Diplomarbeit, 2005
56 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
2.1 Outsourcing
2.2 Historische Entwicklung
2.3 Outsourcing-Formen
3 Modifikation des Bezugsrahmens der strategischen Planung
3.1 Vorüberlegungen
3.1.1 Strömungen des Strategischen Managements
3.1.1.1 Der marktorientierte Ansatz (Market-based-View)
3.1.1.2 Der ressourcenorientierte Ansatz (Resource-based-View)
3.2 Auflösung der postulierten Antinomie: Kernkompetenzen als Bindeglied
3.2.1 Begriff der Kernkompetenz
3.2.2 Systematik verschiedener Kompetenzarten
4 Analyse der Auslagerungswürdigkeit
4.1 Kompetenzidentifikation
4.2 Handlungsempfehlungen: In- oder Outsourcing von Kompetenzen?
4.2.1 Handlungsempfehlungen für Kernkompetenzen
4.2.2 Handlungsempfehlungen für Kompetenz-Gaps
4.2.3 Handlungsempfehlung für Kompetenz-Potenziale
4.2.4 Handlungsempfehlung für Kompetenz-Standards
5 Analyse der Auslagerungsfähigkeit
5.1 …mit Hilfe des Produktionskostenansatzes
5.2 …mit Hilfe der Transaktionskostentheorie
5.2.1 Eigenschaften der Wertaktivität als Einflussfaktor
5.2.2 Handlungsempfehlungen
5.2.3 Kritische Würdigung der Transaktionskostentheorie
5.3 Einbeziehung von Verhaltensannahmen
5.3.1 Erweiterung der Handlungsempfehlungen
5.3.2 Markt oder Hierarchie ? Fundamentale Handlungsstrategie
6 Das Beschaffungsmanagement bei DaimlerChrysler
6.1 Das Unternehmen
6.2 Die Problemfelder
6.3 Die konzeptionelle Ausgestaltung der Hersteller-Zulieferer-Beziehung
6.3.1 Der Screening Prozess
6.3.2 Die Selektionskriterien: Bonität und Zertifikationsanforderungen
6.3.3 Dynamisierung der Kooperationsbeziehung
7 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht strategische Implikationen von Outsourcing-Entscheidungen, wobei ein ganzheitliches Konzept unter Einbeziehung des Kompetenzportfolios sowie der Transaktionskostentheorie entwickelt wird, um Fehlentscheidungen durch Kompetenzverlust oder Abhängigkeiten bei DaimlerChrysler zu vermeiden.
3.1.1.1 Der marktorientierte Ansatz (Market-based-View)
Der marktorientierte Ansatz beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen der Marktstruktur, dem Marktverhalten und dem Marktergebnis (Profitabilität des Marktes). Wesentliches Merkmal des marktorientierten Ansatzes ist die Betrachtung des Unternehmens aus der Perspektive des Absatzmarktes (Outside-in-Perspektive), so dass die Triebkräfte des Wettbewerbs, präzise die Marktstruktur, eine Veränderung der unternehmensinternen Wertketten durch das strategische Management hervorrufen.
Gemäß Porter, dem bekanntesten Vertreter des marktorientierten Ansatzes, besteht das erklärte Ziel darin, mit Hilfe von Produkt-Markt Strategien, so genannten generischen Wettbewerbsstrategien, komparative Konkurrenzvorteile zu erlangen. Aus Sicht der Unternehmen bedeutet dies entweder Kostenvorsprünge gegenüber den Konkurrenten zu realisieren oder aber Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die für den Kunden dauerhaft einzigartig und unvergleichbar erscheinen, also einen Differenzierungsvorteil erschließen.
Im Grundsatz bedingt jedoch die konsequente Kunden- und Wettbewerbsorientierung eine Beschränkung des Handlungsfeldes auf Produkte und Märkte, so dass bemängelt werden kann, dass die eigenen internen Stärken und Schwächen keine Triebkräfte dieses Ansatzes sind.
