Bachelorarbeit, 2019
47 Seiten, Note: 2,1
Die Bachelorarbeit untersucht die Verwendung von Fremd- und Lehnwörtern in einer multiethnischen Jugendsprache, die auch als Kiezdeutsch bezeichnet wird. Der Fokus liegt auf der Analyse dieser Sprachvarietät im digitalen Raum, insbesondere auf YouTube-Kommentaren zu Musikvideos. Die Arbeit will die Entwicklungen im Sprachgebrauch der letzten Jahre erforschen und den Einfluss verschiedener Herkunftssprachen auf das Kiezdeutsch beleuchten.
Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit dar und erläutert die Bedeutung von Fremd- und Lehnwörtern in der heutigen Zeit. Der theoretische Teil befasst sich mit relevanten Konzepten wie Sprachkontakt, Sprachwandel und Jugendsprache. Im Fokus steht dabei die Einordnung des Kiezdeutschen in diese Kontexte sowie die Beschreibung seiner grammatischen Merkmale und seiner medialen Präsenz. Der empirische Teil der Arbeit konzentriert sich auf die Analyse des Forschungsmaterials, welches aus YouTube-Kommentaren zu Musikvideos mit kiezdeutschen Merkmalen besteht. Es werden die Methoden der Untersuchung erläutert und die Ergebnisse der Analyse vorgestellt.
Multiethnische Jugendsprache, Kiezdeutsch, Sprachkontakt, Sprachwandel, Anglizismen, Fremd- und Lehnwörter, YouTube, digitale Kommunikation, Herkunftssprachen.
Kiezdeutsch ist eine multiethnische Jugendsprache, die in urbanen Räumen mit hoher sprachlicher Vielfalt entsteht und durch spezifische grammatische und lexikalische Merkmale gekennzeichnet ist.
Kiezdeutsch wird oft als Multiethnolekt bezeichnet, da es Elemente verschiedener Herkunftssprachen (z. B. Türkisch, Arabisch) mit dem Deutschen verbindet und von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft gesprochen wird.
Sie sind ein zentrales Merkmal. Wörter aus dem Arabischen (z. B. „wallah“) oder Englischen werden integriert und dienen oft als Identitätsmarker innerhalb der Jugendgruppe.
In YouTube-Kommentaren oder sozialen Medien zeigt sich Kiezdeutsch durch verkürzte Syntax, spezifische Slangbegriffe und eine lautnahe Schreibung.
Linguisten betrachten es eher als eine kreative sprachliche Varietät und Kompetenz, bei der Sprecher situativ zwischen Standarddeutsch und Kiezdeutsch wechseln können (Code-Switching).
Typisch sind zum Beispiel das Weglassen von Präpositionen und Artikeln (z. B. „Ich geh Schule“) oder eine veränderte Wortstellung im Satz.
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