Diplomarbeit, 2006
95 Seiten, Note: Gut
1 Einleitung
2 Gang der Arbeit
3 Public Private Partnership
3.1 Determinanten, Definitionen und Charakteristika von PPP
3.2 Entwicklung des PPP-Konzeptes
3.3 Abgrenzungen
3.3.1 Abgrenzung zu anderen Konzepten
PPP versus Outsourcing
PPP versus Privatisierung
PPP versus inhaltliche Kooperationsmodelle
PPP versus PSP
PPP versus PFI
PPP versus Generalunternehmerschaft
3.3.2 Internationaler Vergleich
3.4 Formen und Ausprägungen
3.4.1 Organisationsmodelle
Betriebsführungsmodell
Betriebsüberlassungsmodell
Kooperationsmodell
Konzessionsmodell
Baukonzession
Dienstleistungskonzession
Betreibermodell
Zusammenfassung der Organisationsmodelle
3.4.2 Finanzierungsmodelle
3.4.3 Vor- und Nachteile verschiedener Modelle
3.4.4 Anwendungsbereiche
3.5 Kritische Erfolgsfaktoren für PPP-Projekte
3.6 Leitfaden für PPP-Projekte
3.7 Situation der PPP in Österreich
3.8 Ausblick
4 Kleine und mittlere Unternehmen
4.1 Einleitung und Grundlagen
4.1.1 Bedeutung von KMU
4.1.2 Hemmnisse und Herausforderungen
4.1.3 Strukturnachteile von KMU
4.1.4 Globalisierung versus Regionalisierung
4.1.5 KMU und EU-Osterweiterung
4.1.6 Verteilung von KMU in Europa
4.2 Definitionen für KMU
4.2.1 Qualitative Abgrenzung
4.2.2 Quantitative Abgrenzung
4.3 Zusammenfassung
5 Potential des PPP-Konzeptes für KMU
5.1 Einleitung
5.2 Prinzipielle Eignung von PPP für KMU
5.3 Rechtliche Grundlagen
5.3.1 Verträge
5.3.2 Vergaberecht
5.3.3 Bietergemeinschaften
5.4 Chancen für KMU
5.4.1 KMU als Generalpartner
5.4.2 Bietergemeinschaften mehrerer KMU
5.4.3 KMU als Subunternehmer
5.5 Praxiskonnex
5.5.1 Interview DI Wolfgang Viehauser
5.5.2 Beispiel Abwasserentsorgung der Gemeinde Ernsthofen
6 Resümee
7 Literaturverzeichnis
Die Diplomarbeit untersucht die Rahmenbedingungen für die Partizipation von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an Public Private Partnership (PPP)-Modellen, um Potenziale für eine stärkere Einbindung dieser Unternehmensgruppe in die öffentliche Auftragsvergabe unter Berücksichtigung eines Praxisbeispiels aus der Siedlungswasserwirtschaft aufzuzeigen.
3 Public Private Partnership
Im öffentlichen Diskurs erfreut sich der Begriff Public Private Partnership zunehmender Verwendung. Budgetengpässe, fehlendes Know-how sowie ineffiziente Arbeitsmethoden der öffentlichen Hand sind die wesentlichen Faktoren, die dieses Thema so attraktiv werden ließen.
PPP beinhaltet ein weites Spektrum an Kooperationsformen zwischen öffentlichen und privaten Partnern. Oft wird der Begriff fälschlicherweise für Projekte benutzt, die zwar Merkmale von PPP aufweisen, aber im Grunde die Strukturvorgaben eines PPP-Projektes nicht erfüllen; allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass PPP nicht eindeutig definiert werden kann. Bei der Einstufung von PPP-Projekten als solche muss also auf eine, mit den Kriterien des PPP-Konzeptes übereinstimmende Charakteristik geachtet werden. Bei PPP geht es nicht um einen vollständigen Eigentums- und Verantwortungsübergang öffentlicher Aufgabenbereiche an Private, wie dies beispielsweise bei der klassischen Privatisierung der Fall ist, sondern primär um die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren – also die Kombination von öffentlichen und privatwirtschaftlichen Denk- und Handlungsweisen – um eine effektivere und effizientere Aufgabenerfüllung zu gewährleisten.
