Fachbuch, 2020
101 Seiten
1 Hinführung zum Thema
1.1 Ausgangssituation und Gegenstand der Arbeit
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Thematische Abgrenzung
1.4 Methodische Vorgehensweise
2 Theoretische Betrachtungen
2.1 Der NPO-Sektor in Deutschland
2.2 Das Ehrenamt – eine tragende Säule der Gesellschaft
2.3 Zum Begriff der Führung
2.4 Widerspruch und Dilemma in der Führung von Non-Profit-Organisationen
2.5 Ausschlaggebende Aspekte einer erfolgreichen Führung im Non-Profit-Bereich
3 Empirische Erhebung bei Führungskräften in Non-Profit-Organisationen – Methodik und Vorgehensweise
3.1 Begründung eines qualitativen Forschungsansatzes
3.2 Methodik des leitfadengestützten Experteninterviews
3.3 Vorgehensweise bei der empirischen Erhebung
4 Empirische Erhebung bei Führungskräften in Non-Profit-Organisationen – Ergebnisse der Befragungen
4.1 Zur Führungsperson
4.2 Zur Führung von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen
4.3 Zur Gesamtführung einer Non-Profit-Organisation
5 Handlungsempfehlungen
6 Schlussbetrachtungen
7 Anhang: Interviewleitfaden
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen und Besonderheiten der operativen Führungsarbeit in basisnahen Non-Profit-Organisationen der Wohlfahrtspflege. Ziel ist es, die weitreichenden Unterschiede zur Führung in profitorientierten Unternehmen herauszuarbeiten, um Erkenntnisse zu gewinnen, die sowohl Studierende als auch erfahrene Führungskräfte in diesem Sektor bei der täglichen Arbeit unterstützen können.
2.1.1 Der Versuch einer Typisierung von NPOs
Bei der ersten Betrachtung des Begriffes „Non-Profit-Organisation“ lässt sich feststellen, dass es sich bei dem Begriff um eine Negativ-Abgrenzung zu anderen Organisationen handelt. Im etymologischen Sinne „herrscht geteilte Auffassung weniger darüber, was NPOs sind, als viel mehr darüber, was sie nicht sind: nämlich „not for profit“.“ „Der an sich negative Begriff der Nonprofit-Organisationen wurde von der Betriebswirtschaftslehre (Führungs- oder Management-Lehre) geprägt.“ Der Begriff legt eine erste Vermutung nahe, dass NPOs keine Gewinne erzielen. Mit anderen Worten: „Der aus dem Englischen stammende Ausdruck »nonprofit«, der eigentlich »not for profit« meint, wird als »no profit« missverstanden.“
Wie sich noch zeigen wird, widerspricht dieses Verständnis der Auffassung dieser Arbeit, als auch der Praxis vieler NPOs.
Um sich dem Gegenstand der vorliegenden Abhandlung schrittweise zu nähern bedarf es ebenfalls zu definieren, was eigentlich eine Organisation ist. „Definition lies at the heart of all social analysis.“
Kühl nennt für eine minimale Definition einer Organisation drei Elemente: Mitgliedschaft, Zweck und Hierarchie. Organisationen entscheiden demnach selbstständig darüber, wer eintreten darf und wer wieder austreten muss. Ebenso setzen Organisationen sich selbst einen Zweck. Sie legen zudem fest, wie sie sich strukturieren, welchen Mitgliedern Weisungsbefugnis zukommt, und in welchem Umfang dies grundsätzlich formalisiert wird.
1 Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage im NPO-Sektor sowie die Zielsetzung und methodische Vorgehensweise der Bachelorarbeit.
2 Theoretische Betrachtungen: Hier werden der NPO-Sektor, die Rolle des Ehrenamts, Begrifflichkeiten der Führung sowie Widersprüche und Erfolgsaspekte in Non-Profit-Organisationen theoretisch fundiert.
3 Empirische Erhebung bei Führungskräften in Non-Profit-Organisationen – Methodik und Vorgehensweise: Das Kapitel begründet den qualitativen Forschungsansatz und beschreibt die Methodik sowie die Durchführung der Experteninterviews.
4 Empirische Erhebung bei Führungskräften in Non-Profit-Organisationen – Ergebnisse der Befragungen: Die Ergebnisse der Experteninterviews werden analysiert und zu Themen wie Führungsperson, Mitarbeiterführung und Gesamtführung der NPO ausgewertet.
5 Handlungsempfehlungen: Basierend auf den theoretischen und empirischen Erkenntnissen werden konkrete Empfehlungen für die operative Führungsarbeit in NPOs gegeben.
6 Schlussbetrachtungen: Eine abschließende Reflektion der Forschungsergebnisse und ein Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf in diesem Bereich.
7 Anhang: Interviewleitfaden: Dokumentation des für die empirische Erhebung verwendeten Leitfadens.
Non-Profit-Organisation, NPO, operative Führung, Wohlfahrtspflege, Ehrenamt, Führungspersönlichkeit, Leadership, Management, Widerspruch, Dilemma, Sozialmanagement, Personalführung, Experteninterview, Gemeinwohlorientierung, Organisationsführung.
Die Arbeit analysiert die Besonderheiten der operativen Führung in basisnahen Non-Profit-Organisationen der Wohlfahrtspflege im Vergleich zur freien Wirtschaft.
Im Zentrum stehen die Führung der eigenen Persönlichkeit, die Mitarbeiterführung (insbesondere die Balance von Haupt- und Ehrenamt), das Management von Widersprüchen sowie die strategische und operative Organisationsführung.
Ziel ist es, die weitreichenden Unterschiede in der Führungsarbeit bei NPOs aufzudecken und zu verstehen, wie erfahrene Führungskräfte mit den systemimmanenten Herausforderungen umgehen.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz verfolgt, bei dem leitfadengestützte Experteninterviews mit Geschäftsführern von Non-Profit-Organisationen durchgeführt und ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (NPO-Sektor, Führungsbegriffe, Dilemmata) und eine empirische Analyse, die die Erfahrungen der befragten Experten zur Führungspraxis widerspiegelt.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Non-Profit-Organisation, operative Führung, Wohlfahrtspflege, Ehrenamt, Leadership und Organisationsmanagement beschreiben.
Die Führung von Ehrenamtlichen basiert laut den Befragten stärker auf Überzeugung und Aushandlungsprozessen, da formale Sanktionsmöglichkeiten oder Anordnungen hier nur bedingt greifen und eine ideelle Bindung im Vordergrund steht.
Ein Konzept, das Führung in sieben konzentrischen Feldern betrachtet, mit der Führungsperson im Zentrum, umgeben von operativen Handlungsfeldern und eingebettet in einen strategischen Rahmen.
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