Masterarbeit, 2019
102 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. Einleitung
1.1 Thematische Einführung und Forschungsstand
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundbegriffe der Fremdsprachenforschung
2.1 Erst -und Zweitspracherwerb
2.1.1 Erstspracherwerb
2.1.2 Zweitspracherwerb
2.1.2.1 Prozesse des Zweitspracherwerbs
2.1.2.2 Hypothese des Zweitspracherwerbs
2.3 Fremdsprachen
2.4 Mehrsprachigkeit/Bilingualismus
3. Sprachliche Ausgangssituation im Senegal
3.1 Die Sprachpolitik im Senegal
3.2 Französisch als Zweitsprache?
4. Das Bildungssystem im Senegal
4.1 Organisation des Schul- und Hochschulsystems
4.2 Die aktuellen Herausforderungen im Bildungssystem
5. Die Sprachensituation im Schulwesen
5.1 Die Fremdsprachen im Schulwesen
5.1.1 DaF im Senegal
5.1.2 Stellung des heutigen DaF-Unterrichts im Senegal
5.2 Perspektiven für den Umgang mit Mehrsprachigkeit im Unterricht
5.3 Zusammenfassung der bisherigen theoretischen Überlegungen
6. Empirischer Teil
6.1 Methodischer Rahmen der Arbeit
6.1.1 Untersuchungsdesign
6.1.2 Stichprobe
6.1.3 Erhebungsdesign
6.1.4 Vorstellung des Auswertungsdesigns
6.2 Ergebnisse und Diskussion der empirischen Forschung
6.2.1 Vorstellung der Ergebnisse
6.2.2 Diskussion der Ergebnisse
7. Fazit und Ausblick
8. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, inwiefern Mehrsprachigkeit den Bildungserfolg im Senegal beeinflussen kann und beleuchtet dabei die aktuelle Situation des Deutschunterrichts (DaF) unter Berücksichtigung bildungspolitischer Rahmenbedingungen und der Haltung verschiedener Akteure im senegalesischen Bildungssektor.
1.1 Thematische Einführung und Forschungsstand
„In vielen Regionen der Welt ist Mehrsprachigkeit der Normalfall und Einsprachigkeit eine Ausnahme“ (Riehl 2014: 9). Daher ist Mehrsprachigkeit ein alltägliches Phänomen geworden. Circa 7.000 lebende Sprachen existieren weltweit und in vielen Staaten der Welt steigt die Anzahl der gesprochenen Sprachen stetig an (vgl. Schneider 2015: 9). Allein auf dem afrikanischen Kontinent konzentrieren sich 30 % der von der gesamten Weltbevölkerung gesprochenen Sprachen (vgl. Coulmas 2018: 2). „Hier spricht jeder Mensch außer seiner Muttersprache noch mindestens eine weitere, meist benachbarte, afrikanische Sprache und die Landessprache, die in der Regel eine europäische Sprache ist“ (Riehl 2014: 9). Wird diese Mehrsprachigkeit auch in den Bildungsinstitutionen berücksichtigt?
„In most countries in the world today a growing number of students are learning in a language that is different from the language they speak at home with their family. For some, this situation outcome of a choice from parents who decide on bi- or multilingual education programmes for their children […]. For others, their parents cannot choose a multilingual education for a number of reasons: because the language they speak is not offered […] or because they are obliged by language-in-education policies to learn in a second language, often at the expense to their mother tongue” (Ehrhart /Helot /Le Nevez 2010: 5). Diese Tatsache verdeutlicht die Situation der Schüler im Senegal, wo manche Kinder mit zwei oder drei Sprachen aufgewachsen sind und in der Schule in einer anderen Sprache lernen, die nicht ihre Muttersprache ist. Das ist auch allgemein der Fall in fast allen afrikanischen Ländern, wo die koloniale Sprache in der Schule dominiert. Dazu behauptet Holtzer wie folgt: „In multilingual oral societies, above all in black Africa, the ability of children to express themselves in several languages is omitted by the school” (Holtzer 2004: 119).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema Mehrsprachigkeit und Bildungserfolg vor, definiert das Erkenntnisinteresse und skizziert den Aufbau der Masterarbeit.
