Bachelorarbeit, 2018
35 Seiten, Note: 1,3
EINLEITUNG
1 ALLGEMEINE ÜBERLEGUNGEN ZU DEN WIRKFAKTOREN DER KLINISCHEN KUNST- UND GESTALTUNGSTHERAPIE
1.1 Herkunft der künstlerischen Therapie
1.2 Entwicklung der Kunsttherapie in Deutschland
1.3 Wirkungsweisen
1.4 Kunsttherapeutische Ausrichtungen
1.5 Aus der Praxis: Rahmenbedingungen und Setting
2 DER SPEZIFISCHE RAHMEN DER GKT IN DER BEHANDLUNG VON TRAUMAFOLGEN
2.1 Psychische Traumatisierung
2.2 Belastungserfahrung und Stressreaktion: neurobiologische Grundlagen
2.3 Traumaspätfogestörung
2.4 Der Vorgang der Dissoziation
2.5 Täterintrojekte und ihre Funktion
2.5.1 Die Dissoziative Identitätsstörung
2.5.2 Täterintojekte
2.6 Der spezifische Rahmen der GKT bei der Arbeit mit Traumapatienten
3 DAS BIPOLARE PRINZIP DER TRAUMATHERAPIE UND DIE GRUNDLAGEN DER DREI-PHASEN-TRAUMATHERAPIE
3.1 Das bipolare Prinzip
3.2 Das Toleranzfenster
3.3 Prozessfokussierung: Vom Was zum Wie
4 KUNST- UND GESTALTUNGSTHERAPIE IN DER ARBEIT MIT TÄTERINTROJEKTEN
4.1 Täterintojekte in der Kunst und Gestaltungstherapie
4.2 Kunst- und Gestaltungsinterventionen in der Stabilisierungsphase
4.3 Kunst- und Gestaltungstherapie zur Arbeit in der Expositionsphase
4.4 Kunst- und Gestaltungstherapie in der Phase der Neuorientierung
5 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Wirksamkeit der Kunst- und Gestaltungstherapie in der Behandlung von Traumaspätfolgestörungen, mit besonderem Fokus auf dem therapeutischen Umgang mit Täterintrojekten innerhalb des bipolaren Prinzips der Traumatherapie.
4.1 Täterintojekte in der Kunst und Gestaltungstherapie
Die Täterintrojektion ist ein wichtiges Thema für alle drei Phasen der Traumatherapie und somit auch für die Kunst- und Gestaltungstherapie in der Traumatherapie: Es muss geklärt werden, inwieweit der Täter immer noch die Außenbeziehungen des/der KlientIn dominiert (Täterkontakt), wie sich durch Reinszenierung seine Macht im Setting manifestieren könnte z.B. in der Rebellion, Unterwerfung, Regelverletzungen, Übertragung und Gegenübertragung, scheinbaren Mängel an verfügbaren Ressourcen, und ob eine Kooperation der inneren Anteile bereits möglich ist.
Die Arbeit mit Täterintrojekten ist der langwierigste und schwierigste Teil der Traumatherapie und kann sowohl auf der inneren als auch auf der äußeren Bühne durchgeführt werden. Wie kann die Arbeit mit Täterintrojektion in der Einzeltherapie mit kreativen Medien aussehen?
Anders als die psychoanalytisch orientierte Therapie, die das Täterintrojekt als Fremdkörper im Selbst, ein malignes Objekt im Über-Ich/Ich-Ideal konzipiert, das in der Übertragung auf den/die TherapeutIn externalisiert werden muss, untersucht die moderne Traumatherapie die Täteranteile auf hilfreiche Funktionen im System hin und definiert sie als eines der vielen Symptome von TraumapatientInnen. Somit gilt für Täterintrojekte, was für alle Symptome eines Menschen gilt: Das Symptom ist nicht das Problem, sondern die Lösung eines „Damals“ – und somit ist das Symptom auch die aktuelle Lösung für das Problem. Mit dieser wertschätzenden Einstellung kann der Kunsttherapeut im Gestaltungsprozess Kontakt zum Täterintrojekt aufnehmen und gemeinsam mit dem/der KlientIn die Schutzfunktion der Introjektion für andere verletzte oder traumatisierte Anteile bestimmen. Auf der Bildebene können erste Verhandlungen mit einzelnen Selbstanteilen ausprobiert werden, um die Kooperation der Anteile zu verbessern (Plassmann 2014, S. 168).
