Bachelorarbeit, 2019
62 Seiten, Note: 2,6
1. Einleitung
2. Empty Goal Regeländerung
2.1 Spieltaktische Veränderungen
3. Wahrnehmung der Trainer und Spieler
3.1 Interviews
3.2 Einordnung der Meinungen in das Thema
4. Mögliche Faktoren und Fähigkeiten für das erfolgreiche Spiel mit der EG Taktik
4.1 Koordinative Fähigkeiten
4.2 Athletische Fähigkeiten
4.3 Spieltaktische Fähigkeiten
4.4 Psychologischer Faktor
5. Analysekriterien und Erhebungsart der empirischen Untersuchung
5.1 Positionsangriffe und Gegenstöße in der ersten und zweiten Welle
5.2 Positionsangriffe: Mit EG Taktik oder ohne?
5.3 Erfassung der Effektivität
5.3.1 Erfassung der Tore
5.3.2 Analyse der Wurfchance
5.3.3 Erfassung der Folgewirkung
5.4 Art der Spielbeobachtung
5.5 Gütekriterien der Erhebung
5.5.1 Objektivität
5.5.2 Reliabilität
5.5.3 Validität
6. Aktueller Forschungsstand
7. Ziel der Analyse
7.1 Die zu vergleichenden Werte
8. Ergebnisse der Datenerhebung
9. Analyse und Einordnung der Ergebnisse in die bisherige Forschung
10. Fazit und Ausblick
11. Literaturverzeichnis
12. Anhänge
Die Arbeit untersucht kritisch die "Empty Goal Taktik" im modernen Handball, um zu klären, ob der zusätzliche Feldspieler tatsächlich die Effektivität des Angriffsspiels steigert oder das Risiko für Gegentore unverhältnismäßig erhöht. Ziel ist es, mittels empirischer Daten zu prüfen, ob die Taktik in spezifischen Situationen einen sportlichen Mehrwert bietet oder ob sie aufgrund erhöhter Risiken und psychologischer Faktoren kritisch zu bewerten ist.
1. Einleitung
Der Handballsport veränderte sich in den letzten Jahren deutlich. Das Spiel wurde schneller und athletischer. Während früher das Handballspiel von Positionsangriffen geprägt war, wird heute von den Teams versucht, viele Tore über ein schnelles Umschaltspiel zu erzielen. 2016 trat eine Regel in Kraft, die dieser Entwicklung Rechnung trug. Eine Regelung, die laut Zweig (2015) vor allem im Eishockey schon lange ausgeübt wird, ermöglicht der angreifenden Mannschaft den Torhüter gegen einen Feldspieler zu tauschen, ohne diesen auf dem Feld gesondert kennzeichnen zu müssen. Wird diese Regel im Spiel von der angreifenden Mannschaft angewandt, bezeichnet man dies allgemein als Empty Goal Taktik („leeres Tor Taktik“).
Die neue Regel hat demnach dazu beigetragen, das Handballspiel schneller, variantenreicher und taktischer zu gestalten. Den Trainern wurde durch das Überzahlspiel eine Vielzahl von Angriffsoptionen eröffnet. Das Spiel mit dem leeren Tor muss geprobt und eingeübt werden, um aus der Überzahl Kapital schlagen zu können. Gleichzeitig aber ist das Spiel mit dem zusätzlichen Feldspieler auch ein Risikospiel; so hat bei Ballverlust das gegnerische Team die Möglichkeit, auf das leere Tor zu werfen, wenn der Torwart nicht rechtzeitig eingewechselt wird. Dabei muss das Team beim Einwechseln des Torhüters die üblichen Wechselregeln beachten (Deutscher Handballbund, 2016).
1. Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung zur "Empty Goal"-Regel und definiert die Problemstellung sowie die Hypothese der Arbeit.
2. Empty Goal Regeländerung: Erläutert die Regelauslegung vor und nach 2016 sowie die daraus resultierenden spieltaktischen Veränderungen.
3. Wahrnehmung der Trainer und Spieler: Analysiert durch Experteninterviews die subjektive Einschätzung von Akteuren bezüglich Nutzen und Risiko der Taktik.
4. Mögliche Faktoren und Fähigkeiten für das erfolgreiche Spiel mit der EG Taktik: Definiert die notwendigen koordinativen, athletischen und psychologischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung.
5. Analysekriterien und Erhebungsart der empirischen Untersuchung: Legt das methodische Vorgehen und die Gütekriterien fest, nach denen 77 Spiele statistisch ausgewertet wurden.
6. Aktueller Forschungsstand: Gibt einen Überblick über existierende Studien und ordnet diese in den Kontext der aktuellen Regelauslegung ein.
7. Ziel der Analyse: Begründet die Auswahl der untersuchten Spiele und definiert die konkreten Forschungsfragen sowie die zu vergleichenden Datensätze.
8. Ergebnisse der Datenerhebung: Stellt die reinen statistischen Daten der Untersuchung übersichtlich in Tabellen und Diagrammen dar.
9. Analyse und Einordnung der Ergebnisse in die bisherige Forschung: Diskutiert die gewonnenen Daten und prüft die Hypothesen im Abgleich mit der bestehenden Literatur.
10. Fazit und Ausblick: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und zeigt Potenziale für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen auf.
Handball, Empty Goal Taktik, Überzahlspiel, Spieltaktik, Torwart, Empirische Untersuchung, Effektivität, Gegenstoß, Regeländerung, Soziales Faulenzen, Leistungsanalyse, Spielbeobachtung, Handball-Bundesliga, Handball WM 2019.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen und die Effektivität der "Empty Goal"-Taktik im modernen Handball, bei der der Torhüter zugunsten eines siebten Feldspielers aus dem Spiel genommen wird.
Thematisiert werden die taktischen Veränderungen durch die Regeländerung von 2016, die physischen und psychischen Anforderungen an die Spieler sowie die statistische Auswertung der Effektivität im Vergleich zu Angriffen mit Torhüter.
Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob die "Empty Goal"-Taktik tatsächlich einen Vorteil in der Angriffsleistung bringt oder ob das Risiko von Gegentoren in das leere Tor den Nutzen überwiegt.
Es handelt sich um eine systematische Spielbeobachtung und quantitative Analyse von 77 Spielen (u.a. DKB Handball-Bundesliga und WM 2019), deren Ergebnisse prozentual und absolut gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Anforderungen an die Spieler (Kapitel 4), eine detaillierte methodische Festlegung (Kapitel 5) und die ausführliche Präsentation sowie Diskussion der erhobenen Spieldaten (Kapitel 8 und 9).
Die wichtigsten Begriffe sind Empty Goal Taktik, Handballsport, Effektivitätsanalyse, Überzahlspiel, Gegenstoßgefahr und Spieltaktik.
Der psychologische Faktor bezieht sich primär auf den Druck, der durch ein leeres Tor entsteht, sowie auf die Theorie des "sozialen Faulenzens", bei der vermutet wird, dass Spieler in Überzahlsituationen unterbewusst weniger Einsatz zeigen könnten.
Die Analyse zeigt, dass die Taktik mit einem signifikant höheren Risiko für Gegentore durch Gegenstöße verbunden ist, was statistisch gegen einen pauschalen Nutzen der 7-gegen-6-Taktik spricht.
Nein, die Untersuchung zeigt, dass die deutsche Nationalmannschaft die 7-gegen-6-Taktik im Vergleich zu anderen Teams sogar überdurchschnittlich gut umsetzt, womit die öffentliche Kritik teilweise widerlegt wird.
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