Diplomarbeit, 2005
148 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Freizeit- und Gesundheitssport
3. Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung im Gesundheitssport
3.1. Leistungsdiagnostik
3.2. Testverfahren zur Bestimmung der allgemeinen aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit bei Läufern
3.3. Laktatleistungsdiagnostik
3.4. Laktatbasierte Schwellenmodelle
3.4.1. Das Mader-Schwellenmodell
3.4.2. Das Freiburger-Schwellenmodell (Simon-Schwelle)
3.4.3. Das Geiger-Hille-Schwellenmodell
3.4.4. Weitere Schwellenmodelle
3.4.5. Kritik an den Schwellenmodellen
3.5. Trainingssteuerung
4. Laktatkinetik und Einflussfaktoren
4.1. Individuelle biologische Variabilität (interne Variablen)
4.2. Messmethodische Variabilität (externe Variablen)
4.3. Ermüdungsfaktoren
5. Untersuchung der Schwellenkonzepte an freizeit- und gesundheitssportorientierten Läufern
5.1. Ziele der Untersuchung
5.2. Inhalte und Methoden der Studie
5.2.1. Probandengut
5.2.2. Testdurchführung (Untersuchungsmethodik)
5.2.3. Statistische Methoden
5.3. Darstellung der Ergebnisse
5.3.1. Signifikanzprüfung und Rangreihenfolge zwischen den verschiedenen Schwellenmodellen bezogen auf die Intensität (Test 1)
5.3.1.1. Signifikanzprüfung
5.3.1.2. Rangreihenfolge
5.3.2. Evaluierung der Schwellenmodelle (Test 1 vs. Test 2)
5.3.2.1. Zusammenhang zwischen den berechneten und gemessenen Herzfrequenz- und Laktatwerten
5.3.2.2. Zuordnung der Schwellenmodelle zu den gemessenen Dauerleistungsgrenzen
5.3.3. Überprüfung der gemessenen Dauerleistungsgrenzen im Feld (Test 2 vs. Test 3)
5.4. Diskussion der Ergebnisse
5.4.1. Rahmenbedingungen der Untersuchung
5.4.2. Zur Signifikanzprüfung und Rangreihenfolge zwischen den verschiedenen Schwellenmodellen bezogen auf die Intensität (Test 1)
5.4.3. Zur Evaluierung der Schwellenmodelle (Test 1 vs. Test 2)
5.4.4. Zur Überprüfung der gemessenen Dauerleistungsgrenzen im Feld (Test 2 vs. Test 3)
5.5. Schlussfolgerungen und Zusammenfassung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein reliables und valides Verfahren zur laktatgestützten Leistungsdiagnostik für freizeit- und gesundheitssportorientierte Läufer zu entwickeln. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welches der bestehenden Schwellenmodelle am präzisesten die individuelle Dauerleistungsgrenze (MaxLass) dieser spezifischen Zielgruppe abbilden kann, um daraus valide Empfehlungen für eine effektive Trainingssteuerung abzuleiten.
3.4.1. Das Mader-Schwellenmodell
Bei der Mader-Schwelle handelt es sich um ein fixes Schwellenmodell.
Mader et al. (1976) bezeichnen die aerob-anaerobe Schwelle als Bereich des Übergangs zwischen der rein aeroben zur partiell anaeroben, laktazid gedeckten muskulären Energiestoffwechselleistung. Dieser Bereich eigne sich zur Charakterisierung der Ausdauerleistungsfähigkeit, wenn man das Maximum der rein aerob abgedeckten energetischen Leistung mit dieser Schwelle gleichsetzen würde.
Die Autoren merken an, dass die aerob-anaerobe Schwelle, wie alle biologischen Prozesse, nicht abrupt, sondern gleitend überschritten wird.