Die Outsourcingentscheidung entspricht in diesem Ansatz einem externbedingten, defensiven Anpassungsprozess, im Rahmen dessen bestimmte Wertaktivitäten aufgrund veränderter Marktstrukturen oder Produktportfolios an einen Koalitionspartner übertragen werden, um Kosten- oder Differenzierungsvorteile zu festigen oder gar zu erschließen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Relevanz von Outsourcing im Automobilsektor und motiviert die Arbeit anhand des Beispiels gescheiterter Outsourcing-Projekte bei DaimlerChrysler.
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Outsourcing-Begriff, beleuchtet seine historische Entwicklung und systematisiert verschiedene Outsourcing-Formen nach ihrer Bindungsintensität.
3 Modifikation des Bezugsrahmens der strategischen Planung: Es werden der market-based und resource-based View als strategische Denkmuster analysiert und die Kernkompetenz als Bindeglied zur Auflösung der theoretischen Antinomie identifiziert.
4 Analyse der Auslagerungswürdigkeit: Dieses Kapitel stellt einen Identifikationsprozess für Kernkompetenzen vor und leitet Handlungsempfehlungen für das Outsourcing basierend auf einem erweiterten Kompetenzportfolio ab.
5 Analyse der Auslagerungsfähigkeit: Hier erfolgt eine Erweiterung der Analyse durch den Produktionskostenansatz sowie die Transaktionskostentheorie, ergänzt um Verhaltensannahmen zur Risikominimierung.
6 Das Beschaffungsmanagement bei DaimlerChrysler: Das Kapitel wendet die theoretischen Konzepte konkret auf die Beschaffungsstrategien von DaimlerChrysler an, inklusive e-Procurement und Auswahlkriterien für Zulieferer.
7 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Outsourcing-Entscheidungen stets in ein kompetenzorientiertes Beschaffungsmanagement einzubetten.
Outsourcing, Kernkompetenz, Transaktionskostentheorie, DaimlerChrysler, Strategisches Management, make-or-buy, Beschaffungsmanagement, Wertschöpfungskette, Kompetenzportfolio, Wettbewerbsvorteile, Produktionskostenansatz, Lieferantenbeziehung, e-Procurement, Standardisierung, Verhaltensannahmen.
Die Arbeit analysiert die strategischen Aspekte und Implikationen von Outsourcing-Entscheidungen in der Automobilindustrie, wobei ein Fokus auf der Vermeidung von Kompetenzverlusten und Abhängigkeiten liegt.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Outsourcings (Resource-based vs. Market-based View), die Identifikation von Kernkompetenzen sowie die Analyse von Transaktionskosten in Lieferantenbeziehungen.
Das Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts für die strategische Outsourcing-Planung, das dem Planer konkrete Handlungsempfehlungen unter Berücksichtigung von Risiken und Kostenstrukturen bietet.
Die Arbeit stützt sich primär auf Literaturanalysen zur strategischen Unternehmensführung (Porter, Barney, Williamson) und wendet diese durch Fallstudien-Elemente auf die Praxis von DaimlerChrysler an.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung (Kernkompetenz-Konzept, Transaktionskostentheorie) und eine angewandte Analyse der Beschaffungsstrategien bei DaimlerChrysler.
Die wichtigsten Begriffe sind Outsourcing, Kernkompetenz, Transaktionskostentheorie, strategisches Management und Wertschöpfungsanalyse.
Es dient dazu, interne Kompetenzen nach ihrer strategischen Relevanz und ihrem Kundenwert zu klassifizieren, um so die Entscheidung für Insourcing oder Outsourcing fundiert zu begründen.
Sie ermöglicht es, über reine Produktionskosten hinaus auch die Koordinations- und Abwicklungskosten zu erfassen, die bei Outsourcing-Projekten aufgrund von Unsicherheit und opportunistischem Verhalten entstehen.
Das Unternehmen dient als Referenz, um zu demonstrieren, wie durch Screening-Prozesse und Lieferantenbewertungen versucht wird, trotz Outsourcing eine hohe Qualität und strategische Kontrolle zu wahren.
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