Diplomarbeit, 2020
22 Seiten, Note: 5.5
2. Planung nach der IPERKA Methode
3. Vorwort
3.1. Zielsetzungen
3.2. Erwartungen
4. Einleitung in das Thema Kaffee
4.1. Entdeckung des Kaffees
4.2. Heutiger Trend
4.3. Problematik
5. Anbau und Verarbeitung von Kaffee
5.1. Warenflussdiagramm
5.2. Schilderung
5.2.1. Anbaugebiete
5.2.2. Klima
5.2.3. Anbau
5.2.3.1. Ökologische Auswirkungen des Kaffeeanbaus
5.2.4. Wachstum
5.2.5. Ernte
5.2.6. Aufbereitung
5.2.6.1. Trockenprozess
5.2.6.2. Nassprozess
5.2.7. Rösten & Mahlen
5.2.8. Handel
5.3. Kaffeekonsum der Schweiz
5.4. Preisbildung
6. Land Grabbing & Fallbeispiel der Firma „Neumann Kaffee Gruppe GmbH“
6.1. Land Grabbing
6.2. Fallbeispiel „Neumann Kaffee Gruppe GmbH“
7. Unsere Beurteilung
8. Verbesserungsvorschläge
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Lebenszyklus des Kaffees vom Anbau auf den Plantagen bis hin zum Endkonsum detailliert zu beleuchten. Dabei wird insbesondere untersucht, welche sozialen und ökologischen Missstände – insbesondere unter dem Begriff des "Land Grabbing" – hinter diesem globalen Handelsgut verborgen liegen.
6.2. Fallbeispiel „Neumann Kaffee Gruppe GmbH“
Die Firma «Neumann Kaffee Gruppe GmbH» ist sehr stark in Kritik geraten, da sie im August 2001 in Uganda mit illegalen Mitteln Land eroberten um dies für ihren Kaffeeanbau zu benutzten. Aber wieso gerade in Uganda? In Uganda herrschen optimale Klimabedingungen, weshalb die Firma Neumann grosses Interesse daran hatte in dieser Gegend neue Kaffeeplantagen zu errichten. Der weltweit führende Rohkaffee-Importeur wies diese schweren Vorwürfe damals aber zurück. In der ersten Szene unseres Dokumentarfilms erzählte ein Kleinbauer von seinem tragischen Schicksal bzw. wie genau er von seinem Land vertrieben wurde. Riesige Soldatentruppen zerstörten sein ganzes Hab und Gut.
Der Kleinbauer und seine ganze Familie, haben bei diesem «Überfall» alles was in ihrem Besitz war, sowie sie sich mühevoll aufgebaut hatten, verloren. Das einzige was ihnen übrig geblieben ist waren ihre Kleider, welche sie zum Zeitpunkt des «Überfalls» trugen. Dies alles geschah nur damit eine gewinnorientierte Firma ihre Kaffeeplantagen errichten konnte. Die Soldaten liessen keine Gnade walten. Sie verbrannten und zerstörten alles was nötig war, um das Land frei zu machen. In Uganda waren solche «Überfälle» auf Kleinbauern und Dorfbewohner zu dieser Zeit keine Seltenheit.
In diesen Jahren wurden sehr viele Menschen gezwungen ihre vertraute Heimat inkl. Hab und Gut zurücklassen, und ein neues zu Hause zu finden. Die skrupellosen Soldaten, welche die Kleinbauern und Dorfbewohner verscheucht haben, wurden somit indirekt von der Firma Neumann beauftragt und führten aus Angst nur das aus, was ihnen von der oberen Regierung befohlen wurde. Landraub ist in Afrika deshalb zu einem so grossen Problem geworden, weil die rechtlichen Bestimmungen des Landes, über welches die Kleinbauern verfügten, grösstenteils nirgends registriert waren. Sobald die Flächen frei geräumt waren, konnte die Firma Neumann mit dem Bau ihrer Kaffeeplantasche beginnen.
Planung nach der IPERKA Methode: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Erstellung der Arbeit, unterteilt in die klassischen Phasen von der Informationssuche bis zur Auswertung.
Vorwort: Erläuterung der Motivation für die Themenwahl und der persönlichen Ziele der Autoren hinsichtlich Wissenserwerb und kritischer Auseinandersetzung.
Einleitung in das Thema Kaffee: Überblick über die historische Entdeckung des Kaffees, seine Etablierung als Lifestyle-Produkt und die einleitende Problematisierung von Produktionshintergründen.
Anbau und Verarbeitung von Kaffee: Detaillierte technische Beschreibung des Kaffee-Lebenszyklus, von den klimatischen Voraussetzungen über Erntemethoden bis hin zu Handelswegen und Preisbildungen.
Land Grabbing & Fallbeispiel der Firma „Neumann Kaffee Gruppe GmbH“: Analyse des Phänomens der großflächigen Landaneignung und konkrete Untersuchung des Vorwurfs illegaler Landnahmen in Uganda.
Unsere Beurteilung: Reflektion der Autoren über die im Film gezeigten Missstände und die ethische Verantwortung der involvierten Akteure.
Verbesserungsvorschläge: Entwicklung konkreter Ansätze zur Vermeidung von Landraub und Förderung sozialverträglicherer Produktionsbedingungen durch institutionelle Koordination.
Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Kaffeeproduktion, der Rolle der Konsumenten und des Potenzials für zukünftige Verbesserungen in der Branche.
Kaffee, Land Grabbing, Neumann Kaffee Gruppe GmbH, Uganda, Fairtrade, Rohkaffee, Nachhaltigkeit, Kaffeeanbau, Menschenrechte, Plantagen, Weltmarkt, Warenfluss, Preisbildung, Arbeitsbedingungen, Kleinbauern.
Die Arbeit untersucht den gesamten Prozess der Kaffeeproduktion und die damit verbundenen globalen sozialen und ökologischen Herausforderungen, mit einem starken Fokus auf Landraub (Land Grabbing).
Die zentralen Themen umfassen den technischen Kaffeeanbau, die industrielle Verarbeitung, die Problematik von Nachhaltigkeitslabeln sowie die Auswirkungen von Großinvestitionen auf die lokale Bevölkerung in Entwicklungsländern.
Das Ziel ist es, den Kaffeeprozess transparent zu machen, die Schattenseiten der Kaffeeplantagen – insbesondere im Kontext von Land Grabbing – aufzudecken und mögliche Optimierungsansätze für einen faireren Kaffeehandel zu finden.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Recherche (IPERKA-Methode), der Auswertung von Fachliteratur sowie der inhaltlichen Analyse eines Dokumentarfilms über den sogenannten „Fall Mubende“.
Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Darstellung der Kaffee-Produktionskette (vom Anbau bis zum Handel) und eine vertiefte Fallstudie zur Neumann Kaffee Gruppe in Uganda.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kaffee, Land Grabbing, Fairtrade, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit charakterisiert.
Im Fall Mubende wurden Kleinbauern in Uganda durch Soldatentruppen gewaltsam von ihrem Land vertrieben, um Platz für großflächige Kaffeeplantagen der Firma Neumann zu schaffen.
Die Autoren kritisieren, dass Labels wie Fairtrade oft als Marketinginstrument dienen, während die tatsächlichen Bedingungen vor Ort – wie in Uganda dokumentiert – den grundlegenden Anforderungen an Menschenrechte nicht entsprechen.
Es wird vorgeschlagen, eine international koordinierte Abteilung einzurichten, die jeden Landkauf und die Kommunikation zwischen Investoren, staatlichen Behörden und lokaler Bevölkerung rechtssicher und transparent regelt.
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