Masterarbeit, 2019
179 Seiten, Note: 1,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Suizidalität türkischer Migrantinnen zweiter Generation und analysiert, inwieweit die kulturelle Identität einen Einfluss auf die Genese suizidaler Tendenzen hat. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die besonderen Herausforderungen und Belastungen dieser Gruppe zu gewinnen und mögliche Risikofaktoren sowie protektive Faktoren zu identifizieren.
Das erste Kapitel bietet eine umfassende Einleitung und führt in die Thematik der Suizidalität ein. Im zweiten Kapitel werden verschiedene Definitionen des suizidalen Verhaltens, epidemiologische Daten, Risikofaktoren und protektive Faktoren sowie Modelle zur Erklärung von Suizidalität vorgestellt. Das dritte Kapitel widmet sich den abweichenden Lebenskontexten von Migranten und beleuchtet die Bedeutung von Kultur, Migration, Religion, Erziehungsstil, Familiendynamik, Schule, Diskriminierung und migrationsspezifischen Risikofaktoren für die psychische Gesundheit. Kapitel vier beschäftigt sich mit dem Konzept der Identität, insbesondere der kulturellen Identität und ihrer Relevanz im Kontext der Migration. Der empirische Teil in Kapitel fünf präsentiert die Methode, die Rekrutierung der Stichprobe, die Materialauswahl, den Versuchsaufbau und die Auswertung der Ergebnisse.
Suizidalität, türkische Migrantinnen, zweite Generation, kulturelle Identität, Migration, Religion, Islam, Familiendynamik, Risikofaktoren, protektive Faktoren, psychische Gesundheit, Identität, Empirische Forschung.
Die Arbeit zeigt, dass der Misserfolg bei der Integration beider kultureller Kontexte ein zusätzlicher Risikofaktor für Suizidalität sein kann, da er die Identitätsbildung erschwert.
Dazu gehören Diskriminierung, abweichende Lebenskontexte in der zweiten Generation, Konflikte zwischen traditionellen Erziehungsstilen und westlichen Werten sowie religiöse Spannungsfelder.
Es werden unter anderem die Todestriebtheorie nach Freud, das Präsuizidale Syndrom nach Ringel, das Krisenmodell und das interpersonale Suizidmodell behandelt.
Die Arbeit stellt einen spezifischen Bezug zur weiblichen Suizidalität her und beleuchtet dabei insbesondere die Rolle der Frau im Kontext von Migration und Religion.
Die tiefenhermeneutische Auswertung deutet darauf hin, dass Gefühle von "Verlorensein" und die Freiheitseinschränkungen (z.B. bei Klassenfahrten) zentrale Krisenmomente darstellen.
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