Bachelorarbeit, 2015
106 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Elektrische Antriebe
2.1 Allgemein
2.2 Asynchronmotor
2.2.1 Aufbau
2.2.2 Eigenschaften
2.2.3 Drehzahlregelung
2.3 Frequenzumrichter
2.3.1 Funktion
2.3.2 Aufbau
2.3.2.1 Überblick
2.3.2.2 Gleichrichter
2.3.2.3 Zwischenkreis
2.3.2.4 Wechselrichter
2.3.2.5 Steuerkarte
3 Regelungstechnik
3.1 Allgemein
3.2 Regelung und Steuerung
3.3 Grundstruktur des Regelkreises
3.4 Das Zeitverhalten von Regelstrecken
3.5 Verzögerungsglieder
3.6 Das Zeitverhalten von Reglern
3.6.1 P-Regler
3.6.2 I-Regler
3.6.3 D-Anteil
3.6.4 Der PID-Regler
3.7 Stabilität und Instabilität von Reglern
4 Literaturüberblick zu Drehschwingungen und deren Dämpfung
5 Berechnungsmodell des Antriebsstranges einer Papiermaschine
5.1 Aufbau
5.2 Aufstellen der Systemgleichungen
5.2.1 Allgemein
5.2.2 Steuerung mit vorgegebenem Momentverlauf
5.2.3 Regelung mit P-Regler
5.2.4 Regelung mit PI-Regler
5.2.5 Regelung mit PID-Regler
6 Lösen der Systemgleichungen
6.1 Das Matlab-Programm
6.2 Allgemeine Lösung
6.3 Steuerung mit vorgegebenem Momentverlauf
6.4 Regelung mit P-Regler
6.5 Regelung mit PI-Regler
6.6 Regelung mit PID-Regler
7 Ergebnisse
7.1 Plausibilitätsprüfung
7.2 Steuerung mit vorgegebenem Momentverlauf
7.3 Regelung mit P-Regler
7.3.1 Stabile Regelung
7.3.2 Instabile Regelung
7.4 Regelung mit PI-Regler
7.4.1 Stabile Regelung
7.4.2 Instabile Regelung
7.5 Regelung mit PID-Regler
7.5.1 Stabile Regelung
7.5.2 Instabile Regelung
8 Erweiterungen des Modells mit Totzeit
8.1 Geändertes Modell
8.2 Lösen der Systemgleichungen
8.3 Ergebnisse
9 Zusammenfassendes Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Erstellung eines virtuellen Modells des Antriebsstranges einer Papiermaschine, um darin gezielt die Instabilität der Regelung zu erzeugen und die zugrunde liegenden Ursachen zu verstehen.
1 Einleitung
Unter einem Antriebsstrang versteht man die Gesamtheit der Komponenten, die die Leistung für eine Maschine erzeugen und an die Stelle übertragen, wo sie benötigt wird. Aufgabe des Antriebsstranges ist es, diese Komponenten zuverlässig und sicher in Bewegung zu bringen, anzutreiben. [Dre01]
Die folgende Abbildung ist ein Realitätsmodell und zeigt schematisch den Aufbau des Antriebsstranges einer Papiermaschine: Ein typischer Antriebsstrang einer Papiermaschine besteht im Wesentlichen aus den Komponenten Motor, Gelenkwelle und Walze. Der Motor ist die antreibende Seite des Antriebsstranges und wird auch als Kraftmaschine bezeichnet. Er wandelt die elektrische Energie aus einer entsprechenden Energiequelle (meist Stromnetz) in mechanische Energie oder Arbeit um und erzeugt ein Drehmoment. [14a] Die Gelenkwelle, welche sich zwischen Motor und Walze befindet, dient der Übertragung der Drehbewegung beziehungsweise des Drehmomentes vom Motor auf die Walze. [Seh02]
Die Walze liegt auf der Abtriebsseite des Antriebsstranges und wird als Arbeitsmaschine bezeichnet. Sie nimmt die mechanische Energie beziehungsweise Arbeit des Motors auf und führt durch die aufgenommene Drehbewegung die gewünschte Tätigkeit aus. [14a] Neben dem Leiten der Papierbahn durch die Papiermaschine erfüllen Walzen noch weitere Funktionen wie zum Beispiel die Papierentwässerung. Da durch die Walze manchmal auch die Dicke und die Oberflächenbeschaffenheit des Papiers bestimmt werden, hat sie auch einen wesentlichen Einfluss auf die Papierqualität. [14b]
1 Einleitung: Definition des Antriebsstranges, Vorstellung des Realitätsmodells einer Papiermaschine und Erläuterung der Zielsetzung zur Modellierung von Instabilitäten.
