2 Einordnung der Befunde
6.3 Limitationen und Implikationen für die Forschung
6.4 Implikationen für die Praxis
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss transformationaler Führung auf die Work-Family-Beziehungen von Mitarbeitern in Familienunternehmen, unter besonderer Berücksichtigung der Identifikation mit dem Unternehmen sowie der Wahrnehmung der Unternehmensvergangenheit als moderierendem Faktor.
2.2 Transformationale Führung
Führung ist allgemein als sozialer Prozess definiert, in dem Führungspersonen Mitarbeiter sowie deren Motivation und Kompetenzen durch ihr Führungsverhalten beeinflussen. Zahlreiche Studien konnten Führung im organisationalen Zusammenhang bereits als wesentlichen Erfolgsfaktor identifizieren (Avolio et al., 2004; Felfe, 2006; Zhang, Kwan, Everett, & Jian, 2012; Xenikou, 2017). In der Führungsforschung wächst seit Mitte der 1980er Jahre besonders das Interesse an der transformationalen Führung. Grund für die ansteigende Popularität ist die Annahme, dass transformationale Führungskräfte ausgeprägte Fähigkeiten besitzen, in der zunehmenden Globalisierung und der damit zusammenhängenden verstärkten Konkurrenz essenzielle, organisationale Veränderungen anzutreiben und herausragende Leistungen zu erzielen (Felfe, 2006).
Im Vergleich mit anderen menschlichen Faktoren bietet effektives Führungsverhalten für Organisationen ein bedeutendes Portfolio an unterschiedlichen Vorteilen. Transformationale Führung kann unter korrekter Ausführung nicht nur objektive Erfolgskriterien wie Verkaufszahlen positiv beeinflussen, sondern auch subjektive Faktoren auf individueller Ebene begünstigen. Zahlreiche Studien belegen den positiven Zusammenhang zwischen transformationaler Führung und subjektiven Erfolgskriterien wie Identifikation, Mitarbeiterbindung oder die Reduzierung von Stresserlebnissen (Felfe, 2006; Humphrey, 2012; Xenikou, 2017).
1 Einleitung und Motivation: Hinführung zum Thema der Bedeutung von Familienunternehmen in Deutschland und Identifikation der Forschungsrelevanz transformationaler Führung für die Work-Family-Balance.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der zentralen Konstrukte Familienunternehmen, transformationale Führung, Identifikation sowie Work-Family-Conflict und Work-Family-Enrichment.
3 Hypothesenherleitung: Theoretische Begründung und Ableitung der sechs Forschungshypothesen zur Wirkung von Führung auf Identifikation und Work-Family-Beziehungen.
4 Forschungsmethode: Beschreibung der Stichprobe, des Studiendesigns, der Operationalisierung der Konstrukte und der eingesetzten statistischen Analysemethoden (SPSS/PROCESS).
5 Ergebnisse: Darstellung der deskriptiven Statistiken und Ergebnisse der Hypothesentestung mittels Korrelations- und Mediationsanalysen.
6 Diskussion: Zusammenfassung der Ergebnisse, kritische Einordnung in den Forschungsstand, Erörterung der Limitationen sowie Ableitung praktischer und forschungsrelevanter Implikationen.
Transformationale Führung, Familienunternehmen, Identifikation, Work-Family-Conflict, Work-Family-Enrichment, Unternehmensvergangenheit, Mitarbeiterbindung, Organisationspsychologie, Moderierte Mediation, Arbeitszufriedenheit, Ressourcenallokation, Führungskräfte, Personalmanagement, Unternehmenskultur, Mitarbeiterengagement
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen transformationaler Führung und dem Privatleben der Mitarbeiter in Familienunternehmen, speziell im Hinblick auf Arbeits-Familien-Konflikte und gegenseitige Bereicherungseffekte.
Die Arbeit verknüpft Führungsforschung, Organisationspsychologie und Familienunternehmensforschung mit der Schnittstelle zwischen Arbeit und Privatleben.
Es soll untersucht werden, ob transformationale Führung die Identifikation der Mitarbeiter erhöht und ob diese Identifikation als Vermittler (Mediator) für Work-Family-Konflikte bzw. -Enrichment fungiert, moderiert durch die Wahrnehmung der Unternehmensvergangenheit.
Es handelt sich um eine quantitative, empirische Studie, die auf internetbasierten Fragebögen basiert und mittels statistischer Analysesoftware (SPSS/PROCESS) ausgewertet wurde.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Konstrukte, die Entwicklung der Hypothesen sowie die methodische Umsetzung und die statistische Auswertung der Studienergebnisse.
Transformationale Führung, Familienunternehmen, Identifikation, Work-Family-Conflict, Work-Family-Enrichment und Unternehmensvergangenheit.
Die Arbeit nutzt eine Kombination des Essence-Ansatzes und des Familiness-Konzepts, welche die Einbindung der Unternehmerfamilie und deren Einfluss auf die Unternehmenskultur betonen.
Die Autorin argumentiert, dass die Wahrnehmung der Unternehmensvergangenheit als Moderator wirkt, da sie die Art und Weise beeinflusst, wie Mitarbeiter die Führung durch die Vorgesetzten wahrnehmen und sich mit dem Unternehmen identifizieren.
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