Diplomarbeit, 2006
89 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Behinderungsbegriff
2.1 Was ist eine Behinderung?
2.1.1 Gesellschaftlich normativer Zugang
2.1.2 Juristischer Zugang
2.1.3 Medizinischer Zugang
2.1.4 Pädagogisch-psychologischer Zugang
2.1.5 Subjektiver Zugang
2.1.6 Ursachen von Behinderung
2.2 Fazit
3. Integrationsbegriff
3.1 Was bedeutet Integration?
3.1.1 Geschichtliche Entwicklung
3.1.2 Soziale Integration
3.1.3 Integrative Pädagogik
3.2 Probleme der Integration
3.2.1 Integrationshemmende Faktoren aus dem gesellschaftlichen Umfeld
3.2.2 Integrationshemmende Faktoren aus dem Umfeld der Behinderten
3.2.3 Integrationshemmende Faktoren, die sich aus den Anforderungen an den Menschen ergeben
3.2.4 Integrationshemmende Faktoren, die das Menschliche betreffen
3.3 Normalisierung
3.3.1 Elemente und Ebenen des Normalisierungskonzeptes
3.3.2 Entwicklungsperspektiven des Normalisierungskonzeptes
3.4 Fazit
4. Integration durch die Stadt Essen
4.1 Stadtportrait
4.1.1 Behinderte Menschen in Essen
4.1.2 Entwicklung der Behindertenhilfe in den letzten drei Dekaden und die aktuelle Lage
4.1.3 Zukünftige Entwicklung
4.2 Integration im Bereich Beruf
4.2.1 Der freie Arbeitsmarkt
4.2.2 Die Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
4.2.3 Die Integrationsämter und –fachdienste
4.2.4 Möglichkeiten und Grenzen
4.3 Integration im Bereich Wohnen
4.3.1 „Barrierefreiheit“
4.3.2 Möglichkeiten und Grenzen
4.4 Integration im Bereich Freizeit
4.4.1 Angebote
4.4.2 Möglichkeiten und Grenzen
4.5 Beratungsmöglichkeiten und Selbsthilfegruppen
4.6 Fazit
5. Integration durch das Franz-Sales-Haus
5.1 Die Einrichtung
5.1.1 Geschichte
5.1.2 Konzeption und Ziele
5.2 Integration im Bereich Beruf (WfbM)
5.2.1 Aufgaben und Ziele einer WfbM
5.2.2 Der Werkstattbeirat
5.2.3 Die Produktion
5.2.4 Die pädagogische Arbeit
5.2.5 Finanzierung der Werkstatt und ihrer Mitarbeiter
5.2.6 Lebensbeispiele
5.2.7 Möglichkeiten und Grenzen
5.3 Integration im Bereich Wohnen
5.3.1 Die verschiedenen Wohnformen
5.3.2 Die pädagogische Arbeit und ihre Ziele
5.3.3 Finanzierung
5.3.4 Lebensbeispiele
5.3.5 Möglichkeiten und Grenzen
5.4 Integration im Bereich Freizeit
5.4.1 Angebote
5.4.2 Die pädagogische Arbeit und ihre Ziele
5.4.3 Finanzierung
5.4.4 Lebensbeispiele
5.4.5 Möglichkeiten und Grenzen
5.5 Fazit
6. Forschungsoptionen
6.1 Forschungsabsicht
6.1.1 Wahl der Forschungsmethode
6.1.2 Interviewleitfaden Verbundleiter
6.1.3 Interviewleitfaden Werkstattleiterin
6.1.4 Interviewleitfaden Freizeitkoordinator
6.2 Auswertung
7. Zusammenfassung und abschließende Stellungnahme
Die Diplomarbeit untersucht die Integrationsmöglichkeiten von körperlich und geistig behinderten Erwachsenen in der Stadt Essen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie die Teilhabe in den zentralen Lebensbereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit durch kommunale Angebote sowie durch spezifische Einrichtungen, exemplifiziert am Franz-Sales-Haus, realisiert und gefördert werden kann.
