Examensarbeit, 2001
49 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 EINLEITUNG
2 GESCHICHTLICHER RÜCKBLICK
3 WARUM SOLLTE ENGLISCH IN DER GRUNDSCHULE UNTERRICHTET WERDEN?
3.1 Wissenschaftliche Begründungen
3.1.1 Entwicklungspsychologische Begründung
3.1.2 Physiologische Begründung
3.1.3 Anthropologische Begründung
3.1.4 Pädagogische Begründung
3.2 Warum die englische Sprache?
4 DAS HAMBURGER KONZEPT "ENGLISCH AB 3. SCHULJAHR"
4.1 Der Hamburger Schulversuch
4.2 Organisation und Ziele des Konzepts "Englisch ab 3. Schuljahr"
5 DAS KONZEPT IN SCHLESWIG-HOLSTEIN "BEGEGNUNG MIT SPRACHE"
5.1 Bisherige Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule in Schleswig-Holstein
5.2 Organisation und Ziele des Konzepts "Begegnung mit Sprache"
6 VERGLEICH DER KONZEPTE
7 ERFAHRUNGEN AUS DER PRAXIS
7.1 Auswertung der Fragebögen in Hamburg
7.2 Hospitationen und Gespräche mit Lehrern in Hamburg
7.3 Auswertung der Fragebögen in Schleswig-Holstein
7.4 Hospitationen und Gespräche mit Lehrern in Schleswig-Holstein
8 VERGLEICH DER PRAKTISCHEN UMSETZUNGEN
9 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in einem theoretischen und praktischen Vergleich der Konzepte für den Englischunterricht an Grundschulen in den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein, um deren Organisation, Ziele und tatsächliche Umsetzung zu evaluieren.
3.1.1 Entwicklungspsychologische Begründung
Eine Begründung für den Fremdsprachenunterricht in der Grundschule stützt sich auf die Entwicklungspsychologie.
Diese Begründung besagt dass, "Kinder unter 10 Jahren besonders günstige intellektuelle Fähigkeiten und emotionale Neigungen zu sprachlicher Erfahrung und Aktivität besitzen. Sie besitzen eine starke Imitationsfähigkeit, Freude am Artikulieren und Formulieren und eine hohe Kommunikationsbereitschaft." (Doyé, 1997, S.80)
Außerdem, hat die Hirnforschung gezeigt, dass Kinder Fremdsprachen nicht grundsätzlich besser oder leichter lernen als Erwachsene; "vielmehr ist es so, daß immer bestimmte Areale der Sprache in bestimmten Altersstufen aufgrund genetischer Veränderungen optimal erworben werden" (Götze, 1995, S. 72). L. Götze bezieht sich bei seiner Aussage, auf die vier entwicklungspsychologischen Stadien eines Kindes von Piaget:
sensumotorisches Stadium (0 – 20 Monate)
präoperationales Stadium (20 Monate – 7 Jahre)
konkret-operationales Stadium (7 - 11 Jahre)
formal-operationales Stadium (ab 11 Jahren)
Demnach können sich Schüler/innen bis zum 11 Lebensjahr eine Sprache ohne grammatische Hilfen besonders gut aneignen, da sie hinsichtlich Artikulation und Intonation bessere Fähigkeiten haben. Grammatisches Regelwissen lernt man hingegen besser im jugendlichen oder Erwachsenenalter. (L. Götze, 1995, S. 72)
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule und Vorstellung der vergleichenden Zielsetzung der Arbeit.
2 GESCHICHTLICHER RÜCKBLICK: Überblick über die historische Entwicklung und frühere Modellversuche des Fremdsprachenunterrichts im Primarbereich.
3 WARUM SOLLTE ENGLISCH IN DER GRUNDSCHULE UNTERRICHTET WERDEN?: Darstellung theoretischer Begründungsmuster für einen frühen Fremdsprachenerwerb sowie die Wahl der englischen Sprache.
4 DAS HAMBURGER KONZEPT "ENGLISCH AB 3. SCHULJAHR": Detaillierte Beschreibung der Organisation, Ziele und praktischen Umsetzung des Hamburger Modells.
5 DAS KONZEPT IN SCHLESWIG-HOLSTEIN "BEGEGNUNG MIT SPRACHE": Analyse des Schleswig-Holsteinischen Ansatzes, der den Fokus auf eine integrative Fremdsprachenbegegnung legt.
6 VERGLEICH DER KONZEPTE: Direkte Gegenüberstellung der beiden Konzepte hinsichtlich Struktur, zeitlichem Rahmen und inhaltlicher Ausrichtung.
7 ERFAHRUNGEN AUS DER PRAXIS: Auswertung der empirischen Daten aus Fragebögen und Hospitationen an Grundschulen in Hamburg und Schleswig-Holstein.
8 VERGLEICH DER PRAKTISCHEN UMSETZUNGEN: Zusammenfassende Bewertung der Unterschiede in der tatsächlichen schulpraktischen Realisierung in beiden Bundesländern.
9 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts an Grundschulen.
Englischunterricht, Grundschule, Fremdsprachenerwerb, Hamburg, Schleswig-Holstein, Begegnung mit Sprache, Interkulturelles Lernen, Frühbeginn, Entwicklungspsychologie, Sprachdidaktik, Schulpraxis, Hospitation, Evaluation, Lehrerausbildung, Sprachkompetenz.
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Konzepte des Englischunterrichts an Grundschulen in Hamburg und Schleswig-Holstein aus theoretischer und praktischer Sicht.
Zentral sind die historischen Hintergründe, entwicklungspsychologische und pädagogische Begründungen für frühen Fremdsprachenunterricht sowie die konkrete Organisation und Ziele in den beiden untersuchten Bundesländern.
Ziel ist es, die Unterschiede in den Modellen "Englisch ab 3. Schuljahr" (Hamburg) und "Begegnung mit Sprache" (Schleswig-Holstein) herauszuarbeiten und zu beurteilen, wie diese Konzepte in der Schulpraxis umgesetzt werden.
Neben einer theoretischen Aufarbeitung basiert die Arbeit auf einer empirischen Untersuchung durch Fragebögen und Unterrichtshospitationen an jeweils vier Grundschulen pro Bundesland.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Konzepte, deren Vergleich sowie die detaillierte Auswertung der gewonnenen Praxiserfahrungen.
Wichtige Begriffe sind früh beginnender Fremdsprachenunterricht, interkulturelles Lernen, Grundschuldidaktik, Sprachkompetenz und pädagogische Kontinuität.
Hamburg hat Englisch ab der 3. Klasse als eigenständiges Fach verpflichtend eingeführt, während Schleswig-Holstein auf ein integratives Begegnungskonzept setzt, bei dem die Wahl der Fremdsprache freier ist und keine zusätzlichen Stunden vorgesehen sind.
Die Autorin kritisiert, dass aufgrund fehlender zusätzlicher Stunden und einer fehlenden einheitlichen Festlegung die Kontinuität und Qualität der Förderung erschwert wird, was zu einer hohen Abhängigkeit vom Engagement der einzelnen Lehrkräfte führt.
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