Die Erkenntnis über die Vorteile von PPP auf Seiten der öffentlichen Hand führt zu einer steigenden Anzahl von PPP-Projekten in Österreich. Jedoch sind bürokratische Hürden im Vergleich zu anderen Ländern Europas noch relativ groß. Auch die bisher noch geringe Erfahrung mit dieser Themenstellung trägt nicht zu einer verstärkten Nutzung der Potentiale dieses Konzeptes bei. Auf Seiten der Privatwirtschaft wurden die Vorteile von PPP längst erkannt.
1 Einleitung: Definiert die Relevanz von PPP und KMU als zentrale Schlagwörter und legt die Problemstellung für die Integration kleinerer Unternehmen in öffentliche Kooperationsmodelle fest.
2 Gang der Arbeit: Gibt einen strukturierten Überblick über den inhaltlichen Aufbau der Diplomarbeit, von den PPP-Grundlagen über die KMU-Thematik bis hin zur Synthese und dem Praxiskonnex.
3 Public Private Partnership: Erläutert das Konzept, die verschiedenen Organisations- und Finanzierungsmodelle sowie die spezifischen Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für PPP-Projekte.
4 Kleine und mittlere Unternehmen: Beleuchtet die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der KMU, deren strukturelle Nachteile und die Auswirkungen aktueller ökonomischer Entwicklungen.
5 Potential des PPP-Konzeptes für KMU: Analysiert die prinzipielle Eignung und rechtliche Einbettung von PPPs für KMU und zeigt spezifische Partizipationsmöglichkeiten anhand von Praxisbeispielen auf.
6 Resümee: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit standardisierter Prozesse, um den Mittelstand stärker an PPP-Projekten zu beteiligen.
Public Private Partnership, PPP, KMU, kleine und mittlere Unternehmen, öffentliche Hand, Kooperationsmodell, Vergaberecht, Bietergemeinschaft, Infrastruktur, Siedlungswasserwirtschaft, Wirtschaftlichkeit, Risikoallokation, Mittelstand, Projektvorlaufkosten, Effizienzsteigerung.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Public Private Partnership (PPP)-Modelle, um die strukturellen Hürden bei der Teilnahme an öffentlichen Projekten zu verstehen und Lösungswege aufzuzeigen.
Die Schwerpunkte liegen auf den PPP-Grundlagen, der Definition und ökonomischen Situation von KMU, rechtlichen Rahmenbedingungen wie dem Vergaberecht sowie strategischen Kooperationsmöglichkeiten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen KMU erfolgreich an PPP-Projekten partizipieren können, trotz der oft hohen Anforderungen und Vorlaufkosten, die meist auf Großkonzerne zugeschnitten sind.
Die Arbeit kombiniert eine tiefgehende Literatur- und Theorieanalyse mit empirischen Erkenntnissen aus einem Experteninterview sowie einer detaillierten Fallstudie aus der österreichischen Siedlungswasserwirtschaft.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Organisationsmodelle von PPPs, die wirtschaftliche Lage der KMU und verknüpft diese in einem praktischen Kontext, inklusive der Darstellung der Chancen als Generalpartner oder Subunternehmer.
Wichtige Begriffe sind Public Private Partnership, KMU, Vergaberecht, Bietergemeinschaften, Risikoallokation sowie die wirtschaftliche Bedeutung des Mittelstands.
Bietergemeinschaften werden als theoretisch notwendiges Instrument gesehen, um bei großvolumigen Ausschreibungen die Kapazitäten zu bündeln und rechtliche sowie finanzielle Zugangshürden zu überwinden.
Im Gegensatz zur Privatisierung, bei der Eigentum und Verantwortung vollständig übertragen werden, bleibt bei PPP die öffentliche Hand in die Zieldefinition und Qualitätskontrolle eingebunden; es handelt sich um eine kooperative Aufgabenerfüllung.
Das Projekt der Abwasserentsorgung in Ernsthofen dient als erfolgreiches Praxisbeispiel, an dem aufgezeigt wird, wie eine Gemeinde und private Unternehmen durch ein Kooperationsmodell Synergien und Kosteneinsparungen realisieren können.
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