Bachelorarbeit, 2016
49 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Hintergrund des Fastens in Deutschland
3. Definition des Heilfastens nach Buchinger und Begriffsabgrenzungen
4. Mechanismen des Hungerstoffwechsels
5. Das Risiko des Eiweißkatabolismus und der Erhalt der Leistungsfähigkeit
6. Wissenschaftliche Bewertung des Heilfastens bei ausgewählten Indikationen laut ÄGHE
6.1 Adipositas
6.2 Diabetes Mellitus Typ 2
6.3 Diabetes Mellitus Typ 1
6.4 Hypertonie
6.5 Hyperlipidämie
6.6 Rheumatoide Arthritis
6.7 Entschlackung
6.8 Fasten für Gesunde
7. Weitere mögliche Anwendungsbereiche des Heilfastens
7.1 Auswirkungen einer Kalorienrestriktion auf Alterungsprozesse
7.2 Effekte des Fastens in der Therapie der Epilepsie
8. Kontraindikationen gegen das Heilfasten und mögliche Risiken
9. Zusammenfassung
10. Fazit
11. Abstract
Diese Arbeit zielt darauf ab, die medizinische Wirksamkeit und wissenschaftliche Evidenz des Heilfastens nach Otto Buchinger kritisch zu untersuchen, um dessen Eignung als therapeutische Maßnahme bei verschiedenen Krankheitsbildern zu bewerten. Dabei werden sowohl die physiologischen Mechanismen als auch die potenziellen gesundheitlichen Risiken und Kontraindikationen beleuchtet.
4. Mechanismen des Hungerstoffwechsels
Um die Auswirkungen des Fastens auf den menschlichen Körper verstehen und bewerten zu können, sollen die zugrunde liegenden Veränderungen des Stoffwechsels bei starker bis totaler Kalorienrestriktion beleuchtet werden.
Bei negativer Energiebilanz verschiebt sich die Oxidation der einzelnen Makronährstoffe abhängig von der Dauer der kalorienreduzierten Diät (Cahill, JR 2006).
Um obligat Glucose abhängige Gewebe wie die Erythrozyten und das Nervensystem auch ohne exogen zugeführte Energie versorgen zu können, mobilisiert der Körper in den ersten 24h hauptsächlich Glucose aus Glykogenolyse des Leberglykogens (Cahill, JR 2006).
Nach der Depletion des Leberglykogens wird Energie durch Gluconeogenese aus glucogenen Aminosäuren gewonnen (Heinrich et al. 2014). Diese stammen aus muskulären Eiweißspeichern. Weitere Substrate der Gluconeogenese stellen die Intermediate des Glucosestoffwechsels Lactat und Pyruvat, sowie Glycerin als Zwischenprodukt der Glykolyse bzw. der beta-Oxidation dar (Heinrich et al. 2014).
1. Einleitung: Historischer Überblick über die Entwicklung des Fastens und dessen Etablierung als alternativmedizinische Methode nach Otto Buchinger sowie Abgrenzung zur Laienliteratur.
2. Hintergrund des Fastens in Deutschland: Analyse der Beweggründe für den Verzicht auf Nahrung, wobei gesundheitliche Motive vor religiösen dominieren.
3. Definition des Heilfastens nach Buchinger und Begriffsabgrenzungen: Detaillierte Darstellung des klassischen Buchinger-Fastens sowie Unterscheidung zu anderen Entgiftungskonzepten.
4. Mechanismen des Hungerstoffwechsels: Erläuterung der biochemischen Anpassungsprozesse wie Glykogenolyse, Gluconeogenese und Fettstoffwechsel bei Energiedefizit.
5. Das Risiko des Eiweißkatabolismus und der Erhalt der Leistungsfähigkeit: Untersuchung der Problematik des Muskelabbaus während der Fastenkur und des Einflusses von körperlicher Aktivität.
6. Wissenschaftliche Bewertung des Heilfastens bei ausgewählten Indikationen laut ÄGHE: Kritische Indikationsprüfung bei Adipositas, Diabetes, Hypertonie, Hyperlipidämie, Rheuma, Entschlackung und für Gesunde.
7. Weitere mögliche Anwendungsbereiche des Heilfastens: Diskussion ergänzender Studien zu Alterungsprozessen und epileptischen Erkrankungen.
8. Kontraindikationen gegen das Heilfasten und mögliche Risiken: Identifikation kritischer Krankheitsbilder und Risikoprofile, bei denen vom Fasten abzuraten ist.
9. Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Limitation des Heilfastens bei diversen Krankheiten.
10. Fazit: Abschließende Einordnung des Heilfastens als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für eine konventionelle, evidenzbasierte Therapie.
Heilfasten, Buchinger-Methode, Hungerstoffwechsel, Stoffwechselanpassung, Adipositas, Rheumatoide Arthritis, Eiweißkatabolismus, Kalorienrestriktion, Gewichtsreduktion, Kontraindikationen, Evidenzbasierte Medizin, Diabetes Typ 2, Hypertonie, Fastentherapie, Lebensstiländerung
Die Arbeit befasst sich mit der ernährungsphysiologischen Bewertung des Heilfastens nach Otto Buchinger und prüft kritisch, wie dieses bei verschiedenen Indikationen nach aktueller Studienlage einzuschätzen ist.
Zentrale Schwerpunkte sind die biochemischen Prozesse des Hungerstoffwechsels, der Eiweißverlust während der Fastenzeit, die Auswirkungen auf Krankheiten wie Adipositas und Rheuma sowie die Abgrenzung zu medizinisch notwendigen Therapien.
Das Ziel ist es, die wissenschaftliche Haltbarkeit der Fastenthesen zu untersuchen und zu klären, ob Heilfasten eine evidenzbasierte Behandlungsmethode für diverse chronische Erkrankungen darstellen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, bei der aktuelle Studien und medizinische Leitlinien zum Heilfasten ausgewertet und in Bezug auf ihre therapeutische Evidenz bewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Stoffwechselmechanismen, die Problematik des Muskelabbaus und die indikationsspezifische Bewertung, beispielsweise bei Diabetes, Bluthochdruck und entzündlichen Erkrankungen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Heilfasten, Buchinger-Methode, Hungerstoffwechsel, Eiweißkatabolismus, Evidenzbasierte Medizin und Kontraindikationen aus.
Aufgrund des absoluten Insulinmangels und der Gefahr einer sauren Stoffwechsellage während des Fastens besteht ein erhöhtes Risiko für eine lebensbedrohliche Ketoazidose.
Der Begriff ist wissenschaftlich schwer zu fassen; eine tatsächliche selektive "Entschlackung" von Stoffen ist nicht nachweisbar, wenngleich eine Reduktion von Blutfett- und Glukosewerten durch das Fasten erreicht werden kann.
Es besteht die Gefahr des Proteinabbaus (Eiweißkatabolismus) und bei älteren Menschen ein erhöhtes Risiko für Untergewicht und Sarkopenie, was den physiologischen Anforderungen an eine gesunde Ernährung widerspricht.
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