Fachbuch, 2020
136 Seiten
1 Einleitung
2 Thematische Grundlagen
2.1 Begriffserläuterung
2.1.1 Rating
2.1.2 Ratingagentur
2.2 Zeitliche Entwicklung des Ratinggeschäfts
2.2.1 Entstehung und Geschichte
2.2.2 Aktuelle Situation und marktführende Unternehmen
2.3 Differenzierung unterschiedliche Ratingarten
2.3.1 Externes und internes Rating
2.3.2 Emissions- und Emittentenrating
2.3.3 Solicited- und Unsolicited-Rating
2.3.4 Debt- und Equity-Rating
2.3.5 Branchen- und Länderrating
2.4 Unterschiedliche Ratingsymbolik
2.5 Funktionen von Ratings und Ratingagenturen
2.5.1 Funktionen aus Investorensicht
2.5.2 Funktionen aus Emittentensicht
2.5.3 Funktionen aus Sicht der Aufsichtsbehörden
2.6 Der Ratingprozess bei S&P am Praxisbeispiel der REWE Group
2.6.1 Vorstellung der Unternehmen
2.6.1.1 Vorstellung von S&P
2.6.1.2 Vorstellung der REWE Group
2.6.2 Genereller Ablauf des Ratingprozesses
2.6.2.1 Vorphase
2.6.2.2 Vorbereitungsphase
2.6.2.3 Analyse- und Bewertungsphase
2.6.2.4 Kommunikationsphase
2.6.3 Die Ratingkriterien am Praxisbeispiel der REWE Group
2.6.3.1 Geschäftsrisikoprofil
2.6.3.2 Länderrating ('Country Risk')
2.6.3.3 Branchenrisiko ('Industry Risk')
2.6.3.4 Wettbewerbsposition ('Competitive Position')
2.6.3.5 Bestimmung des Geschäftsrisikoprofils der REWE Group
2.6.3.6 Finanzrisikoprofil
2.6.4 Zusammenführung und Rating-Herleitung
3 Konzeptioneller Rahmen
3.1 Grundzüge der Principal-Agent-Theorie
3.2 Herleitung der Forschungsfrage
4 Methodik
4.1 Literaturanalyse als Forschungsansatz
4.2 Konzeption der Analyse
4.2.1 Datenerhebung
4.2.1.1 Datenbanken
4.2.1.2 Fachportale
4.2.1.3 Bibliotheken
4.2.1.4 Suchmaschinen
4.2.1.5 Deutsch
4.2.1.6 Englisch
4.2.2 Datenanalyse
4.2.2.1 Überkategorie: Problemfelder
4.2.2.2 Überkategorie: Reformvorschläge
5 Ergebnisse
5.1 Problemfelder
5.1.1 Fehlleistungen
5.1.1.1 Asienkrise 1997/98
5.1.1.2 Bilanzskandale 2001/02
5.1.1.3 Finanzkrise 2007/08
5.1.1.4 Eurokrise 2010
5.1.2 Geschäftsmodell
5.1.3 Oligopolistische Marktstruktur
5.1.4 Einfluss und Macht
5.1.5 Personal
5.2 Reformvorschläge
5.2.1 Änderung des Bezahlsystems
5.2.1.1 Anreizbezahlung
5.2.1.2 Government-Utility-Modell
5.2.1.3 Investor-Pays-Modell
5.2.1.4 Plattformmodell
5.2.2 Steigerung des Wettbewerbs
5.2.3 Regulierungsmaßnahmen
5.2.4 Marktalternativen
5.2.4.1 Europäische Ratingagentur
5.2.4.2 Rating-Fonds
5.2.4.3 Rating-TÜV
5.2.4.4 Modell 'Rating 3.0'
5.2.5 Einführung von Haftungsmechanismen
5.3 Kritische Würdigung
5.3.1.1 Rechercheplattformen
5.3.1.2 Suchbegriffe
5.3.1.3 Suchstrategie
5.3.1.4 Zeitraum und Aktualität
5.3.1.5 Zeitschriftenranking
5.3.1.6 Auswertung
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht systematisch die in der wissenschaftlichen Literatur diskutierten Problemfelder von Ratingagenturen sowie mögliche Reformvorschläge, um deren Schwächen zu reduzieren. Im Zentrum steht dabei die Analyse der Rolle von Ratingagenturen im globalen Finanzmarkt und die Frage, wie Interessenkonflikte sowie strukturelle Mängel des Ratingprozesses überwunden werden können.