2 Elektrische Antriebe: Erläuterung der Grundlagen elektrischer Motoren, insbesondere Asynchronmotoren und deren Drehzahlregelung mittels Frequenzumrichtern.
3 Regelungstechnik: Abgrenzung von Steuerung und Regelung sowie Beschreibung des Zeitverhaltens von Regelstrecken und diversen Reglertypen.
4 Literaturüberblick zu Drehschwingungen und deren Dämpfung: Zusammenfassung aktueller Forschungsansätze zur aktiven und passiven Dämpfung von Torsionsschwingungen.
5 Berechnungsmodell des Antriebsstranges einer Papiermaschine: Herleitung der mathematischen Beschreibungen und Systemgleichungen für verschiedene Reglerkonfigurationen.
6 Lösen der Systemgleichungen: Beschreibung der numerischen Implementierung der aufgestellten Modelle in Matlab.
7 Ergebnisse: Darstellung und Diskussion der Simulationsergebnisse zur Stabilität und Instabilität der verschiedenen Regelungsarten.
8 Erweiterungen des Modells mit Totzeit: Analyse der Auswirkungen einer künstlichen Zeitverzögerung auf das Systemverhalten.
9 Zusammenfassendes Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Simulationsergebnisse und Ausblick auf weiterführende Optimierungsmöglichkeiten.
Antriebsstrang, Papiermaschine, Drehzahlregelung, Asynchronmotor, Frequenzumrichter, Regelungstechnik, Simulation, Matlab, PID-Regler, Drehschwingungen, Instabilität, Totzeit, Eigenfrequenz, Systemgleichungen, Torsionsschwingung
Die Arbeit befasst sich mit der Simulation eines Antriebsstranges einer Papiermaschine und der Untersuchung von Regelungsinstabilitäten.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche elektrische Antriebstechnik, klassische Regelungstechnik und mathematische Simulation.
Das Ziel ist es, in einem virtuellen Computermodell Instabilitäten der Regelung gezielt zu provozieren, um deren Ursachen besser zu verstehen.
Es werden mathematische Modelle (Differentialgleichungen) erstellt, die anschließend mit der Software Matlab numerisch gelöst und simuliert werden.
Der Hauptteil umfasst die Herleitung der Systemgleichungen für verschiedene Regler (P, PI, PID) sowie deren Simulation und die Analyse des Einflusses von Totzeiten.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Antriebsstrang, Regelung, Simulation, Stabilität und Schwingungsdämpfung gekennzeichnet.
Eine Instabilität kann durch eine Verlagerung des Messortes der Ist-Größe vom Motor auf die Walze sowie eine Reduzierung der Dämpfung erreicht werden.
Nach den Ergebnissen dieser Arbeit hat das Walzenträgheitsmoment keinen Einfluss auf die Stabilität oder Instabilität der PI-Regelung.
Durch das Totzeitglied wird eine künstliche Verzögerung in das Modell eingebracht, um die Realitätsnähe zu erhöhen und die Auswirkungen zeitverzögerter Reaktionen im Regelkreis zu untersuchen.
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