Magisterarbeit, 2005
98 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Sozialkapital
2.1.1 Coleman
2.1.2 Putnam
2.2 Wertorientierungen
2.2.1 Kluckhohn
2.2.2 Rokeach
2.2.3 Inglehart
2.2.4 Klages
2.2.5 Schwartz
2.3 Zusammenfassung
3 FORSCHUNGSSTAND
3.1 Sozialkapital
3.1.1 Sozialkapital in Europa
3.1.2 Der Einfluss von Sozialkapital auf Verhalten und Einstellungen
3.2 Wertorientierungen
3.2.1 Wertorientierungen in Europa
3.2.2 Der Einfluss von Werten auf Verhalten und Einstellungen
3.3 Zusammenfassung
4 EMPIRISCHE ANALYSE
4.1 Hypothesen, Datensatz und Datenoperationalisierung
4.1.1 Hypothesen
4.1.2 Der Datensatz: European Social Survey 2002/2003
4.2 Datenoperationalisierung
4.2.1 Verhalten und Einstellungen
4.2.2 Sozialkapital
4.2.3 Werte
4.3 Ergebnisse
4.3.1 Struktur von Einstellungen und Verhalten
4.3.2 Hypothesenprüfung
4.3.3 Interpretation
5 RESÜMEE UND AUSBLICK
ANHANG
A Zusätzliche Tabellen
B Anleitung zur Faktorierung der Werteitems nach Schwartz
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Sozialkapital und gesellschaftlichen Wertorientierungen auf das individuelle Verhalten und die Einstellungen der Menschen in Europa. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit unterschiedliche Sozialkapitalstrukturen und Wertemuster in europäischen Gesellschaften die politische Partizipation, die Wahrnehmung von Diskriminierung sowie die Kriminalitätsfurcht beeinflussen.
1 Einleitung
Bereits im 19. Jahrhundert vertrat der französische Gesellschaftsanalytiker Alexis de Tocqueville die These, dass soziale Organisationen die Stabilität von Gesellschaften und Demokratien positiv beeinflussen. Am Beispiel des Amerika seiner Zeit belegt er die Wichtigkeit von Partizipation in sozialen Vereinigungen jeder Art, die Traditionen, Gebräuche und zivile Tugenden pflegen und somit einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Gemeinschaft leisten:
„Die Amerikaner jeden Alters, jedes Standes, jeder Geistesrichtung schließen sich fortwährend zusammen. Sie haben nicht nur kaufmännische und gewerbliche Vereine, denen alle angehören, sie haben auch noch unzählige andere Arten: religiöse, sittliche, ernste, oberflächliche, sehr allgemeine und sehr besondere, gewaltige und kleine“ (Tocqueville 1976, S. 595).
Auch im 21. Jahrhundert wird diese Annahme, dass soziale Vereinigungen positive Effekte auf die Performanz von Demokratien haben, noch als gültig betrachtet. Jetzt wird das Sozialkapital auch auf der Mikroebene und seine Einflussnahme auf individuelles Verhalten untersucht.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Relevanz des Sozialkapitalbegriffs für die Stabilität von Demokratien ein und umreißt die Forschungsfrage nach dem Einfluss von gesellschaftlichen Werten auf das Sozialkapital in Europa.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel stellt die zentralen Konzepte des Sozialkapitals (Coleman und Putnam) sowie verschiedene Werteorientierungen (insb. Schwartz) gegenüber, um den theoretischen Rahmen für die empirische Analyse zu schaffen.
3 FORSCHUNGSSTAND: Es wird ein Überblick über bestehende Studien gegeben, die Sozialkapital- und Wertestrukturen in Europa analysieren und deren Auswirkungen auf politisches Engagement, Diskriminierung und Kriminalitätsfurcht beleuchten.
4 EMPIRISCHE ANALYSE: In diesem Hauptteil werden die Hypothesen formuliert, der Datensatz (European Social Survey) erläutert und die methodische Vorgehensweise zur Operationalisierung der Variablen sowie die Ergebnisse der statistischen Auswertung präsentiert.
5 RESÜMEE UND AUSBLICK: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Analyse zusammen und diskutiert die Bedeutung der Erkenntnisse sowie Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschungen.
Sozialkapital, Wertorientierungen, Europa, Politische Partizipation, Diskriminierung, Kriminalitätsfurcht, European Social Survey, Vertrauen, Normen, Sozialstruktur, Wertekonzepte, Empirische Sozialforschung, Demokratie, Wahlbeteiligung, Institutionenvertrauen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Sozialkapital, gesellschaftlichen Wertorientierungen und verschiedenen Verhaltensweisen sowie Einstellungen in europäischen Gesellschaften.
Die zentralen Felder sind die Analyse von Sozialkapitalstrukturen (wie Vertrauen und Netzwerkbildung) und verschiedenen Wertesystemen sowie deren Auswirkungen auf gesellschaftlich relevantes Verhalten.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis der Daten des European Social Survey empirisch zu prüfen, welchen Einfluss Wertorientierungen auf das Sozialkapital haben und wie beide Faktoren gemeinsam politische Partizipation, Diskriminierung und Kriminalitätsfurcht in Europa prägen.
Es werden Methoden der quantitativen empirischen Sozialforschung angewendet, darunter Faktorenanalysen, Clusteranalysen, Mittelwertvergleiche sowie bivariate und kanonische Korrelationen.
Der Hauptteil umfasst die Hypothesenbildung, die methodische Datenoperationalisierung anhand des European Social Survey und die anschließende statistische Auswertung und Interpretation der Ergebnisse.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialkapital, Wertorientierungen, European Social Survey, politische Partizipation und europäischer Vergleich geprägt.
Die Analyse bestätigt die existierenden Befunde eines Nord-Süd-Gefälles bei der Sozialkapitalausstattung in Europa, wobei skandinavische Länder tendenziell höhere Vertrauenswerte und eine stärkere Einbindung in Organisationen aufweisen als südeuropäische Länder.
Die Arbeit verwendet Faktorenanalysen, um diese Werte zu klassifizieren; traditionelle Werte werden hierbei unter anderem durch Gehorsam und Sicherheit definiert, während moderne idealistische Werte Aspekte wie Gleichheit und Toleranz umfassen.
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