Bachelorarbeit, 2015
48 Seiten, Note: 1,7
1 Spezifische Sprachentwicklungsstörungen im Kleinkindalter
1.1 Elternbasierte und therapeutenbasierte Therapiemaßnahmen
1.1.1 Elternbasierte Maßnahmen nach Empfehlung der AWMF
1.1.2 Therapeutenbasierte Maßnahmen nach Empfehlung der AWMF
1.2 EbTm vs. TbTm – die aktuelle Evidenzlage
1.2.1 Forschungsproblem/Forschungslücken
1.3 Ziele und Fragestellungen der Arbeit
1.3.1 Forschungsfragen
2 Beschreibung des methodischen Vorgehens
3 Ergebnisse
3.1 Relevante Outcomegrößen
3.1.1 Baxendale und Hesketh
3.1.2 Gibbards
3.1.3 Law, Kot und Barnett
4 Diskussion
4.1 Beantwortung der Hauptfragen
4.2 Beantwortung der Nebenfragen
4.3 Diskussion der Studienqualität
4.4 Diskussion des methodischen Vorgehens
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen komparativen Vergleich zwischen elternbasierten (EbTm) und therapeutenbasierten Therapiemaßnahmen (TbTm) bei der Behandlung von Late Talkers zu ziehen, um die effektivste und effizienteste Therapiemethode unter Berücksichtigung der individuellen Heterogenität dieser Patientengruppe zu identifizieren.
1.1 Elternbasierte und therapeutenbasierte Therapiemaßnahmen
Elternbasierte Therapiemethoden (EbTm) umfassen im Kontext der vorliegenden Arbeit alle Therapiemethoden, die ausschließlich einen therapeutischen Effekt über die Arbeit mit den Eltern (der LT’s) zu erzielen versuchen. Ziel der EbTm ist es, das Interaktionsverhalten der Eltern hin zu einem sprachförderlicheren zu modifizieren, indem ihre Funktion als sprachförderlicher Wirkfaktor (vgl. Klann-Delius, 1999) durch den Sprachtherapeuten wieder hergestellt bzw. optimiert wird (vgl. Pepper & Weitzman, 2004; The Hanen Centre, 2015; Buschmann, Jooss, Rupp, Feldhusen & Philippi, 2009; Buschmann & Jooss, 2012; FRIZ|FRÜHINTERVENTIONSZENTRUM, 2015).
Die AWMF (2012) erwähnt diesbezüglich namentlich zwei Strukturierte Elterntrainings (s.u.). Im Kontext dieser Arbeit sollen andere Konzepte der EbTm jedoch nicht ausgeschlossen werden: Die Ausschließlichkeit, mit der mit den Eltern und nicht mit dem Kind im Rahmen einer sprachtherapeutischen Intervention gearbeitet wird, wird hierbei als einziges Einschlusskriterium angesetzt.
Therapeutenbasierte Therapiemethoden (TbTm) umfassen im Kontext der vorliegenden Arbeit hingegen alle Therapiemethoden, die ausschließlich einen therapeutischen Effekt über die Arbeit mit dem Kind (LT) zu erzielen versuchen.
1 Spezifische Sprachentwicklungsstörungen im Kleinkindalter: Dieses Kapitel erläutert das Störungsbild der Late Talkers, definiert die therapeutischen Ansätze EbTm und TbTm und legt die theoretischen Grundlagen sowie die Relevanz der Differenzialdiagnostik dar.
2 Beschreibung des methodischen Vorgehens: Hier wird das systematische Vorgehen nach dem PICO-Format beschrieben, inklusive der durchgeführten Datenbankrecherchen und der Kriterien für die Auswahl der untersuchten Studien.
3 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten der drei inkludierten kontrollierten Gruppenstudien und analysiert die relevanten Outcomegrößen wie den Zuwachs an Wortschatz und syntaktischer Kompetenz.
4 Diskussion: Die Ergebnisse werden hier kritisch reflektiert, die Forschungsfragen beantwortet sowie die Qualität der Studien und das eigene methodische Vorgehen methodisch hinterfragt.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Vage der aktuellen Datenlage zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit weiterer kontrollierter Vergleichsstudien, insbesondere im deutschen Sprachraum.
Late Talkers, Sprachtherapie, Elternbasierte Therapiemethoden, Therapeutenbasierte Therapiemethoden, Effektivität, Effizienz, Spezifische Sprachentwicklungsstörung, AWMF, Hanen Parent Program, Heidelberger Elterntraining, Interaktionsanalyse, Sprachförderung, Evidenzbasierte Praxis.
Die Arbeit untersucht, ob elternbasierte oder therapeutenbasierte Ansätze bei der Behandlung von Late Talkers effektiver und effizienter sind.
Der Fokus liegt auf der Evaluation der Wirksamkeit beider Therapieansätze bei verschiedenen Ausprägungen von Sprachentwicklungsstörungen.
Das Ziel ist die Identifikation der effektivsten Therapiemethode unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse des Kindes im Sinne einer Best Practice.
Es handelt sich um ein systematisches Review, bei dem nach dem PICO-Format kontrollierte Gruppenstudien analysiert wurden.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Auswertung der gefundenen Studien, insbesondere den erzielten Fortschritten bei Wortschatz und Syntax.
Zu den Kernbegriffen gehören Late Talkers, Sprachentwicklungsstörung, EbTm, TbTm, Effektivität und Best Practice.
Die Arbeit betont, dass Late Talkers keine homogene Gruppe bilden und differenzierte Diagnosen (rein expressiv vs. kombiniert rezeptiv-expressiv) für den Therapieerfolg entscheidend sind.
Die Studien weisen methodische Schwächen auf, sind zum Teil veraltet und nutzen unterschiedliche Messparameter, was einen direkten Vergleich erschwert.
Nein, die untersuchten Studien konzentrierten sich primär auf das Hanen Parent Program (HPP) oder andere elternbasierte Ansätze, das HET wurde nicht direkt mit anderen Methoden komparativ untersucht.
Der Autor fordert präzisere, kontrollierte Studien, die auch ökonomische Faktoren wie Kosteneffizienz und die Compliance der Eltern stärker berücksichtigen.
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