2.1.1 Gesellschaftlich-normativer Zugang
Die Gesellschaft und ihre Normen, in der die behinderten Menschen leben, bestimmen den Begriff der Behinderung. Folgende Merkmale nach SUHRWEIER sind dabei zu beachten:
• die Eigenart der gesellschaftlichen Ordnung des Zusammenlebens der Menschen
• der wirtschaftliche Entwicklungsstand
• verbindliche Weltanschauungen
• anthropologische Normen
• Anforderungen, die an den Menschen gestellt werden
• Sozial- und Bildungspolitik
• historische Traditionen
Somit bestimmt die jeweilige Gesellschaft, wer als behindert zu gelten hat und wer nicht. Dadurch ergibt sich eine gesellschaftlich akzeptierte Verhaltensweise gegenüber behinderten Menschen. SUHRWEIER ist der Meinung, dass diese Auffassungen eine große Rolle bei der Entwicklung von behinderten Menschen spielt, da diese durch Erfahrungen, guter oder/und schlechter Natur, mit ihren Mitmenschen geprägt werden.
1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die Integration behinderter Erwachsener in Essen zu untersuchen, sowie Eingrenzung des betroffenen Personenkreises.
2. Behinderungsbegriff: Theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Definitionen von Behinderung, von medizinischen Ansätzen bis hin zur subjektiven Wahrnehmung der Betroffenen.
3. Integrationsbegriff: Analyse der historischen Entwicklung von Integration, der Probleme und Hemmnisse sowie die Erläuterung des Normalisierungsprinzips.
4. Integration durch die Stadt Essen: Darstellung der städtischen Angebote in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit sowie Untersuchung der Infrastruktur und Beratungsangebote.
5. Integration durch das Franz-Sales-Haus: Detaillierte Beschreibung der Einrichtung, ihrer Konzeption, der verschiedenen Wohn- und Arbeitsmodelle sowie der Freizeitangebote.
6. Forschungsoptionen: Erläuterung der gewählten methodischen Vorgehensweise, der Interviewleitfäden für Experten sowie der anschließenden Auswertung der Ergebnisse.
7. Zusammenfassung und abschließende Stellungnahme: Kompakte Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse und abschließende Bewertung der Integrationssituation.
Integration, Behinderung, Normalisierung, Soziale Arbeit, Franz-Sales-Haus, Stadt Essen, Behindertenhilfe, Inklusion, Selbstbestimmung, Wohnen, Arbeitsmarkt, Freizeitgestaltung, Barrierefreiheit, Selbsthilfegruppen, Sozialgesetzbuch.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration körperlich und geistig behinderter Erwachsener in der Stadt Essen und vergleicht diese mit den Angeboten des Franz-Sales-Hauses.
Die zentralen Bereiche sind die Integration in das Wohnen, den Arbeitsmarkt und die Freizeitgestaltung.
Das Ziel ist es, die Integrationsmöglichkeiten in einer Großstadt und einer spezifischen Einrichtung gegenüberzustellen und den Prozess sowie die Herausforderungen der Integration zu beleuchten.
Die Arbeit nutzt qualitative Experteninterviews mit Vertretern des Franz-Sales-Hauses, um detaillierte Einblicke in die praktische Arbeit zu gewinnen.
Im Hauptteil werden theoretische Begriffe wie Behinderung und Integration definiert, die Rolle der Stadt Essen analysiert und die verschiedenen Integrationsformen des Franz-Sales-Hauses detailliert beschrieben.
Integration, Behinderung, Normalisierung, soziale Teilhabe, Behindertenhilfe und Barrierefreiheit sind zentrale Begriffe.
Die Arbeit verdeutlicht, dass eine Gesellschaft durch ihre Werte und historischen Traditionen festlegt, wer als behindert gilt und welche Verhaltensweisen gegenüber behinderten Menschen als akzeptiert gelten.
Das Prinzip zielt darauf ab, behinderten Menschen eine Lebensführung zu ermöglichen, die dem allgemeinen Lebensrhythmus entspricht, und dient somit als ethischer Maßstab für die Arbeit der Einrichtung.
Die Autorin stellt fest, dass Essen zwar eine gute Infrastruktur bietet, die tatsächliche Integrationsleistung jedoch stark durch die Vielfalt der ansässigen gemeinnützigen Träger wie das Franz-Sales-Haus geprägt ist.
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