Bachelorarbeit, 2006
95 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Die Grundlagen
1.1 Was ist ein Format?
1.2 Von der Idee zur Ausstrahlung
1.3 Was versteht man unter Marktforschung?
1.4 Was sind Testmärkte?
1.5 Wie wird Marktforschung bei neuen Formaten betrieben?
2 Der Testmarkt für TV Formate
2.1 Wie könnte ein Testmarkt funktionieren?
2.2 Wie würde die Stichprobe aussehen?
2.3 Beispiel Testmarkt I
2.4 Beispiel Testmarkt II
2.5 Gegenüberstellung: Ablauf heute vs. Testmarkt
2.6 Besteht Bedarf an einem solchen Testmarkt?
3 Die Untersuchung
3.1 Vorbereitung
3.1.1 Formulierung Forschungsfrage und Hypothese
3.1.2 Formulierung der Fragen
3.2 Durchführung
3.3. Die Interviewpartner
3.3.1. Auswahlverfahren
3.3.2. Über die Interviewpartner
3.4. Auswertung der Befragung
3.4.1 Gegenüberstellung: Von der Idee zum Verkauf
3.4.2 Welches ist der Häufigste Grund für eine Absage der Sender?
3.4.3 Wie sieht die Marktforschung beim Sender aus?
3.4.4 Was halten Produzenten vom Testmarkt?
3.4.5 Was halten Sender vom Testmarkt?
3.4.6 Pro und Contra zum Testmarkt
3.5 Das Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob in der deutschen Fernsehlandschaft ein Bedarf für einen strukturierten Testmarkt zur Evaluierung neuer TV-Formate vor der offiziellen Ausstrahlung besteht. Dabei wird analysiert, ob Produzenten und Sender bereit wären, ein solches Instrumentarium gemeinsam zu finanzieren und dessen Ergebnisse für Entscheidungsfindungen zu akzeptieren.
1.1 Was ist ein Format?
In der Welt der Fernsehschaffenden ist der Ausdruck „Format“ zum geflügelten Word geworden. Eine einheitliche Definition, was ein „Format“ ist, gibt es aber nicht.
In einem Artikel beschreibt Marc C. Schneider es so:
„[Ein Format] ist das einer Sendung zugrunde liegende gestalterische Konzept mit den charakteristischen, gleich bleibenden Elementen.“
Von einem „Format“ spricht man also, wenn es sich um eine Sendung handelt, die in Serie geht. Das „Format“ gibt dabei einen gestalterischen Rahmen vor, der bei jeder Folge gleich bleiben muss, obwohl sich der Inhalt jedes Mal ändert.
Joris van Manen vergleicht dieses in einem anschaulichen Bild mit einem Kuchen:
„The crust is the same from week to week but the filling changes.”
Das „Format“ lässt sich am Beispiel der Quizshow „Wer wird Millionär?“ sehr gut beschreiben. Ein Moderator, der nach einem immer gleichen System Kandidaten zu sich holt, stellt Fragen, bis entweder eine falsche Antwort dabei ist oder der Kandidat die Millionen gewonnen hat. In jeder Folge spielt sich die Show in dem selben Studio ab, es ist der selbe Moderator, die Einstellungen der Kamera sind nahezu identisch, das Licht bewegt sich jedes Mal, in den entsprechenden Situationen, genau gleich. Das ist die „Kruste des Kuchens“. Die inhaltliche Veränderung findet bei diesem „Format“ in Form von anderen Fragen, neuen Kandidaten und unterschiedlichen Gesprächen statt.
Wenn man also von einem „Format“ spricht, so meint man eine Sendung, bei der der Ablauf und der Rahmen gleich bleibt, sich aber der Inhalt von Folge zu Folge ändert.
1 Die Grundlagen: Definiert zentrale Begriffe wie "Format" und erläutert den aktuellen Prozess von der ersten Idee bis zur Ausstrahlung sowie die Rolle der Marktforschung.
2 Der Testmarkt für TV Formate: Stellt theoretische Konzepte für Testmärkte vor, beleuchtet technische Realisierungsmöglichkeiten und vergleicht den Ablauf mit heutigen Verfahren.
3 Die Untersuchung: Analysiert durch Experteninterviews die Einstellung von Produzenten und Sendern gegenüber Testmärkten, beleuchtet Pro- und Contra-Argumente und zieht ein Fazit zur Umsetzbarkeit.
TV-Format, Marktforschung, Testmarkt, Fernsehsender, Produktionsfirmen, Formatakquise, Pilotierung, Einschaltquoten, Zuschauerverhalten, Qualitative Befragung, Medienforschung, Fernsehlandschaft, Programmplanung, Senderausstrahlung, Medien-Mix
Es geht um die Frage, ob ein Bedarf für einen speziellen Testmarkt besteht, in dem neue TV-Formate vor der eigentlichen Sendung realistisch getestet werden können.
Im Fokus stehen die aktuelle Praxis der Formatentwicklung, die Möglichkeiten der Marktforschung sowie die Bereitschaft von Sendern und Produzenten, in neue Testmethoden zu investieren.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob Produzenten und Sendeanstalten einen neu konzipierten Testmarkt sowohl nutzen als auch die generierten Ergebnisse akzeptieren würden.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Untersuchung durch Experteninterviews mit Entscheidungsträgern von führenden Produktionsfirmen und Sendergruppen.
Der Hauptteil analysiert theoretische Testmarkt-Modelle, führt eine Gegenüberstellung der heutigen Abläufe mit den Testmarkt-Konzepten durch und wertet die geführten Experteninterviews aus.
TV-Formate, Marktforschung, Testmarkt, Formatakquise, Pilotierung, Sender, Produzenten und Akzeptanz.
Die Produzenten stehen der Idee grundsätzlich positiv gegenüber, da sie sich ehrlicher Ergebnisse als bei Gruppendiskussionen versprechen, machen die Nutzung jedoch stark von den Kosten abhängig.
Sender befürchten mangelnde Vertraulichkeit, da Piloten sensible Informationen über ihre künftige Programmplanung enthalten und die Gefahr besteht, dass die Konkurrenz durch ein gemeinsames Institut Einsicht erhält.
Es besteht Einigkeit darüber, dass eine Finanzierung nur partnerschaftlich zwischen Sendern und Produzenten funktionieren kann, wobei aktuell eine hohe Zurückhaltung bei der Bereitstellung der nötigen Budgets besteht.
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