Diplomarbeit, 2005
69 Seiten, Note: 2,0
Die Diplomarbeit analysiert die Ursachen von Finanzkrisen in Lateinamerika und Skandinavien. Sie zielt darauf ab, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen Krisenphänomene aufzuzeigen und zu verstehen, welche Faktoren zu ihrer Entstehung beigetragen haben. Die Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit den Auswirkungen von Deregulierung und Liberalisierung des Finanzsektors, der Entstehung von Asset Price Bubbles, der Rolle des Staats und der internationalen Finanzinstitutionen.
Das erste Kapitel der Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und Abgrenzung von Finanzkrisen. Es wird ein Überblick über die unterschiedlichen Krisenmodelle der ersten, zweiten und dritten Generation gegeben. Im zweiten Kapitel werden die Ursachen der Finanzkrisen in Skandinavien, insbesondere in Norwegen und Finnland, im Zeitraum von 1988 bis 1993 analysiert. Hierbei werden die Rolle von Deregulierung und Liberalisierung, der Lending Boom und die Entstehung einer Asset Price Bubble als wichtige Faktoren hervorgehoben. Das dritte Kapitel befasst sich mit den Ursachen der Finanzkrisen in Lateinamerika, insbesondere in Mexiko (1994) und Argentinien (2001). Hierbei stehen die Auswirkungen von Staatsverschuldung, die Rolle des IWF, die politische Instabilität und das Scheitern von Currency Boards im Fokus. Das vierte Kapitel bietet eine vergleichende Analyse der Finanzkrisen in Skandinavien und Lateinamerika, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Ursachen und Folgen der Krisen hervorgehoben werden.
Finanzkrise, Lateinamerika, Skandinavien, Deregulierung, Liberalisierung, Asset Price Bubble, Staatsverschuldung, IWF, Currency Board, politische Faktoren, Vergleichende Analyse.
Die Arbeit beschreibt drei Modellgenerationen: von klassischen Währungskrisen bis hin zu "Twin Crises" (Banken- und Währungskrisen) der dritten Generation.
Wesentliche Faktoren waren die Deregulierung des Finanzsektors, ein Lending Boom und das Entstehen sowie Platzen einer Asset Price Bubble.
Die schnelle Liberalisierung ohne ausreichendes Risikomanagement der Banken führte zu einer übermäßigen Kreditvergabe und instabilen Finanzmärkten.
Hauptursachen waren schwankende Portfolioinvestitionen, reale Aufwertungen der Währung und wachsende Leistungsbilanzdefizite nach der Marktliberalisierung.
Das Scheitern lag an der hohen Staatsverschuldung, mangelnder Flexibilität des Wechselkurssystems und den harten Auflagen des IWF.
In beiden Regionen waren politische Instabilität, mangelnde Kontrolle des Bankensektors und externe Schocks oft Auslöser für schwere Finanzkrisen.
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