Bachelorarbeit, 2017
58 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Methodik
2. 1. Johannes 4,7-21
2.1 Exkurs: Die Liebe JHWHs zu seinem Volk im Alten Testament
2.1.1 Pentateuch
2.1.2 Psalter
2.1.3 Hosea
2.1.4 Jesaja
2.2 Kontext
2.2.1 Unmittelbarer Kontext
2.2.2 Buchkontext
2.2.3 Gesamtbiblischer Kontext
2.3 Exegese in Sinnabschnitten von 1. Joh 4,7-5,4
2.3.1 1. Joh 4,7-11
2.3.1.1 Exkurs: γινώσκειν
2.3.1.2 Exkurs: ἀγάπη
2.3.2 1. Joh 4,12-16
2.3.2.1 Exkurs: μένω
2.3.2.2 Exkurs: κόσμος
2.3.3 1. Joh 4,17-18
2.3.4 1. Joh 4,19-21
2.3.5 1. Joh 5,1-4
2.4 1 Joh 4,7-5,4 im Kontext der johanneischen Theologie
2.5 Zusammenfassung
3. Die Liebe der Götter zu den Menschen in der antiken Welt
4. Gegenüberstellung
5. Fazit
6. Bibliografie
6.1 Kommentare
6.2 Lexikas und Wörterbücher
6.3 Monografien und andere Schriften
7. Anhang
Die Arbeit untersucht das „Hohelied der Liebe“ in 1 Joh 4,7 – 5,4, um die Charakterisierung Gottes als Liebe durch den Apostel Johannes zu ergründen und das Verständnis dieser Botschaft durch Zeitgenossen der hellenistisch-römischen Antike zu analysieren.
2.3.1 1. Joh 4,7-11
Johannes beginnt seinen Aufruf zur Liebe mit einer Erinnerung an Jesu Worte, die er an seine Jünger richtete (vgl. Joh 13,34-35; 15,12.17). Das Gebot zur Bruderliebe hat er bereits in 3,11 genannt. Johannes betont die Liebe unter den Christen aufgrund der Streitigkeiten innerhalb der Gemeinde, die auch durch Irrlehrer verursacht wurden (vgl. 2,10-11; 3,11-17; 4,1-6). Die Anrede ἀγαπητοί kommt zum sechsten Mal in diesem Dokument vor. Smalley sieht hier die pastorale Fürsorge des Johannes, der vor dem Gebot der Bruderliebe selbst seine Zuneigung zu den Lesern zeigt. Für Schnelle bekommt die Anrede zudem einen „kontextuellen Mehrsinn“, weil die Geliebten als Geliebte aus der Liebe Gottes schöpfen können, um sie weiterzugeben. Das präsentische ἀγαπῶμεν hat hier einen imperfektiv-iterativen Aspekt und zeigt somit eine kontinuierliche Tätigkeit an. Johannes mahnt zur andauernden Liebe untereinander. Demgegenüber steht γεγέννηται im Perfekt. Die Gotteskindschaft ist demnach zeitlich dem Lieben und auch dem Erkennen (γινώσκει ist wieder im Präsens) vorausgestellt. Das Lieben gilt de facto als Erkennungszeichen der Gotteskindschaft (vgl. 5,2).
Johannes bringt nun einen neuen Beweggrund für die gegenseitige Bruderliebe ein. In 2,7-11 und 3,23 betont er, dass Jesus dieses Gebot gegeben hat und in 2,10 und 3,11-18 gibt er die Bruderliebe als Evidenz eines Lebens im Licht an. Es fällt auf, dass Johannes es auslässt, den Glaubenden konkret aufzuzeigen, wie die gegenseitige Bruderliebe Tat werden soll. Das lässt darauf schließen, dass er nicht einen ethischen Verhaltenskodex für die Gemeinde geben möchte, sondern die theologische Begründung für die innergemeindliche Liebe darlegt. Zum einen stammt die Liebe von Gott ἐκ τοῦ θεοῦ. Die Bruderliebe, die weitergegeben werden kann und muss, stammt von Gott selbst. Gott ist der Ausgangspunkt der Liebe. Noch prägnanter und signifikanter: Gott selbst ist die Liebe (ὁ θεὸς ἀγάπη ἐστίν (v.8.16)).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Fragestellung ein und grenzt den zu untersuchenden biblischen Text sowie den historischen Rahmen der Arbeit ab.
2. 1. Johannes 4,7-21: In diesem zentralen exegetischen Teil analysiert der Autor die Liebe Gottes im Johannesbrief, ergänzt durch Exkurse zum Alten Testament und zentralen Begriffen wie Liebe und Bleiben.
3. Die Liebe der Götter zu den Menschen in der antiken Welt: Dieses Kapitel beleuchtet das Verständnis von göttlicher Fürsorge und Liebe in der mediterranen Antike und kontrastiert es mit dem christlichen Liebesverständnis.
4. Gegenüberstellung: Hier werden die Ergebnisse der Exegese mit dem antiken Götterbild verglichen, um die Besonderheit und Fremdheit der christlichen Botschaft herauszuarbeiten.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Offenbarung eines Gottes der Liebe für den antiken Menschen ein Novum war.
1. Johannesbrief, Liebe Gottes, Agape, Exegese, Antike, Götterbild, Bruderliebe, Gottessohnschaft, Glaube, Heilsgewissheit, Gott ist Liebe, Johannesevangelium, biblische Theologie, Soteriologie, Urchristentum.
Die Arbeit analysiert das biblische Verständnis der Liebe Gottes im 1. Johannesbrief (4,7 – 5,4) und setzt dieses in den Kontrast zur Vorstellung göttlicher Liebe in der antiken hellenistisch-römischen Welt.
Die zentralen Themen sind das Wesen Gottes als Liebe, die ethische Konsequenz der Bruderliebe, das christologische Bekenntnis zu Jesus als Sohn Gottes sowie das Gottesbild der griechisch-römischen Antike.
Die Arbeit untersucht, wie Johannes die Liebe Gottes charakterisiert und wie diese Botschaft auf pagane Zeitgenossen der Antike gewirkt haben muss, insbesondere in Bezug auf die Neuartigkeit des Gottesprädikats „Gott ist Liebe“.
Es handelt sich um eine exegetische Arbeit, die methodisch das biblische Hohelied der Liebe auslegt und diese Ergebnisse mit historischen Erkenntnissen über die antike Götterwelt vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Exegese der Perikope (1 Joh 4,7 – 5,4), Exkurse zu alttestamentlichen Grundlagen und zentralen theologischen Begriffen sowie eine fundierte Analyse paganer Religionen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Agape, Bruderliebe, Gottessohnschaft, 1. Johannesbrief, Heilsgewissheit und den Kontrast zwischen christlichem und antikem Gottesbild charakterisiert.
Der Autor arbeitet heraus, dass der christliche Gott durch eine bedingungslose, vorausgehende Liebe handelt, die in der Menschwerdung und im stellvertretenden Sühnetod gipfelt – ein Konzept, das den willkürlichen und distanzierten Göttern der Antike fremd war.
Der antike Hörer war mit einem Götterbild vertraut, das durch Distanz, Willkür und die Notwendigkeit von Leistungsopfern geprägt war. Die Vorstellung eines Gottes, der aus Liebe die Initiative zur Versöhnung ergreift, sprengte den damaligen Erkenntnishorizont.
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