2.1.1 Rating
Seine sprachlichen Ursprünge hat der Ratingbegriff in der englischen Sprache, abgeleitet aus dem Verb ‚to rate‘, was übersetzt so viel wie abschätzen, einstufen bzw. bewerten bedeutet. Das dazugehörige Substantiv ‚rate‘ bezeichnet eine Quote oder einen Anteil. Der Begriff ‚Rating‘ wird heutzutage in verschiedenen Fachbereichen genutzt und beschreibt im Allgemeinen einen Beurteilungsprozess, bei dem ein bestimmtes Untersuchungsobjekt hinsichtlich einer gewählten Zielsetzung bewertet und in einer Rangfolge eingestuft wird. Der Duden definiert Rating als „Verfahren zur Beurteilung von Personen oder Situationen mithilfe von Ratingskalen“. Diese Auffassung des Ratingbegriffs ist allerdings sehr weit gefasst und kann dementsprechend auf viele unterschiedliche Themengebiete und Arten der Bewertung angewandt werden.
Im wirtschaftswissenschaftlichen und finanztechnischen Kontext wird der Ratingbegriff häufig im Zusammenhang mit der Bonitätsbewertung von Schuldnern genannt. In diesem Bezug wird im deutschen Sprachgebrauch in der Regel der Begriff Kredit-Rating (engl.: Credit Rating) verwendet. Bei Kredit-Ratings handelt es sich grundlegend um ein Instrument zur Beurteilung und Klassifizierung von Finanztiteln an den Finanzmärkten, mit dem Ziel, die Bonität von Finanzinstrumenten sowie von Emittenten anhand von quantitativen und qualitativen Merkmalen zu bewerten. Bezüglich des Bedeutungsinhalts des Ratingbegriffs im Zusammenhang mit dem Finanzwesen kristallisieren sich in der gängigen Literatur zwei unterschiedliche Auffassungen heraus: Zum einen bezeichnet er die Vorgehensweise, mit der die zukünftige Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens oder Staates festgestellt wird. Zum anderen beschreibt er das Ergebnis einer solchen Bonitätsanalyse und stellt somit ein Urteil über die Bonität eines Emittenten oder einer Emission dar.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Ratingbranche und deren zunehmende Bedeutung für den globalen Finanzmarkt, stellt die zentrale Problemstellung dar und formuliert die Forschungsfragen der Arbeit.
2 Thematische Grundlagen: Dieses Kapitel vermittelt grundlegende Begriffsdefinitionen, beleuchtet die Historie der Ratingagenturen und differenziert zwischen verschiedenen Ratingarten sowie Symboliken.
3 Konzeptioneller Rahmen: Hier wird die Principal-Agent-Theorie als theoretischer Bezugsrahmen eingeführt, um die bestehenden Informationsasymmetrien und Interessenkonflikte zwischen Agenturen, Emittenten und Investoren zu erklären.
4 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der systematischen Literaturanalyse, inklusive der Datenerhebung über verschiedene Datenbanken und der darauf aufbauenden Inhaltsanalyse.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die identifizierten Problemfelder der Ratingagenturen, diskutieren Reformvorschläge zur Bezahlung und Regulierung sowie eine kritische Würdigung der Analyse.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsnotwendigkeiten im Bereich der Ratingregulierung.
Ratingagenturen, Kredit-Rating, Finanzmärkte, Informationsasymmetrie, Principal-Agent-Theorie, Regulatorische Reformen, Issuer-Pays-Modell, Rating-Shopping, Unternehmensbonität, Finanzkrise, Eurokrise, Marktmacht, Wettbewerbsintensivierung, Haftungsmechanismen, Literaturanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von Ratingagenturen im globalen Finanzmarkt, deren Schwächen in der Bewertungspraxis und den in der wissenschaftlichen Literatur diskutierten Reformvorschlägen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Problemfeldern wie Interessenkonflikten, mangelnder Transparenz und der marktbeherrschenden Stellung der großen Ratingagenturen sowie alternativen Modellen zur Qualitätsverbesserung.
Ziel ist es, durch eine systematische Literaturanalyse die Problemfelder von Ratingagenturen zu identifizieren und mögliche Reformvorschläge zur Reduzierung dieser Schwächen wissenschaftlich aufzuarbeiten.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse, bei der relevante wissenschaftliche Aufsätze, Dissertationen und Arbeitspapiere nach der Methode von Mayring qualitativ inhaltsanalytisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in thematische Grundlagen, einen konzeptionellen Rahmen auf Basis der Principal-Agent-Theorie, die methodische Vorgehensweise sowie die Darstellung der Ergebnisse zu Problemfeldern und Reformansätzen.
Zu den zentralen Begriffen zählen Ratingagenturen, Informationsasymmetrie, Principal-Agent-Theorie, Issuer-Pays-Modell, Marktkonzentration und Regulatorische Reformansätze.
Das Beispiel der REWE Group dient zur praxisnahen Veranschaulichung der Ratingmethodik von Standard & Poor's, um zu zeigen, wie Geschäfts- und Finanzrisikoprofile zur finalen Ratingnote kombiniert werden.
Die Literaturdiskussion zeigt, dass solche Alternativen zwar theoretisch Vorteile bieten, aber ebenfalls neuen Interessenkonflikten und Akzeptanzproblemen unterliegen könnten, weshalb keine einfache Lösung existiert.
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