Examensarbeit, 2005
75 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Gewalt – zur Definition des Begriffes
3. Gewalt an Schulen
3.1 Häufigkeit
3.2 Formen der Gewalt an Schulen
3.2.1 Psychische Gewalt
3.2.2 Physische Gewalt
3.2.3 Vandalismus
4. Mögliche Ursachen der Gewaltbereitschaft
4.1 Klassische Erklärungsansätze
4.1.1 Die Triebtheorien
4.1.2 Die Frustrationstheorie
4.1.3 Die Lerntheorien
4.1.4 Die Anomietheorie
4.2 Multikausale Erklärungsversuche
4.2.1 Die Person
4.2.2 Schule
4.2.3 Familie
4.2.4 Peer-Groups
4.2.5 Medieneinflüsse
5. Konflikte
5.1 Was ist ein Konflikt?
5.2 Konfliktverläufe und Konflikttypen
5.3 Konflikte als Chance nutzen
6. Zur Prävention und Intervention von Gewalt
7. Mediation
7.1 Was ist „Mediation“?
7.2 Zur Geschichte der Mediation
7.3 Grundsätze der Mediation
7.4 Mediation in der Schule
7.4.1 Ziele und pädagogische Aspekte der Schulmediation
7.4.2 Die Mediatoren
7.4.2.1 Peer-Mediatoren
7.4.2.2 Die Rolle der Mediatoren und ihre Aufgaben
7.4.3 Der Verlauf eines Mediationsverfahrens
7.4.4 Möglichkeiten und Grenzen
7.4.5 Zum Verhältnis von Schulordnungsrecht und Schulmediation
7.5 Bewertung
8. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Gewalt an Schulen und analysiert die Mediation als einen konstruktiven Ansatz zur Prävention und Intervention, um ein friedlicheres Miteinander zu fördern und die Konfliktlösekompetenzen der Schüler zu stärken.
3.2.1 Psychische Gewalt
Diese Form der Gewalt, zu der auch die verbale Gewalt zuzuzählen ist, ist unumstritten die am stärksten verbreitete Gewaltform in den Schulen, sowohl unter den Schülern, als auch gegenüber den Lehrern.
Andere beleidigen, beschimpfen, lächerlich machen oder auch komplett aus einer Gruppe ausschließen gehört zum heutigen Schulalltag. Dabei kann man auch direkt ausgesprochene Drohungen oder indirekte, z.B. durch Drohbriefe, sowie Erpressungen in den Schulen beobachten. Bezogen auf den letzten Punkt können dabei persönliche Gegenstände, wie Kleidung und Schulutensilien, aber auch Geld oder sogar auszuführende Handlungen, wie die Hilfe bei Hausaufgaben und das Erstellen der Hausaufgaben erpresst werden.
Das Problem der verbalen Gewalt ist, dass diese für Außenstehende nur schwer zu beobachten und einzuschätzen ist. Im Gegensatz zur physischen Gewalt sind hier nach außen sichtbare Anzeichen am Körper eigentlich nicht vorhanden. Erst am eventuell veränderten Verhalten des betroffenen Kindes kann z.B. der Lehrer im optimalen Fall erkennen, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Die verbale Gewalt wird zudem oft als Ausgangspunkt von weiteren, noch härteren Gewalthandlungen angesehen.
„Insbesondere scheint der Übergang von der verbalen zur physischen Gewalt schneller zu erfolgen, die Hürde dazwischen nicht mehr hoch genug zu sein. Nach Meinung der Lehrer schlagen die Schüler bei Konflikten relativ schnell zu“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Konflikten und Gewalt im Schulalltag und begründet die Relevanz der Mediation als Lösungsansatz.
2. Gewalt – zur Definition des Begriffes: Dieses Kapitel verdeutlicht die Schwierigkeit einer einheitlichen wissenschaftlichen Definition von Gewalt und grenzt diese vom Aggressionsbegriff ab.
3. Gewalt an Schulen: Hier werden Häufigkeit und verschiedene Formen schulischer Gewalt, unterteilt in physische, psychische Gewalt und Vandalismus, dargelegt.
4. Mögliche Ursachen der Gewaltbereitschaft: Dieses Kapitel erläutert klassische psychologische und soziologische Erklärungsmodelle sowie multikausale Risikofaktoren in Schule, Familie und Medien.
5. Konflikte: Es wird die Natur von Konflikten im schulischen Raum analysiert und deren Potenzial als Chance für konstruktive Persönlichkeits- und Beziehungsentwicklung hervorgehoben.
6. Zur Prävention und Intervention von Gewalt: Dieses Kapitel beschreibt die begriffliche Unterscheidung zwischen präventiven und interventiven Maßnahmen und diskutiert deren Umsetzung an Schulen.
7. Mediation: Dieser Hauptteil widmet sich dem Konzept der Mediation, ihrer Geschichte, den Grundsätzen, der spezifischen Anwendung in der Schule, den Rollen der Mediatoren sowie der Bewertung der Methode.
8. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Erkenntnisse und betont, dass Mediation ein wichtiger Baustein, aber kein Allheilmittel gegen Gewalt an Schulen darstellt.
Mediation, Gewalt an Schulen, Konfliktlösung, Prävention, Intervention, Schulmediation, Peer-Mediatoren, Aggression, Sozialkompetenz, Schulklima, Streitschlichtung, pädagogisches Handeln, Erziehungsmaßnahmen, Gewaltursachen, Konfliktmanagement
Die Arbeit thematisiert Gewalt an Schulen und untersucht, wie Mediation als pädagogisches Instrument zur konstruktiven Konfliktbewältigung und Gewaltprävention eingesetzt werden kann.
Zu den zentralen Feldern gehören die Definition und Ursachen von Gewalt, die Dynamik von Schulkonflikten sowie die theoretische und praktische Implementierung von Mediationsprogrammen.
Das Ziel ist es, den Nutzen und die Grenzen von Mediation an Schulen zu evaluieren, um Lehrern und Schulen fundierte Einblicke für die praktische Anwendung zu bieten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit erziehungswissenschaftlichen Forschungsergebnissen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Gewaltformen, die Ursachenforschung sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Mediationsverfahren, inklusive dessen Phasenverlauf und der Ausbildung von Mediatoren.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Mediation, Gewaltprävention, Schulalltag, Konfliktlösungskompetenz und Peer-Mediation geprägt.
Da Mediation auf Freiwilligkeit und Eigenverantwortung beruht, steht sie im potenziellen Konflikt zu klassischen, sanktionsbasierten Ordnungsmaßnahmen, die eher disziplinarisch wirken.
Peer-Mediation nutzt die positiven Einflüsse der Peer-Group, da Mitschüler durch ihre Lebensweltnähe oft besser zur Schlichtung beitragen können als Erwachsene.
Die Autorin betont, dass Gewalt an Schulen oft strukturelle oder familiäre Ursachen hat, die eine einzelne Methode wie Mediation nicht allein beheben kann; sie ist daher als Teil eines Gesamtkonzepts zu verstehen.
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