Examensarbeit, 2005
44 Seiten, Note: 2
1. Einführung
2. Hintergründe des politischen Islams
a. Islam und Politik
b. Reformislam
c. Radikaler Islam / Salafismus
d. Von nationaler, fundamentalistischer zu transnationaler, neofundamentalistischer Ausrichtung
3. Terrorismus als politisches Mittel
a. Was ist Terrorismus?
b. Anführer und Ausführer
c. Hintergründe
4. Abgrenzung zwischen politischem Islam und islamistischem Terrorismus
5. Gegen- und Präventionsmassnahmen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedingungen, unter denen islamisch motivierte Politik zum Terrorismus als Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele greift. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, warum und wann religiöse Rechtfertigungen in gewalttätigen Extremismus umschlagen, und wie sich dies vom politischen Islam abgrenzen lässt.
Ausführer
Viele Gelehrte erklären uns wie perspektivlos, schlecht integriert und minder bemittelt Suizidattentäter sind. Dies oft ohne auf empirische Grundlagen verweisen zu können. Robert A. Pape zeichnet in seiner systematischen Untersuchung, die alle bekannten Selbstmordattentate zwischen 1980 und 2003 erfasst ein ganzes anderes Bild. Auf dieses wollen wir uns hier ebenfalls stützen.
Seit Ende der 80er Jahre rekrutieren militante Gruppen im in Provinzstädten oder peripheren Vierteln der Metropolen. 55% sind zwischen 19 und 23 Jahre alt, 32% über 24 und nur 13% zwischen 15 und 18. Wobei sich das Durchschnittsalter je nach Konflikt stark verändert. Libanesische Selbstmordattentäter waren im Schnitt 21 Jahre alt, Tschetschenen 30 Jahre. Der Jüngste war ein 15-jähriger männlicher Attentäter im Libanon, die Älteste eine 52-jährige Tschetschenin. Auch die Frauenquote variiert stark, wobei die PKK mit 71%, die Tschetschenen mit 60% mit dem höchsten und die Palästinenser mit 5% und die Al-Qaida mit 0% mit dem tiefsten Frauenanteil operieren.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet, dass Terrorismus keine rein islamische Erscheinung ist und stellt die Frage, unter welchen Umständen sakrale Anweisungen in terroristische Formen übergehen.
2. Hintergründe des politischen Islams: Dieses Kapitel erläutert das Spannungsverhältnis zwischen Islam und moderner Politik sowie die Entwicklung von Reformbewegungen bis hin zum radikalen Salafismus.
3. Terrorismus als politisches Mittel: Es wird definiert, was Terrorismus ausmacht, und es findet eine Differenzierung zwischen den strategischen Anführern und den ausführenden Attentätern statt.
4. Abgrenzung zwischen politischem Islam und islamistischem Terrorismus: Dieses Kapitel versucht die Grenze zwischen politischem Befreiungskampf und dogmatisch-sektiererischer Ideologie zu ziehen.
5. Gegen- und Präventionsmassnahmen: Der abschließende Teil skizziert kurzfristige operative sowie langfristige politische Strategien zur Eindämmung terroristischer Gewalt.
Politischer Islam, Terrorismus, Salafismus, Selbstmordattentate, Schari’a, Radikalisierung, Besetzung, Nationalismus, Al-Qaida, Präventionsmassnahmen, Demokratisierung, Gewalt, Ideologie, Religion, Konflikt.
Die Arbeit untersucht das Phänomen des islamisch motivierten Terrorismus und fragt danach, wann und warum islamisch geprägte Politik Gewalt als legitimes Mittel einsetzt.
Im Fokus stehen die ideologischen Strömungen innerhalb des Islam, die Analyse terroristischer Akteure sowie die soziopolitischen Ursachen von Gewalt, insbesondere im Kontext von Besetzung und Nationalismus.
Das Ziel ist es, die Auslöser für islamistisch motivierte Gewalt zu verstehen, um zwischen religiösem Glauben und politischem Terrorismus abgrenzen zu können.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, historischen Kontexten sowie empirischen Daten aus der Sicherheitsforschung und terrorismuswissenschaftlichen Studien, insbesondere von Robert A. Pape.
Der Hauptteil analysiert die historischen Wurzeln des politischen Islams, die Rolle von Anführern und Ausführern in Terrororganisationen sowie die Hintergründe terroristischer Kampagnen weltweit.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Politischer Islam, Terrorismus, Radikalisierung, Besetzung, Schari’a und Präventionsmassnahmen charakterisiert.
Der Autor zeigt auf, dass beide Gruppen unterschiedliche Hintergründe und Motive haben; während Anführer oft politisch-strategisch handeln, werden Ausführer häufiger durch eine Mischung aus altruistischer Verpflichtung und ideologischer Indoktrination in Konfliktsituationen getrieben.
Die Besetzung durch fremde Mächte wird als ein Haupttreiber identifiziert, da sie nationalen Zusammenhalt fördert und Gewalt als defensives, moralisch gerechtfertigtes Mittel erscheinen lässt.
Ja, der Autor argumentiert, dass eine öffentliche Delegitimierung von Gewalt durch renommierte religiöse Gelehrte und Einrichtungen den terroristischen Ideologien die religiöse Grundlage entziehen kann.
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