Bachelorarbeit, 2016
58 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung: Mem – Über die Vielschichtigkeit eines Begriffes
2. Die Geschichte der Meme
2.1. Die Einführung des Mem-Begriffes durch Richard Dawkins
2.2. Über den Funktions- und Bedeutungswandel des Mem-Begriffes
2.3. Die Verbreitung von Internet-Memen über Mem-Ökosysteme
2.3.1. Imageboards als Ausgangspunkt der Internet-Mem-Verbreitung
2.3.2. Mem-Aggregatoren als Antreiber des Verbreitungsprozesses
2.3.3. Die Rolle von Mem-Wiederkäuern während des Verbreitungsprozesses
3. Die Analyse von Internet-Memen
3.1. Über die Charakteristika und den Erfolg von Internet-Memen
3.2. Über die Mem-Genres
3.3. Grumpy Cat als Beispiel kommerziellen Erfolges von Memen
3.4. Rekontextualisierung von Memen am Beispiel des Pepper Spray Cop-Mems
3.5. Der Unterschied von memetischer und viraler Verbreitung von Inhalten
4. Die Analyse von Memen als mediale Funktion der Netzkultur
4.1. Meme als Medium – Eine Prüfung des medialen Potenzials
4.2. Über massenmediale Momente von Memen im World Wide Web
4.2.1. Das Internet und die Massenmedien
4.2.2. Von Massenmedien zu sozialen Medien
4.3. Meme und Öffentlichkeit
5. Fazit und Ausblick – Meme als rekontextualisierbarer Kommunikationsinhalt
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Meme das Potenzial besitzen, innerhalb der modernen Netzkultur als mediale Funktion zu agieren, und ob sie dabei massenmediale Momente auslösen können. Dabei wird insbesondere analysiert, wie durch die Verbreitung in sozialen Netzwerken und durch Rekontextualisierungsprozesse eine mediale Wirkung erzielt wird.
3.1. Über die Charakteristika und den Erfolg von Internet-Memen
Bevor einzelne Merkmale erfolgreiche Meme vorgestellt werden, scheint es hilfreich zu sein, die Inhalte, die durch Internet-Meme verbreitet werden, zu konkretisieren, was im Vergleich zu herkömmlichen Memen einfacher ist: „Die Informationsmengen, die wir ‚Internet-Mem’ nennen, sind vergleichsweise konkret eingrenzbare Textformen: Wörter- und Wortfolgen, Bilder, Videos, Lieder – und Formeln und Schablonen zu ihrer Gestaltung.“ In der Memetik war es vor der Nutzung von Memen im Internet eher schwierig, konkrete Inhalte zu nennen, da letztendlich jegliche kulturellen Überlieferungen, die analog weitergegeben wurden, als klassische Meme firmierten. Um Dawkins noch einmal aufzugreifen, so ist es schwer vorstellbar, dass z. B. die eine spezielle Technik zu der Anfertigung von Töpfen als Internet-Mem erfolgreich wäre, da es sich dabei um eine kulturelle Praktik bzw. Technik handelt, die wohlmöglich nicht den Geschmack einer größeren Masse treffen und daher auch nicht zu einem erfolgreichen Internet-Mem werden würde.
Moskopp und Heller liefern drei Kerncharakteristika, die alle erfolgreichen Meme kennzeichnen: Zunächst würden Meme stets affektive Inhalte liefern, die den Rezipienten in irgendeiner Form auf das Mem reagieren ließen. Bliebe diese Reaktion nun aus, so sinke die Wahrscheinlichkeit einer Weiterverbreitung erheblich. Eine solche Reaktion kann je nach Mem verschieden aussehen, da sie immer unterschiedliche Gefühle der Menschen ansprechen. Das zweite Charakteristikum sei die Tatsache, dass wenn ein Mem einen Affekt auslöse, dieser binnen kurzer Zeit ausgelöst werde, sodass erfolgreiche Meme je nach Erscheinungsart möglichst kurz bzw. einfach gehalten würden, damit sofort Reize in Form von einer Reaktion des Rezipienten provoziert werden können. Der Grund, warum diese Reaktion umgehend erforderlich ist, ist das generelle Interesse an dem Mem. Je öfter und schneller darauf reagiert wird, desto interessanter ist das Mem und desto besser funktioniert es.
1. Einleitung: Mem – Über die Vielschichtigkeit eines Begriffes: Diese Einleitung führt in die Problematik des Mem-Begriffes ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die zentrale Forschungsfrage nach der medialen Funktion von Memen.
2. Die Geschichte der Meme: Dieses Kapitel arbeitet die Ursprünge des Mem-Begriffes bei Dawkins auf und analysiert dessen Wandlung hin zu den heutigen Internet-Memen sowie deren Verbreitungswege.
3. Die Analyse von Internet-Memen: Hier werden die Charakteristika und Genres von Internet-Memen detailliert betrachtet und anhand der Beispiele "Grumpy Cat" und "Pepper Spray Cop" illustriert.
4. Die Analyse von Memen als mediale Funktion der Netzkultur: Dieses Kapitel prüft das mediale Potenzial von Memen im Kontext von Massenmedientheorien und sozialen Medienlogiken.
5. Fazit und Ausblick – Meme als rekontextualisierbarer Kommunikationsinhalt: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung von Memen als Instrumente der Netzkultur sowie deren Einfluss auf Öffentlichkeit und gesellschaftliche Partizipation.
Meme, Internet-Mem, Netzkultur, soziale Netzwerke, Diskursanalyse, Mem-Ökosysteme, mediale Funktion, Massenmedien, Kommunikation, Virale, Rekontextualisierung, Partizipation, Bild-Memetik, Sprach-Memetik, Datifizierung.
Die Bachelorarbeit untersucht die Rolle von Memen als mediale Funktion innerhalb der gegenwärtigen Netzkultur und analysiert deren Potenzial, massenmediale Wirkungsweisen zu entfalten.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Begriffsgeschichte der Meme, die Analyse ihrer Verbreitungsmechanismen in sozialen Netzwerken und die medientheoretische Einordnung ihrer Funktion.
Das Ziel ist es zu klären, ob Meme durch ihre Wirkungsweise das Potenzial haben, sich als mediale Funktion innerhalb der Netzkultur zu etablieren oder temporär eine massenmediale Wirkung zu erzielen.
Die Autorin wendet einen diskursanalytischen Ansatz an, um verschiedene Diskursebenen und Quellen diskursiv miteinander zu vergleichen und die Medialität von Memen zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsgeschichte, die Analyse spezifischer Mem-Genres und Fallbeispiele (Grumpy Cat, Pepper Spray Cop) sowie die theoretische Auseinandersetzung mit Massenmedialität und Öffentlichkeit.
Neben dem Kernbegriff "Meme" sind "Netzkultur", "soziale Netzwerke", "mediale Funktion", "Rekontextualisierung" und "Massenkommunikation" zentral für das Verständnis der Arbeit.
Während Dawkins das Mem als kulturellen Replikator im Sinne der Evolutionstheorie definierte, zeichnen sich Internet-Meme durch ihre digitale Natur, ihre schnelle Verbreitung in Netzwerken und ihre hohe Variabilität aus.
Dieses Fallbeispiel dient als Muster für die Rekontextualisierung von Inhalten, da es zeigt, wie Meme politisch aufgeladen werden können, um Kritik zu kommunizieren und gesellschaftliche Ereignisse zu verarbeiten.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Meme zwar keine Medien im klassischen Sinne sind, aber durch ihren Kontext in sozialen Plattformen temporär eine massenmediale Funktion einnehmen können.
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