Diplomarbeit, 2006
116 Seiten, Note: 1,3
4. Einleitung
5. Begriff „Immobilie“
6. Der Weg in die internationale Rechnungslegung
6.1 Gründe für unterschiedliche Rechnungslegungssysteme
6.2 Argumente für eine Internationale Rechnungslegung
6.3 Internationale Rechnungslegungssysteme
6.4 IFRS
6.4.1.1 Entwicklungsgeschichte
6.4.1.2 Umsetzung der IFRS
6.5 Die Rechnungslegung von Immobilien im Umbruch
6.6 Klassifizierung von Immobilien in IFRS-Bilanzen
7. Ansatz von Investment Properties
7.1 Vorbemerkung
7.2 Charakterisierung von Investment Properties
7.3 Abgrenzung zu den Non-Investment Properties
7.3.1 Leasing im Immobiliensektor
7.3.1.1 Operating-Leasing
7.3.1.2 Finanzierungsleasing
7.3.1.3 Bilanzmäßige Darstellung bei Vollamortisation
7.3.2 Unternehmensimmobilien nach IFRS
7.3.3 Konzern- versus Einzelabschluss
7.4 Ansatzkriterien von Investment Properties
7.5 Bilanzielle Bedeutung von Investment Properties
7.6 Historische Bedeutung der Investment Properties
7.7 Anwendungsbereiche des IAS 40
7.8 Investment Properties bei der IVG Immobilien AG
8. Erstbewertung von Investment Properties
8.1 Vorbemerkung
8.2 Immobilienpreis versus Immobilienwert
8.3 Verkehrswert (Marktwert)
8.4 Zugangsbewertung
8.5 Zugangsbewertung bei geleasten Immobilien
8.6 Wertbeeinflussende Faktoren
8.6.1 Fiskal-politische Entwicklungen
8.6.2 Sozio-kulturelle Faktoren
8.6.3 Standortfaktoren
8.6.4 Lasten und Beschränkungen
8.6.5 Bodenbeschaffenheit
8.6.6 Restnutzungsdauer und baulicher Zustand
9. Folgebewertung
9.1 Wahlrecht in der Folgebewertung
9.1.1 Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
9.1.2 Beizulegender Zeitwert
9.2 Immobilienbewertungsverfahren im Vergleich
9.3 Normierte deutsche Immobilienbewertungsverfahren
9.3.1 Vorwort
9.3.2 Vergleichswertverfahren
9.3.2.1 Voraussetzungen für die Anwendung
9.3.2.2 Verfahrensablauf
9.3.2.3 Kritische Würdigung
9.3.3 Ertragswertverfahren
9.3.3.1 Voraussetzungen für die Anwendung
9.3.3.2 Verfahrensablauf
9.3.3.3 Kritische Würdigung
9.3.4 Sachwertverfahren
9.3.4.1 Verfahrensablauf
9.3.4.2 Kritische Würdigung
9.4 Vergleichbare angelsächsische Bewertungsverfahren
9.4.1 Vorbemerkung
9.4.2 Comparison Approach
9.4.3 Investment Approach
9.4.3.1 Fully let
9.4.3.2 Reversionary
9.4.3.3 Overrented
9.4.4 Discounted Cashflow Method
9.4.5 Cost Approach
9.5 Alternative Bewertungsverfahren des IVSC
9.5.1 Residual Method
9.5.2 Profits Method
9.5.3 Bedeutung des IVSC für den IAS 40
9.6 Fazit
10. Ausweis von Investment Properties
11. Offenlegung von Anhangangaben nach IAS 40
12. Schlussbetrachtung und Ausblick
13. Auszug aus dem Amtsblatt der Europäischen Union
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Harmonisierung internationaler Rechnungslegungssysteme auf die Bilanzierung und Bewertung von Immobilien. Im Fokus steht dabei die Anwendung des Standards IAS 40 "Investment Properties", der eine Abkehr von der historischen Anschaffungskostenbilanzierung hin zu einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) anstrebt, und die damit verbundenen Herausforderungen für deutsche Unternehmen.
8.2 Immobilienpreis versus Immobilienwert
Der vorliegenden Arbeit liegt als Bewertungszweck die Erstellung eines IFRS Abschlusses zugrunde. Das bedeutet, dass es hier um die Ermittlung des Immobilienwertes geht, genauer um den Bilanzwert der Investment Properties. Es gilt daher zwischen Immobilienpreis und Immobilienwert zu unterscheiden. Der Immobilienpreis ist von einer Vielzahl subjektiver Einflüsse geprägt. Er ist durch eine historische Markttransaktion mit ganz eigenen Vorstellungen und Präferenzen auf Seiten des Käufers wie auch des Verkäufers zustandegekommen.