2. Theoretische Grundbegriffe der Fremdsprachenforschung: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Erst- und Zweitspracherwerb, Fremdsprachen sowie Mehrsprachigkeit und diskutiert relevante Theorien und Hypothesen zum Spracherwerb.
3. Sprachliche Ausgangssituation im Senegal: Hier wird die komplexe sprachliche Realität des Senegals, die Sprachpolitik sowie der Status des Französischen als offizielle Sprache und Zweitsprache analysiert.
4. Das Bildungssystem im Senegal: Dieses Kapitel beschreibt die Struktur des senegalesischen Schul- und Hochschulsystems und beleuchtet die aktuellen Herausforderungen sowie Mängel, die den Bildungserfolg beeinflussen.
5. Die Sprachensituation im Schulwesen: Fokus auf das Fremdsprachenangebot, insbesondere den DaF-Unterricht, dessen Stellung, Ausbildung von Lehrkräften sowie theoretische Modelle zum Umgang mit Mehrsprachigkeit.
6. Empirischer Teil: Detaillierte Darstellung des methodischen Rahmens, der Forschungsfragen, der Stichprobenauswahl und der Auswertung der Experteninterviews mit Lehrkräften und Akteuren des Bildungsministeriums.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse, Verknüpfung mit theoretischen Ansätzen und Ableitung von Empfehlungen sowie zukünftigen Forschungsbedarfen.
Mehrsprachigkeit, DaF, Senegal, Bildungserfolg, Zweitspracherwerb, Erstsprache, Bildungsministerium, Fremdsprachenunterricht, Qualifikation, Lernmotivation, Sprachpolitik, Didaktik, Code-Switching, Schulsystem, Lehrerfortbildung.
Die Arbeit untersucht die Relevanz von Mehrsprachigkeit im senegalesischen Bildungssystem und analysiert, ob und in welcher Weise sie zum Bildungserfolg beitragen kann.
Die zentralen Felder sind die Mehrsprachigkeitsforschung, die aktuelle Sprachpolitik im Senegal, die Struktur des dortigen Bildungssystems sowie die Didaktik und die Praxis des Deutschunterrichts (DaF).
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, ob Mehrsprachigkeit den Bildungserfolg fördert und welche aktuellen Herausforderungen für den DaF-Unterricht bestehen.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Lehrkräften und Vertretern des Bildungsministeriums.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zum Spracherwerb, eine Bestandsaufnahme der Bildungssituation im Senegal, die Analyse des DaF-Unterrichts und die empirische Untersuchung inklusive der Diskussion der Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mehrsprachigkeit, Bildungserfolg, Senegal, DaF-Unterricht, Sprachpolitik und Spracherwerbsforschung definieren.
Französisch fungiert als offizielle Amts- und Unterrichtssprache, was zu einer Diskrepanz zwischen der häuslichen Erstsprache der Schüler und der schulischen Sprache führt.
Die Mehrheit der befragten Lehrkräfte sieht in der Einbeziehung der Erstsprachen der Schüler ein großes Potenzial, um Verständnis, Motivation und die Lernatmosphäre im Unterricht zu verbessern.
Das Dekret sollte Fremdsprachen wie Deutsch, Russisch und Italienisch zugunsten naturwissenschaftlicher Fächer reduzieren, was auf starken Widerstand der betroffenen Lehrkräfte stieß, die darin eine Bedrohung für ihre Fachgebiete und kulturelle Bildung sahen.
Vorschläge umfassen unter anderem die Förderung von „Deutschklubs“ zur Sprachpraxis außerhalb des Unterrichts, den Ausbau von Lehrerfortbildungen und die Bereitstellung aktueller, an das Lernumfeld angepasster Unterrichtsmaterialien.
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