1 ALLGEMEINE ÜBERLEGUNGEN ZU DEN WIRKFAKTOREN DER KLINISCHEN KUNST- UND GESTALTUNGSTHERAPIE: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung und die grundlegenden Wirkmechanismen der Kunsttherapie in Deutschland.
2 DER SPEZIFISCHE RAHMEN DER GKT IN DER BEHANDLUNG VON TRAUMAFOLGEN: Hier werden die neurobiologischen Grundlagen des Traumas, der Prozess der Dissoziation sowie das Phänomen der Täterintrojekte als Folge von Gewalterfahrungen erläutert.
3 DAS BIPOLARE PRINZIP DER TRAUMATHERAPIE UND DIE GRUNDLAGEN DER DREI-PHASEN-TRAUMATHERAPIE: Dieses Kapitel erläutert das zentrale Prinzip der Bipolarität als Werkzeug zur Ressourcenaktivierung sowie die Bedeutung des Toleranzfensters in der Therapie.
4 KUNST- UND GESTALTUNGSTHERAPIE IN DER ARBEIT MIT TÄTERINTROJEKTEN: Hier werden spezifische kunsttherapeutische Interventionen für die verschiedenen Phasen der Traumabehandlung, insbesondere im Umgang mit Täterintrojekten, dargestellt.
5 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, wie die Kunst- und Gestaltungstherapie als ressourcenorientierte Methode in alle Phasen der Traumabehandlung integriert werden kann, um Heilungsprozesse zu unterstützen.
Kunsttherapie, Gestaltungstherapie, Traumaspätfolgestörungen, Traumatherapie, Bipolares Prinzip, Täterintrojekte, Dissoziation, Stabilisierung, Traumaexposition, Neuorientierung, Ressourcenaktivierung, Prozessfokussierung, Selbstorganisation, Psychotraumatologie, Identitätsstörung.
Die Bachelorarbeit behandelt den Einsatz von Kunst- und Gestaltungstherapie bei Patienten mit Traumaspätfolgestörungen, mit einem speziellen Fokus auf die Arbeit mit sogenannten Täterintrojekten.
Die Arbeit verknüpft kunsttherapeutische Methoden mit traumatherapeutischen Ansätzen wie dem bipolaren Prinzip und der Drei-Phasen-Traumatherapie.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kunsttherapeutische Interventionen helfen können, Traumamaterial dosiert zu bearbeiten und die Persönlichkeit des Klienten zu stärken.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und klinische Konzepte der Traumatherapie mit kunsttherapeutischen Handlungsmöglichkeiten synthetisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Kunsttherapie, die Analyse des Traumabegriffs und der Dissoziation sowie die praktische Anwendung kreativer Interventionen in den drei Phasen der Traumabehandlung.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Traumatherapie, Täterintrojekte, Bipolares Prinzip, Gestaltungstherapie, Ressourcenaktivierung und Traumaexposition.
Anstatt Täterintrojekte als reine "böse" Fremdkörper zu betrachten, wird in der modernen Traumatherapie wertschätzend deren ursprüngliche Schutzfunktion analysiert, um eine Kooperation der inneren Anteile im Heilungsprozess zu ermöglichen.
Das bipolare Prinzip ermöglicht es, eine Balance zwischen belastendem Traumamaterial und stabilisierenden Ressourcen zu halten, wodurch eine Überflutung des Patienten verhindert wird.
Diese dienen in der Stabilisierungsphase dazu, dem Klienten innere Stabilität zu vermitteln und ihm die Möglichkeit zu geben, sich kontrolliert von belastenden Inhalten zu distanzieren.
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