Der Immobilienwert hingegen wird in der Literatur oftmals als „objektiver Immobilienpreis“ verstanden und „entspricht idealerweise den aggregierten Vorstellungen einer Gruppe von Marktteilnehmern“. Es gilt allerdings festzuhalten, dass dieser Immobilienwert durch die Intransparenz – gerade im deutschen Markt – und der starken Aufsplittung in eine Vielzahl von regionalen Teilmärkten nur sehr schwer zu ermitteln ist. Hierbei geben allerdings moderne Bewertungsmodelle eine gute Hilfestellung und repräsentieren einen „Preis“ der zum einen unter bestimmten Bedingungen am Markt erzielbar wäre und zum anderen für Dritte nachvollziehbar dargestellt wird. Der so ermittelte Immobilienwert sollte dann frei von externen Einflüssen, Informationsasymmetrien und persönlichen Präferenzen sein.
4. Einleitung: Beschreibt die Harmonisierung der Rechnungslegung und die Relevanz der Umstellung auf IFRS für deutsche Immobilienbestände.
5. Begriff „Immobilie“: Erläutert den Immobilienbegriff aus zivilrechtlicher und wirtschaftlicher Sicht.
6. Der Weg in die internationale Rechnungslegung: Analysiert die Hintergründe und Argumente für den Übergang von nationalen Standards hin zur internationalen Rechnungslegung.
7. Ansatz von Investment Properties: Detailliert die Abgrenzung, Klassifizierung und die spezifischen Ansatzkriterien für Anlageimmobilien nach IAS 40.
8. Erstbewertung von Investment Properties: Erörtert die Grundlagen der Erstbewertung und beleuchtet verschiedene wertbeeinflussende Faktoren.
9. Folgebewertung: Vergleicht verschiedene internationale Bewertungsverfahren und deren Anwendung in der Praxis.
10. Ausweis von Investment Properties: Behandelt die Anforderungen an die Bilanzdarstellung und den Ausweis im Anhang.
11. Offenlegung von Anhangangaben nach IAS 40: Führt die spezifischen Angabepflichten gemäß IAS 40.75 auf.
12. Schlussbetrachtung und Ausblick: Kritische Würdigung der IFRS-Umstellung und der praktischen Herausforderungen für die Unternehmen.
Investment Properties, IAS 40, IFRS, Rechnungslegung, Immobilienbewertung, beizulegender Zeitwert, Fair Value, HGB, Verkehrswert, Bilanzierung, Anlageimmobilien, Immobilienmarkt, Bewertungsverfahren, Discounted Cashflow, Anschaffungskosten.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der internationalen Rechnungslegung nach IFRS auf die Bilanzierung und Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Investment Properties).
Zentral sind die Abgrenzung zu anderen Immobilienklassen, die Methoden der Wertermittlung (Erst- und Folgebewertung) sowie die Offenlegungspflichten gegenüber Investoren.
Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen HGB und IFRS bei der Immobilienbewertung aufzuzeigen und die praktischen Folgen der "Fair Value"-Bewertung für deutsche Unternehmen zu bewerten.
Es erfolgt eine theoretische Analyse der Rechnungslegungsstandards sowie eine kritische Untersuchung verschiedener nationaler und angelsächsischer Immobilienbewertungsverfahren anhand von Literatur und Fallbeispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Ansatz, Erst- und Folgebewertung sowie Ausweis von Investment Properties, ergänzt durch einen detaillierten Vergleich der Bewertungsmethoden.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie IAS 40, Investment Properties, Fair Value Accounting, beizulegender Zeitwert und Immobilienbewertung geprägt.
Die IVG AG dient als praktisches Referenzbeispiel, um die Auswirkungen der Umstellung von HGB auf IFRS und die resultierenden Unterschiede bei der Bewertung von Anlageimmobilien zu verdeutlichen.
Der Autor stellt fest, dass die exakte Bestimmung des Marktwertes schwierig ist und die Volatilität des Konzernergebnisses bei einer Fair-Value-Bewertung ein kritisches Thema für Unternehmen darstellt.
Das DCF-Verfahren wird als gängiges, wenngleich mathematisch komplexes Wertermittlungsverfahren für Investment Properties diskutiert, das maßgeblich die Zukunftsorientierung der IFRS-Rechnungslegung widerspiegelt.
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