Nach Mader et al. (1976), wird die (fixe) Blutlaktatkonzentration von 4 mmol/l als Schwellenwert angesehen, bei dem die Laktatbildung und –elimination gerade noch im Gleichgewicht (MaxLass) stehen würde. Dies resultiere dabei aus der Beobachtung, dass die korrespondierenden Belastungen im Mittel über längere Zeit toleriert werden könnten und höhere Belastungen i.d.R. einen kontinuierlichen Anstieg des Laktats zur Folge hätten. Die Ergebnisse basieren dabei auf Untersuchungen auf dem Laufband mit einer Stufendauer von 5 min und einer Belastungsabstufung von 0,4 m/s (Mader et al., 1976).
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Nachfrage nach präziser Leistungsdiagnostik im Breitensport und identifiziert die Laktatdiagnostik als zentrales Instrument, dessen Validität für unterschiedliche Zielgruppen kritisch hinterfragt wird.
2. Freizeit- und Gesundheitssport: In diesem Kapitel wird der soziologische und gesundheitliche Kontext des modernen Freizeitsports erläutert, wobei insbesondere die Bedeutung des Ausdauertrainings für die Prävention metabolischer Erkrankungen bei Erwachsenen hervorgehoben wird.
3. Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung im Gesundheitssport: Das Kapitel bietet einen Überblick über diagnostische Standards und die Problematik verschiedener Schwellenmodelle, um Belastungsintensitäten für gesundheitsorientierte Zielgruppen zu definieren.
4. Laktatkinetik und Einflussfaktoren: Hier werden die komplexen biochemischen Grundlagen der Laktatbildung, -freisetzung und -elimination sowie die vielfältigen internen und externen Störvariablen detailliert analysiert.
5. Untersuchung der Schwellenkonzepte an freizeit- und gesundheitssportorientierten Läufern: Dieser empirische Teil beschreibt die eigene Studie, in der verschiedene Schwellenkonzepte an einer Stichprobe von 39 Läufern unter Labor- und Feldtestbedingungen evaluiert und diskutiert werden.
Laktatdiagnostik, Ausdauerleistungsfähigkeit, Trainingssteuerung, Schwellenmodelle, MaxLass, Gesundheitssport, Laufbandergometrie, Laktatkinetik, Stoffwechsel, Leistungsdiagnostik, Breitensport, Feldtest, Herzfrequenz, Stoffwechselparameter, Belastungsintensität
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Überprüfung eines standardisierten Verfahrens zur laktatgestützten Leistungsdiagnostik für den Freizeit- und Gesundheitssport.
Die zentralen Felder sind die Leistungsphysiologie im Laufsport, die Analyse verschiedener laktatbasierter Schwellenmodelle, die praktische Trainingssteuerung sowie die kritische Validierung dieser Methoden unter Alltagsbedingungen.
Das primäre Ziel ist es, ein reliables und valides Verfahren zu finden, mit dem aus Testergebnissen präzise Belastungsintensitäten für die gesundheitsorientierte Trainingspraxis abgeleitet werden können.
Es werden Stufentests im Labor mit verschiedenen Schwellenmodellen berechnet, in Dauerleistungstests (MaxLass-Test) evaluiert und deren Praxistauglichkeit in einem Feldtest auf der Laufbahn mittels Herzfrequenzsteuerung und Laktatmessung überprüft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Laktatkinetik und Schwellenmodelle sowie einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der eigenen Probandenstudie statistisch analysiert und diskutiert werden.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Laktatdiagnostik, Trainingssteuerung, MaxLass, Schwellenmodelle, Ausdauerleistung und Leistungsdiagnostik im Gesundheitssport beschreiben.
Das Iftb-Modell wird als gemischtes, auf dem Mittelwert basierendes Modell analysiert und zeigt sich in der Untersuchung als besonders robust bei der Abbildung des maximalen Laktat-Steady-States (MaxLass).
Der Autor schlussfolgert, dass die reine Durchführung eines Stufentests ohne ergänzende Dauerleistungstests häufig zu Fehleinschätzungen führt und empfiehlt eine individuellere Herangehensweise zur Bestimmung der Dauerleistungsgrenze.
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